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\n \n \n Kantonsgericht Schwyz
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Urteil vom 3. Juli 2023\n
ZK1 2021 54\n
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\n \n \n Mitwirkend
| \n Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann, Kantonsrichter Pius Schuler, Jörg Meister, Josef Reichlin und Jeannette Soro, Gerichtsschreiber Claude Brüesch.
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\n \n \n In Sachen
| \n A.________, Klägerin, Berufungsführerin und Anschlussberufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen C.________ AG, Beklagte, Berufungsgegnerin und Anschlussberufungsführerin, vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
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\n \n \n betreffend
| \n Schadenersatz
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\n (Berufung und Anschlussberufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Gersau vom 30. September 2021, ZGO 2020 02);-
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\n hat die 1. Zivilkammer,
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\n nachdem sich ergeben:
\n A.
Mit Eingabe vom 27. Juni 2018 leitete A.________ bei der Schlichtungsbehörde im Mietwesen des Bezirks Gersau ein Schlichtungsverfahren ein und forderte einen Betrag von Fr. 88’138.30 nebst 5 % Zins seit dem 27. Dezember 2017. Am 23. Juli 2018 nahm die C.________ AG dazu Stellung und beantragte sinngemäss die Abweisung dieses Rechtsbegehrens. Sie erschien nicht zur mündlichen Schlichtungsverhandlung vom 24. September 2018, weshalb die Schlichtungsbehörde im Mietwesen des Bezirks Gersau am 24. September 2018 die Klagebewilligung ausstellte (Vi-act. 1, KB 2).
\n A.________ (nachfolgend: Klägerin) reichte mit Eingabe vom 25. Oktober 2018 beim Bezirksgericht Gersau gegen die C.________ AG (nachfolgend: Beklagte) fristgerecht Klage ein mit dem Rechtsbegehren, es sei die Beklagte zu verpflichten, ihr den Betrag von mindestens Fr. 76’604.50 nebst 5 % Zins seit 11. Dezember 2017 zu bezahlen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten (Vi-act. 1, S. 2 f.). Anlässlich der Hauptverhandlung vom 24. April 2019 änderte die Klägerin ihr Rechtsbegehren insoweit, als sie den Forderungsbetrag auf Fr. 62’019.50 reduzierte (Vi-act. 10, S. 2). Am 16. Mai 2019 kündigte die Vorinstanz an, dass das Verfahren vorerst auf die Frage der Prüfung der Prozessvoraussetzungen beschränkt werde (Vi-act. 12). Das Bezirksgericht Gersau trat mit Urteil vom 4. Juni 2019 auf die Klage nicht ein, auferlegte die reduzierten Gerichtskosten von Fr. 1’000.00 der Klägerin und verpflichtete diese, der Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 1’500.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen (Vi-act. 14). Das Kantonsgericht hiess die von der Klägerin dagegen am 11. Juni 2019 erhobene Berufung mit Beschluss
ZK1 2019 26 vom 24. Februar 2020 gut, soweit es darauf eintrat, hob das angefochtene Urteil des Bezirksgerichts Gersau vom 4. Juni 2019 vollumfänglich auf und wies die Sache im Sinne der Erwägungen bzw. zur Prüfung des eingeklagten materiellen Anspruchs der Klägerin an die Vorinstanz zurück (Vi-act. 16 und 20).
\n Nach Durchführung des Verfahrens erkannte die Vorinstanz mit Urteil vom 30. September 2021 Folgendes:
\n 1.
In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin CHF 5’666.50 zuzüglich 5 % Zins seit 11. Dezember 2017 zu bezahlen.
\n 2.
a.
Die Gerichtskosten werden auf CHF 8’000.00 festgelegt. Sie werden zu 90 % der Klägerin im Betrage von CHF 7’200.00 und zu 10 % der Beklagten im Betrage von CHF 800.00 auferlegt. Der Klägerin wird die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von