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Kantonsgericht Schwyz
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\n Beschluss vom 31. Mai 2017
\n BEK 2016 100
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Mitwirkend
Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichter Josef Reichlin und Hannelore Räber,
Gerichtsschreiber MLaw Patrick Neidhart.
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In Sachen
 
A.________,
\n Privatkläger und Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwältin B.________
 
gegen
 
1. Staatsanwaltschaft Innerschwyz, Postfach 562, Schmiedgasse 21, 6431 Schwyz,
\n Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,
\n vertreten durch Staatsanwältin C.________,
2. D.________,
\n Beschuldigter und Beschwerdegegner,
 
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betreffend
Einstellung Strafverfahren (Raufhandel, Tätlichkeiten / einfache Körperverletzung, Hausfriedensbruch)
\n (Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Innerschwyz vom 22. Juli 2016, SUI 2015 7305);-
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\n hat die Beschwerdekammer,
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\n nachdem sich ergeben und in Erwägung:
\n 1. Am 10. Juli 2015 ereignete sich zwischen 00:30 Uhr und 01:30 Uhr an der H.strasse in K.________ eine tätliche Auseinandersetzung zwischen A.________ und D.________, zu welcher G.________, E.________, F.________ und I.________ in der Folge hinzustiessen. E.________ alarmierte um 00:58 Uhr die Kantonspolizei Schwyz (U-act.8.1.01, S. 6). Die ausgerückte Polizeipatrouille stellte bei A.________ und D.________ Verletzungen fest. Ein Atemalkoholtest ergab zudem, dass sowohl A.________ (1.79 Promille) als auch I.________ (1.85 Promille) stark alkoholisiert waren (U-act. 8.1.15 und 8.1.20). Am 25. Juli 2015 stellte A.________ gegen D.________, G.________, E.________ und F.________ Strafantrag wegen Tätlichkeit, Körperverletzung und Hausfriedensbruchs (U-act. 8.1.06). Die Kantonspolizei Schwyz befragte in der Folge die beteiligten Personen teils mehrfach (U-act. 8.1.07-8.1.14). Nachdem die Staatsanwaltschaft Innerschwyz am 23. November 2015 eine Strafuntersuchung gegen A.________ eröffnet hatte (U-act. 9.0.01), eröffnete sie am 27. Mai 2016 auch gegen D.________ (U-act. 9.0.03), G.________ (U-act. 9.0.04), E.________ (U-act. 9.0.05) und F.________ (U-act. 9.0.06) je eine Strafuntersuchung. Mit Einstellungsverfügungen vom 22. Juli 2016 stellte die Staatsanwaltschaft Innerschwyz die Strafuntersuchungen gegen D.________ (U-act. 12.1.01), G.________ (U-act. 12.2.01), E.________ (U-act. 12.3.01) und F.________ (U-act 12.4.01) ein.
\n Gegen diese Einstellungsverfügungen erhob A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 8. August 2016 je Beschwerde beim Kantonsgericht (Verfahren BEK 2016 100-103). Im vorliegenden Verfahren gegen D.________ (nachfolgend Beschuldigter) stellte der Beschwerdeführer folgende Anträge (KG-act. 1):
\n 1. Die Einstellungsverfügung vom 22.7.2016 i.S. SUI 2015 7305 sei aufzuheben und D.________ sei wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruch zum Nachteil von A.________ angemessen zu bestrafen.
\n 2. Es sei A.________ die unentgeltliche Prozessführung unter Beiordnung der Unterzeichnenden als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bewilligen.
\n 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates.
\n Die Staatsanwaltschaft Innerschwyz liess sich mit Eingabe vom 19. August 2016 vernehmen und beantragte, die Beschwerde kostenpflichtig abzuweisen (KG-act. 5). Der Beschuldigte reichte keine Beschwerdeantwort ein. Mit Eingabe vom 25. August 2016 liess der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht weitere Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zukommen (KG-act. 7).
\n 2. a) Nach Beendigung des Untersuchungsverfahrens entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlassen, Anklage zu erheben oder das Verfahren einzustellen ist (