{"Signatur": "SG_KG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2017-08-22", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_KG_001_ST-2016-105_2017-08-22.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=2642&type=1563347022&cHash=d42cbd3ff4ade696dee91e357d43b37d", "Checksum": "a338f5a686f339c37a285023f55526d8"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["ST.2016.105"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 22.08.2017 ST.2016.105"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 22.08.2017 ST.2016.105"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 22.08.2017 ST.2016.105"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 123 Ziff. 2 Satz 3 StGB, Art. 189 Abs. 1 StGB, Art. 190 Abs. 1 StGB (SR 311). K\u00f6rperverletzung an einer Wehrlosen, falsch verstandene Freiwilligkeit bei Geschlechtsverkehr bzw. sexuellen Handlungen (E. III.3 K\u00f6rperverletzung, Vergewaltigung/sexuelle N\u00f6tigung). Ein Opfer kann aufgrund wiederholter gewaltt\u00e4tiger Grenz\u00fcberschreitungen durch den T\u00e4ter, psychisch derart traumatisiert sein, dass es dem T\u00e4ter keine wirksame Selbstverteidigung mehr entgegenhalten kann (E.III.3 K\u00f6rperverletzung). Ein Willensentscheid, sexuelle Handlungen zu erdulden oder sich an ihnen zu beteiligen, impliziert noch keine Freiwilligkeit. Gegen den Willen k\u00f6nnen auch Handlungen sein, die nicht unmittelbar physisch (beispielsweise durch Schl\u00e4ge), sondern mittels psychischem Druck (beispielsweise durch latente Drohungen) erzwungen werden. In letzterem Fall wird die Willensbildung des Opfers manipuliert. Zeigt das Opfer bei den sexuellen Handlungen Widerst\u00e4nde (wie z.B. Weinen), muss der T\u00e4ter, der eine Angst- und Schreckensherrschaft \u00fcber das Opfer aus\u00fcbt, damit rechnen, dass der Entscheid, bei den sexuellen Handlungen mitzumachen, nicht freiwillig zustande kam (E.III.3 Vergewaltigung/sexuelle N\u00f6tigung) (Kantonsgericht, Strafkammer, 22. August 2017, ST.2016.105; Die Erw\u00e4gungen wurden durch das Bundesgericht, soweit es sich damit zu befassen hatte, mit Urteil vom 14. Februar 2018 [BGer 6B_25/2018] gesch\u00fctzt.)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 05:03:18", "Checksum": "e9899e2712d6c9a7bb3d857a2d8a56de"}