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Kantonsgericht Schwyz
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\n Beschluss vom 21. August 2023
\n ZK2 2022 15
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Mitwirkend
Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichterinnen Veronika Bürgler Trutmann und Bettina Krienbühl,
Gerichtsschreiber Alen Draganovic.
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In Sachen
A.________,
Gesuchsgegner und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
C.________,
Gesuchstellerin und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
 
 
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betreffend
vorsorgliche Mass­nahmen; Eheschutz
\n (Berufung gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 4. März 2022, ZES 2018 471);-
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\n hat die 2. Zivilkammer,
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\n nachdem sich ergeben und in Erwägung:
\n 1. a) Am 21. August 2018 reichte die Gesuchstellerin beim Bezirksgericht Höfe ein Eheschutzgesuch ein und machte unter anderem Kinderunterhaltsbeiträge rückwirkend ab 7. April 2017 für die gemeinsame Tochter der Parteien G.________ geltend (Vi-act. A/I). Nach Durchführung des Verfahrens verfügte der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe Folgendes (Vi-act. A/A):
\n 1.-4.2 […]
\n 5.1 Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt von G.________ die folgenden Beiträge zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den ersten eines jeden Monats:
\n CHF 2’030.00/Mt. von Juli 2018 bis und mit November 2020 (CHF 610.00 Barunterhalt und CHF 1’420.00 Betreuungsunterhalt);
\n CHF 2’030.00/Mt. von Dezember 2020 bis und mit Januar 2021 (CHF 670.00 Barunterhalt und CHF 1’360.00 Betreuungsunterhalt);
\n CHF 1’288.00/Mt. von Februar 2021 bis und mit März 2022 (CHF 787.00 Barunterhalt und CHF 501.00 Betreuungsunterhalt);
\n CHF 768.00/Mt. von April 2022 bis und mit August 2022 (Barunterhalt);
\n CHF 797.00/Mt. ab September 2022 (Barunterhalt).
\n 5.2 […]
\n 6. Der aktuellen Unterhaltsregelung liegen folgende Einkommens- und Bedarfszahlen zugrunde:
\n   Erwerbseinkommen Gesuchstellerin (ab April 2022): CHF 2’893.00
\n  Erwerbseinkommen Gesuchsgegner (ab April 2022): CHF 5’704.00
\n  Kinderzulage G.________: CHF 230.00
\n  Bedarf Gesuchstellerin: CHF 2’627.00
\n  Bedarf Gesuchsgegner: CHF 3’337.00
\n  Bedarf G.________ (bei der Mutter, bis August 2022): CHF 898.00
\n  Bedarf G.________ (beim Vater, bis August 2022): CHF 960.00
\n  Bedarf G.________ (bei der Mutter, ab September 2022): CHF 998.00
\n  Bedarf G.________ (beim Vater, ab September 2022): CHF 1’060.00
\n 7. […]
\n 8.1 Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 12’785.70 werden den Parteien je hälftig auferlegt.
\n 8.2 […]
\n 8.3 […]
\n 8.4 Der Gesuchsgegner hat CHF 6’392.85 in die Gerichtskasse zu bezahlen.
\n 9. Es wird gegenseitig keine Parteientschädigung zugesprochen.
\n 10.1 […]
\n 10.2 […]
\n 11. […]
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\n b) Gegen diese Verfügung erhob der Gesuchsgegner (nachfolgend Berufungsführer) mit Eingabe vom 24. März 2022 Berufung und stellte folgende Rechtsbegehren (KG-act. 1):
\n 1.1 Es sei Dispositiv-Ziffer 5.1 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und es sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten an den Unterhalt von G.________ die folgenden Beiträge zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den ersten eines jeden Monats:
\n  a) Ab 1.7.2018 bis 30.11.2020: CHF 1’055.00
\n (Barunterhalt: CHF 765.00; Betreuungsunterhalt: CHF 290.00)
\n b) Ab 1.12.2020 bis 31.1.2021: CHF 1’179.00
\n  (Barunterhalt: CHF 789.00; Betreuungsunterhalt: CHF 390.00)
\n c) Ab 1.2.2021 bis 31.10.2021: CHF 1’185.00
\n  (Barunterhalt: CHF 795.00; Betreuungsunterhalt: CHF 390.00)
\n d) Ab 1.11.2021 bis 28.2.2022: CHF 315.00
\n  (Barunterhalt)
\n e) Ab 1.3.2022 bis 31.8.2022: CHF 323.00
\n  (Barunterhalt)
\n f) Ab 1.9.2022 bis 31.7.2025: CHF 590.00
\n  (Barunterhalt)
\n g) Ab 1.8.2025: CHF 219.00
\n  (Barunterhalt)
\n 1.2 Es sei Dispositiv-Ziffer 6 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und entsprechend anzupassen.
\n 1.3 Es seien Dispositiv-Ziffern 8.1, 8.4 und 9 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und es seien die Gerichtskosten in Höhe von CHF 12’785.70 der Berufungsbeklagten zu ¾ und dem Berufungskläger zu ¼ aufzuerlegen, habe der Berufungskläger der Gerichtskasse CHF 3’196.40 bezahlen und sei die Berufungsbeklagte zu verpflichten, den Berufungskläger ausserrechtlich mit CHF 5’260.00 zu entschädigen.
\n 2. Eventualiter seien Dispositiv-Ziffern 5.1, 6, 8.1, 8.4 und 9 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und es sei die Angelegenheit insoweit an die Vor­instanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
\n 3. Dem Berufungskläger sei die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung in der Person des Unterzeichneten zu gewähren.
\n 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der Berufungsbeklagten.
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\n Mit Berufungsant­wort vom 7. April 2022 beantragte die Gesuchstellerin (nachfolgend Berufungsgegnerin), die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten des Berufungsführers und es sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sowie der Unterzeichnete als unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen (KG-act. 9). Der Berufungsführer nahm mit Eingabe vom 21. April 2022 Stellung zur Berufungsant­wort (KG-act. 13), worauf die Berufungsgegnerin mit Eingabe vom 5. Mai 2022 reagierte (KG-act. 15).
\n 2. Auf Eheschutzverfahren ist das summarische Verfahren anwendbar (