| Instanz: | Obergericht |
|---|---|
| Abteilung: | II. Kammer |
| Rechtsgebiet: | Strafrecht |
| Entscheiddatum: | 23.02.1993 |
| Fallnummer: | OG 1993 38 |
| LGVE: | 1993 I Nr. 38 |
| Leitsatz: | Art. 41 Ziff. 2 Abs. 1 StGB. Zur Rechtsgültigkeit einer Weisung ist deren Aufnahme ins Urteils- bzw. Entscheidsdispositiv unerlässlich. |
| Rechtskraft: | Diese Entscheidung ist rechtskräftig. |
| Entscheid: | Aus den Erwägungen: Nach Art. 41 Ziff. 2 Abs. 1 StGB kann der Richter dem Verurteilten u.a. während der Probezeit bestimmte Weisungen erteilen, so auch die Schadensdeckung. Zur Rechtsgültigkeit und Durchsetzbarkeit einer solchen Weisung ist aber deren Aufnahme ins Urteils- bzw. Entscheidsdispositiv unerlässlich. Blosse Erwähnung in der Urteilsbegründung genügt nicht (statt vieler: Schultz Hans, Einführung in den allg. Teil des Strafrechts, Bd. II, 4. Aufl., Bern 1982, S. 112). |