{"Signatur": "SH_OG_001", "Spider": "SH_OG", "Datum": "2025-11-28", "PDF": {"Datei": "SH_OG/SH_OG_001_60-2025-4_2025-11-28.pdf", "URL": "https://obergerichtsentscheide.sh.ch/CMS/get/file/c0e51a24-c8cc-4277-84fa-2e0d61f92d47", "Checksum": "ebc8d8751a977b936188b3c60713a420"}, "Scrapedate": "2026-07-06", "Scrapetime": "12:36:05", "Num": ["60/2025/4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schaffhausen Obergericht 28.11.2025 (publiziert) 60/2025/4"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schaffhouse Obergericht 28.11.2025 (publi\u00e9) 60/2025/4"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Sciaffusa Obergericht 28.11.2025 (pubblicato) 60/2025/4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schaffhausen Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schaffhouse Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Sciaffusa Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialp\u00e4dagogische Familienbegleitung; Sozialhilfe; Untersuchungsgrundsatz und rechtliches Geh\u00f6r \u2013 Art. 11 und Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 4, Art. 23 und Art. 25 SHEG; Art. 5, Art. 24 Abs. 1 und Art. 36 Abs. 1 lit. c VRG.  | Die sozialp&auml;dagogische Familienbegleitung (SPF) stellt die wichtigste ambulante Grundleistung der Kinder- und Jugendhilfe in der Schweiz dar; sie ist im Kanton Schaffhausen bis anhin gesetzlich nicht besonders geregelt (E.&nbsp;2.2).\n\n&nbsp;\n\nHilfeleistungen wie eine sozialp&auml;dagogische Familienbegleitung, die von privaten Dritten entgeltlich erbracht werden, k&ouml;nnen zum Gegenstand materieller Sozialhilfe werden. Es handelt sich um &quot;weitere Leistungen&quot; gem&auml;ss Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 SHEG, welche ihre Ursache in der besonderen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und famili&auml;ren Lage der unterst&uuml;tzten Personen haben (E.&nbsp;2.3).\n\n&nbsp;\n\nWenngleich der Sozialhilfekommission beim Entscheid &uuml;ber ein Gesuch um Kostengutsprache f&uuml;r eine nicht beh&ouml;rdlich angeordnete SPF ein Ermessensspielraum zusteht, ist doch jegliches Ermessen pflichtgem&auml;ss auszu&uuml;ben und sind erh&ouml;hte Anforderungen an die Begr&uuml;ndung zu stellen (E.&nbsp;3.4).\n\n&nbsp;\n\nWenn die Rekursinstanz weder die Vorakten noch die Vorbringen der betroffenen Person sorgf&auml;ltig pr&uuml;ft und unkritisch den Standpunkt der Vorinstanz &uuml;bernimmt, entspricht dies nicht einer ernsthaften Pr&uuml;fung, wie sie der verfassungsm&auml;ssige Geh&ouml;rsanspruch und der Untersuchungsgrundsatz verlangen (E.&nbsp;3.5).&nbsp;\n\n&nbsp;\n\nWeil die Grunds&auml;tze der Verh&auml;ltnism&auml;ssigkeit und Subsidiarit&auml;t nicht nur f&uuml;r Leistungen der Sozialhilfe, sondern auch f&uuml;r von der KESB getroffene Kindesschutzmassnahmen gelten, l&auml;sst sich eine Priorisierung beh&ouml;rdlich angeordneter SPF sachlich nicht begr&uuml;nden. Die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden haben sodann stets auch das Kindeswohl angemessen zu ber&uuml;cksichtigen (E. 3.6).\n\n&nbsp;\n\nOGE 60/2025/4 vom 4. November 2025\n\n&nbsp;\n\nKeine Ver&ouml;ffentlichung im Amtsbericht"}], "ScrapyJob": "446973/57/2236", "Zeit UTC": "06.07.2026 12:36:05", "Checksum": "fb6d1216e57592e1b60a65f92e008116"}