Meinungsaustausch über den verantwortungsvollen Einsatz des "Pervasive Computing"

Bern, 05.09.2006 - Der EDÖB hat im ersten Halbjahr 2006 an einem multidisziplinären Meinungsaustausch zum Thema "Pervasive Computing" teilgenommen. Die Zusammenarbeit zahlreicher Personen mit jeweils unterschiedlichem Hintergrund – Datenschutzexperten sowie Vertreter von Konsumentenschutzorganisationen, Universitäten, privaten Organisationen und Firmen – ermöglichte es, allgemeine Richtlinien betreffend den Einsatz von "Pervasive Computing"-Technologien zu erarbeiten und für drei mögliche Anwendungsbereiche spezifische Regeln festzulegen.

Auf Initiative der Organisationen "Stiftung Risiko-Dialog", "Stiftung für Datenschutz und Informationssicherheit" und ICTSwitzerland hin fand während des ersten Halbjahres 2006 ein multidisziplinärer Dialog im Bereich des "Pervasive Computing" statt. Der EDÖB hat die Einladung, sich an den Diskussionen in Hinblick auf mögliche Gefährdungen der Privatsphäre, die mit diesen neuen Technologien verbunden sind, gern angenommen. Ziel dieses Dialogs war namentlich eine Analyse der Auswirkungen und Risiken der Anwendung des "Pervasive Computing". Darüber hinaus sollten sowohl allgemeine Richtlinien als auch spezifische Regelungen für die Bereiche Gesundheitswesen, Detailhandel und öffentlicher Verkehr ausgearbeitet werden. Durch die Zusammenarbeit aller Partner konnten nützliche und ausgewogene Orientierungshilfen für diese Anwendungsbereiche gefunden werden.

 

Der EDÖB begrüsst diese Art von Initiativen, da sie eine gute Gelegenheit dazu bieten, um möglichen Gefährdungen der Privatsphäre proaktiv zu begegnen. Sie bilden einen ersten Schritt in die richtige Richtung, und der EDÖB wünschte sich für die Zukunft weitere solche Initiativen. Obwohl die Ergebnisse dieses Meinungsaustauschs noch zu unbestimmt sind, um einen eigentlichen Verhaltenskodex zu bilden, sind die unternommen Anstrengungen richtig und anerkennenswert. Sie sollten daher weitergeführt werden, damit die Resultate des Dialogs vertieft und konkretisiert werden können.


Herausgeber

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter
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