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\n \n \n III 2016 172
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| \n Entscheid vom 28. Juni 2017
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Dr.oec. Andreas Risi, Richter
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| \n lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, seit 19. Februar 2017: Erbengemeinschaft A.________, bestehend aus: 1. _________ 2. _________ 3. _________ 4. _________ 5. _________ Beschwerdeführer, \n vertreten durch B.________ gegen \n \n - Bezirksrat L.________, Hauptstrasse 78, Postfach 161, 8840 L.________,
\n - Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,
\n Postfach 1186, 6431 Schwyz, \n - Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
\n Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanzen, \n - C.________,
\n Beschwerdegegner, \n vertreten durch J.________ \n | \n
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\n \n \n Gegenstand
| \n Planungs- und Baurecht (Baubewilligung; Ortsbild, Wohnhygiene)
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Sachverhalt:\n
A. C.________ ist Eigentümer der in der Dorfkernzone (D) gelegenen Liegenschaft KTN D.________, K.________ 12 in L.________. Er beabsichtigt den Umbau des darauf bestehenden Wohnhauses. Am 1. Dezember 2014 reichte C.________ ein erstes Baugesuch ein, welches im Amtsblatt Nr. E.________, publiziert und öffentlich aufgelegt wurde (Vi-act. III-01 Bel. 6). A.________ erhob dagegen am 22. Dezember 2014 öffentlich-rechtliche Einsprache (Vi-act. III-01 Bel. 9). Am 10. Februar 2015 reichte C.________ eine Projektänderung ein, mit Verzicht auf den Anbau an der Ostfassade, woraufhin A.________ am 11. Februar 2015 ihre Einsprache vom 22. Dezember 2014 zurückzog (Vi-act. III-01 Bel. 11 und 12). Nach Abschreibung des Einspracheverfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit am 19. Februar 2015 (rektifiziert am 10. März 2015) (Vi-act. III-01 Bel. 4 und 13) erteilte der Bezirksrat L.________ C.________ mit Beschluss Nr. 033 vom 2. März 2015 die Baubewilligung für den Umbau des bestehenden Wohnhauses gemäss der Projektänderung vom 10. Februar 2015 (Vi-act. III-01 Bel. 1).
\n Am 12. Mai 2015 reichte C.________ ein weiteres - mit dem ursprünglichen vom 1. Dezember 2014 identisches - Baugesuch mit Anbau \"Abstellraum und Balkone\" an der Süd- und Ostfassade ein, das im Amtsblatt Nr. F.________, publiziert und öffentlich aufgelegt wurde (Vi-act. II-02, Bel. in Baumappe). A.________ erhob dagegen am 9. Juni 2015 wiederum öffentlich-rechtliche Einsprache (Vi-act. I-01 Bel. 3). C.________ liess sich am 25. Juni 2015 dazu vernehmen (Vi-act. II-02, Bel. in Baumappe).
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B. Mit Beschluss (BRB) Nr. 131/15.3 vom 26. August 2015 (versandt am 28. August 2015) wies der Bezirksrat L.________ die Einsprache ab und erteilte die Baubewilligung unter Bedingungen und Auflagen (Vi-act. I-01 Bel. 2).
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C. Gegen diesen Bezirksrats-Beschluss vom 26. August 2015 erhob A.________ mit Eingabe vom 21. September 2015 Beschwerde beim Regierungsrat (Bf-act. 3).
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D. Der Regierungsrat entschied mit Beschluss (RRB) Nr. 684/2016 am 17. August 2016 (versandt am 23. August 2016) wie folgt (Bf-act. 2):
\n 1.
Die
Beschwerde
wird
abgewiesen.
\n 2.
Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit deren Kostenvorschuss (Fr. 1500.--) verrechnet.
\n 3.
Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.
\n 4.-6.
(Rechtsmittelbelehrung, Zustellung).
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E. Dagegen liess A.________ fristgerecht am 14. September 2016 (Datum Postaufgabe) Beschwerde beim Verwaltungsgericht einreichen und folgende Anträge stellen:
\n 1.
Die Parteien seien zur Verhandlung aufzubieten.
\n 2.
Der Beschluss Nr. 684/2016 vom 17.08.2016 sei zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
\n 3.
Der Kostenvorschuss sei der Einsprecherin/Beschwerdeführerin zurück zu erstatten.
\n 4.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.
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F. Mit Schreiben vom 16. September 2016 verzichtete das Amt für Raumentwicklung (ARE) auf die Einreichung einer Vernehmlassung. Der Bezirksrat ersuchte am 19. September 2016 um Abweisung der Beschwerde. Das instruierende Sicherheitsdepartement beantragte am 30. September 2016 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. Der Beschwerdegegner liess mit Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2016 beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen und der Baubewilligungsbeschluss zu bestätigen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. Am 18. Februar 2016 liess die Beschwerdeführerin Verzicht auf eine Verhandlung erklären.
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G. Am 3. März 2017 teilte der Vertreter der Beschwerdeführerin dem Gericht mit, A.________ sei am 19. Februar 2017 verstorben. Gleichzeitig erklärte er, ihre fünf Kinder würden zusammen die Erbengemeinschaft A.________ bilden und in den Prozess eintreten. Am selben Tag reichte er namens der Erbengemeinschaft A.________ eine Stellungnahme ein, mit welchem die kostenfällige Aufhebung des Beschlusses des Regierungsrates Nr. 684/2016 vom 17. August 2016, eventuell dessen Rückweisung zur
Neubeurteilung
verlangt
wurde.
Dieser
Stellungnahme
waren
Vollmachten
zur Vertretung im vorliegenden Beschwerdeverfahren von M.________ vom 24. Februar 2017, von N.________ vom 25. Februar 2017, von O.________ vom 27. Februar 2017, von P.________ vom 27. Februar 2017 und von Q.________ vom 24. Februar 2017 beigefügt.
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H. Mit Zwischenbescheid vom 15. März 2017 (VGE III 2017 46) wurde das vorliegende Beschwerdeverfahren sistiert, bis sich die Kinder von A.________ mit geeigneten Mitteln als alleinige Erben ausgewiesen haben und die Ausschlagung der Erbschaft nicht mehr möglich ist.
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I. Am 20. Mai 2017, unmittelbar nach Ablauf der dreimonatigen Ausschlagungsfrist (