{"Signatur": "SG_VG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2017-08-15", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2015-290_2017-08-15.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=3574&type=1563347022&cHash=4255b322a32d01979284aa81979626ca", "Checksum": "643485d3808f5f0f6f7c32fdddcf2a53"}, "Scrapedate": "2025-07-19", "Num": ["B 2015/290"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 15.08.2017 B 2015/290"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 15.08.2017 B 2015/290"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 15.08.2017 B 2015/290"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abstimmungsbeschwerde (Konsultativabstimmung der Ortsb\u00fcrgerschaft). Art.\u00a0163 und 164 GG (sGS 151.2).F\u00fcr die Kl\u00e4rung der Rechtsfrage, ob im Kanton St. Gallen eine Rechtsgrundlage f\u00fcr Konsultativabstimmungen gegeben ist, besteht ein \u00f6ffentliches Interesse, weshalb die Beschwerdelegitimation des Beschwerdef\u00fchrers (als Ortsb\u00fcrger) aus diesem Grund zu bejahen ist. Materiell streitig war, ob die Vorinstanz das Vorgehen, gem\u00e4ss welchem an der Ortsb\u00fcrgerversammlung \u00fcber eine vom Pr\u00e4sidenten vorgelegte Frage abgestimmt wurde, zu Recht unbeanstandet liess.Als Gegenstand einer Abstimmungsbeschwerde kommen lediglich Beschl\u00fcsse in Betracht. Aufgrund von Art. 45 Abs. 3 GG ist eine materielle Abstimmung/Beschlussfassung \u00fcber einen Antrag im Rahmen der allgemeinen Umfrage nicht zul\u00e4ssig. Die Vorinstanz trat zu Recht auf die Abstimmungsbeschwerde wegen Rechtswidrigkeit der Abstimmung ein.Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bedarf die Durchf\u00fchrung einer Konsultativabstimmung einer rechtlichen (gesetzlichen) Grundlage (vgl. BGer 1C_51/2014 a.a.O., E. 2.4-2.7). Das Verwaltungsgericht kam zum Schluss, die Entwicklung des Verfassungs- und Gesetzesrechts auf kantonaler Ebene spreche dagegen, Konsultativabstimmungen auf Gemeindeebene gest\u00fctzt auf Art. 45 GG zuzulassen. Die im angefochtenen Entscheid angef\u00fchrten Praktikabili\u00e4ts\u00fcberlegungen verm\u00f6chten den Verzicht auf ein (auf Verfassungs- oder Gesetzesstufe geregeltes) geordnetes Abstimmungsverfahren nicht zu ersetzen. Bei Fehlen entsprechender Bestimmungen h\u00e4tten - wenn Art. 45 GG als hinreichende gesetzliche Grundlage herangezogen h\u00e4tte werden d\u00fcrfen, was indes klar zu verneinen sei - zumindest diejenigen Verfahrensvorschriften analog zur Anwendung gebracht werden m\u00fcssen, die f\u00fcr die ordentlichen Abstimmungen vorgesehen seien (Traktandierungs- und Informationspflicht). Insgesamt ergebe sich, dass das Vorgehen, nach welchem an der Ortsb\u00fcrgerversammlung \u00fcber die vom Pr\u00e4sidenten vorgelegte Frage im Rahmen einer (in Verfassung und Gesetz nicht vorgesehenen) Konstulativabstimmung abgestimmt worden sei, von der Vorinstanz nicht h\u00e4tte best\u00e4tigt werden d\u00fcrfen (Verwaltungsgericht, B\u00a02015/290)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1836", "Zeit UTC": "19.07.2025 05:05:58", "Checksum": "112a159c56097db0c939aef94aa5de6f"}