{"Signatur": "SG_VG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2017-08-24", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2014-197--B-2015-307_2017-08-24.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte/?type=1563347022&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=3586&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&cHash=a584fa0b21205b76a8fcefe8ba5e34e7", "Checksum": "29e31944f692412f8ab00c24278733f0"}, "Num": ["B 2014/197, B 2015/307"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 24.08.2017 B 2014/197, B 2015/307"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 24.08.2017 B 2014/197, B 2015/307"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 24.08.2017 B 2014/197, B 2015/307"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Disziplinarverfahren gegen einen Zahnarzt. Art.\u00a034, 36 Abs.\u00a01, 40, 43 und 67 MedBG (SR\u00a0811.11).Die Anordnung von Disziplinarmassnahmen gest\u00fctzt auf Sachverhalte, die sich vor dem 1.\u00a0September 2007 (Zeitpunkt des Inkrafttretens des MedBG) ereigneten, kommt nach dem klaren Wortlaut von Art.\u00a067 Abs.\u00a02 MedBG nur in Betracht, wenn ein Verbot der selbst\u00e4ndigen Berufsaus\u00fcbung vorgesehen ist. Hierbei ist ein (schweizweit g\u00fcltiges) formelles Verbot im Sinn von Art.\u00a043 Abs.\u00a01 lit.\u00a0d und e MedBG vorausgesetzt. Der von der Vorinstanz verf\u00fcgte Entzug der (kantonalen) Berufsaus\u00fcbungsbewilligung aufgrund fehlender Vertrauensw\u00fcrdigkeit reicht hierf\u00fcr nicht aus. Die r\u00fcckwirkende Ber\u00fccksichtigung von Sachverhalten, welche sich vor dem 1. September 2007 verwirklichten, f\u00e4llt daher f\u00fcr die Pr\u00fcfung der Disziplinarmassnahme im konkreten Fall ausser Betracht.Aus dem Umstand allein, dass ein Zahnarzt die Anwendung von BOI-Implantaten favorisiert, l\u00e4sst sich noch keine Pflichtverletzung im Sinn von Art.\u00a040 und 43 MedBG herleiten. Eine Gef\u00e4hrdung der \u00f6ffentlichen Gesundheit (vgl. Art.\u00a046 Abs.\u00a05 MedBG und Art.\u00a067 Abs.\u00a02 MedBG) kann nicht mit dem Hinweis begr\u00fcndet werden, die zahn\u00e4rztliche T\u00e4tigkeit des Zahnarztes (Beschwerdef\u00fchrer) sei \u201eh\u00f6chst umstritten\u201c. Ebenfalls keine Gef\u00e4hrdung der \u00f6ffentlichen Gesundheit l\u00e4sst sich mit dem blossen Hinweis auf die vom Beschwerdef\u00fchrer favorisierte Methode begr\u00fcnden. Die Vorinstanz ging damit zu Unrecht von einer vom Beschwerdef\u00fchrer ausgehenden Gef\u00e4hrdung der \u00f6ffentlichen Gesundheit im Sinn von Art.\u00a046 Abs.\u00a05 und Art.\u00a067 Abs.\u00a02 MedBG aus.Dem Beschwerdef\u00fchrer konnte sodann eine fehlende Mitwirkung mit Bezug auf verj\u00e4hrte Behandlungen nicht zum Vorwurf gemacht werden. Nicht belegen liess sich im Weiteren, dass es durch (nicht verj\u00e4hrte) Behandlungen bzw. unsorgf\u00e4ltiges Vorgehen des Beschwerdef\u00fchrers zu Sch\u00e4digungen gekommen war und deswegen (d.h. als kausale Folge) Korrekturbehandlungen bei anderen \u00c4rzten n\u00f6tig wurden. Auch war eine Verletzung von Art.\u00a040 lit.\u00a0b (Fortbildungspflicht) und lit.\u00a0h (Versicherungspflicht) MedBG zu verneinen.Beschleunigungsgebot. Art.\u00a029 Abs.\u00a01 der Bundesverfassung (BV, SR\u00a0101) und Art.\u00a06 Ziff.\u00a01 EMRK. Das Verwaltungsgericht verneinte eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes durch die Vorinstanz (keine Rechtsverz\u00f6gerung), (Verwaltungsgericht, B\u00a02014/197, B\u00a02015/307)."}], "ScrapyJob": "446973/61/51", "Zeit UTC": "19.02.2021 01:35:44", "Checksum": "f05a4ea905f36d4074f22b9b17bc0f61"}