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Kantonsgericht Schwyz
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\n Beschluss vom 2. April 2025
\n ZK2 2024 9
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Mitwirkend
Kantonsgerichtsvizepräsident Jonas Rüegg,
Kantonsrichter Veronika Bürgler Trutmann und Pius Kistler,
a.o. Gerichtsschreiberin Patrizia Castellazzi.
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In Sachen
A.________,
Gesuchsteller und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
 
gegen
 
C.________,
Gesuchsgegnerin und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,
 
 
 
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betreffend
Eheschutz
\n (Berufung gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 31. Januar 2024, ZES 22 371);-
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\n hat die 2. Zivilkammer,
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\n nachdem sich ergeben und in Erwägung:
\n 1. a) Die Parteien heirateten am ________ in Tuggen. Ihrer Ehe entsprossen drei Töchter, E.________, F.________ und G.________. Der Berufungsführer ersuchte am 20. Juli 2022 beim Einzelrichter am Bezirksgericht March um Erlass von Eheschutzmass­nahmen (Vi-act. 1). Am 31. Januar 2024 verfügte der Einzelrichter am Bezirksgericht March was folgt (angef. Verfügung):
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    \n
  1. [Vormerknahme Berechtigung zum Getrenntleben seit 20.07.2022.]
  2. \n
  3. [Zuweisung eheliche Liegenschaft an Gesuchsgegnerin sowie Verpflichtung des Gesuchstellers, diese bis spätestens 30.04.2024 zu verlassen.]
  4. \n
  5. [Berechtigung des Berufungsführers zur Mitnahme seiner persönlichen Effekten.]
  6. \n
  7. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für die Dauer des Getrenntlebens an ihren persönlichen Unterhalt monatlich im Voraus folgende Unterhaltsbeiträge (teilweise rückwirkend) zu bezahlen:
  8. \n
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    \n
  1.           vom 20.07.2022 bis zum Auszug des Gesuchstellers gemäss Disp.-Ziff. 2 (längstens bis am 30.04.2024) Fr. 6’403.90;
  2. \n
  3.           ab Auszug des Gesuchstellers gemäss Disp.-Ziff. 2 (spätestens ab 01.05.2024) Fr. 5’052.70.
  4. \n
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  1. [Anordnung der Gütertrennung mit Wirkung ab 20.07.2022.]
  2. \n
  3. [Abweisung übrige Anträge der Parteien.]
  4. \n
  5. [Gerichtskosten.]
  6. \n
  7. [Parteientschädigung.]
  8. \n
  9. [Rechtsmittelbelehrung.]
  10. \n
  11. [Mitteilung.]
  12. \n
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    \n
  1.              Dagegen erhob der Berufungsführer am 19. Februar 2024 fristgerecht Berufung mit den folgenden Rechtsbegehren (KG-act. 1):
  2. \n
\n Es sei Dispositiv-Ziffer 4 a) und 4 b) der Verfügung des Bezirksgerichtes March vom 31. Januar 2024 (ZES 22 371) aufzuheben und es sei auf die Zusprechung von Unterhaltszahlungen ab dem 20. Juli 2022 an die Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte für die Dauer des Getrenntlebens zu verzichten;
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\n alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zulasten der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten.
\n Am 7. März 2024 erstattete die Berufungsgegnerin die Berufungsant­wort und beantragte, die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen und die Verfügung des Bezirksgerichts March vom 31. Januar 2024 sei zu bestätigen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zulasten des Berufungsführers (KG-act. 7).
\n Die Berufungsgegnerin reichte am 14. März 2024, 4. September 2024, 1. Oktober 2024 und 6. November 2024 je eine Noveneingabe ein (KG-act. 9, 17, 22 und 28), zu denen der Berufungsführer jeweils am 4. April 2024, 17. September 2024, 17. Oktober 2024 und 14. November 2024 (KG-act. 12, 19, 24 und 30) Stellung nahm. Die Berufungsgegnerin liess sich zu diesen Stellungnahmen jeweils am 9. April 2024, 26. September 2024, 29. Oktober 2024 und 28. November 2024 erneut vernehmen (KG-act. 14, 21, 26 und 32).
\n 2. a) Im Eheschutzverfahren gilt im Verhältnis zwischen den Ehegatten der eingeschränkte Untersuchungsgrundsatz, d.h. der Richter stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (