\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n III 2018 22
| \n
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n
| \n Entscheid vom 23. März 2018
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
| \n
\n \n
| \n Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Monica Huber-Landolt, Richterin
| \n
\n \n
| \n lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
| \n
\n \n
| \n
\n \n
| \n gegen
| \n
\n \n
| \n 1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, Postfach 454, 6431 Schwyz, 2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanzen,
| \n
\n \n
| \n
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Gegenstand
| \n Ausländerrecht (Familiennachzug)
| \n
\n \n
\n
\n
Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. 1992, kosovarische Staatsangehörige) hält sich seit ihrer Geburt in der Schweiz auf. Sie ist im Besitz einer Niederlassungsbewilligung (Ausweis C). Am 3. Oktober 2016 heiratete sie im Kosovo den kosovarischen Staatsangehörigen C.________ (geb. 1994).
\n
B. Am 25./29. November 2016 (eingegangen am 30.11.2016 beim Amt für Migration [nachfolgend: AFM]) ersuchte A.________ um Familiennachzug für ihren Ehemann, C.________, der bis 30. Dezember 2018 mit einer Einreisesperre belegt ist.
\n Am 9. März 2017 stellte das AFM eine Ablehnung des Gesuchs um Familiennachzug für C.________ in Aussicht, wozu sich A.________ mit Stellungnahme vom 30. März 2017 äusserte.
\n
C. Am 31. März 2017 kam D.________, der gemeinsame Sohn von A.________ und C.________, in E.________ zur Welt.
\n
D. Mit Verfügung vom 21. Juni 2017 entschied das AFM was folgt:
\n 1.
Das Gesuch um Familiennachzug Drittstaaten von A.________ für C.________, geb. ___ 1994, Staatsangehöriger vom Kosovo, wird abgelehnt.
\n 2.-4.
(Kosten; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung)
\n
E. Dagegen reichte A.________ am 13. Juli 2017 beim Regierungsrat Beschwerde ein.
\n Mit Beschluss Nr. 956/2017 vom 12. Dezember 2017 entschied der Regierungsrat des Kantons Schwyz wie folgt:
\n
\n - Die Beschwerde wird abgewiesen.
\n
\n 2.-6.
(Kosten; Parteientschädigung; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung)
\n
F. Dagegen
lässt A.________ mit Eingabe vom 22. Januar 2018 (Versand:
\n 22.1.2018) beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen:
\n 1.
Der Beschwerdeentscheid sei aufzuheben.
\n 2.
Das am 30. November 2016 eingegangene Gesuch um Familiennachzug sei gutzuheissen und C.________ sei mit sofortiger Wirkung eine Aufenthaltsbewilligung für den langfristigen Aufenthalt zu erteilen.
\n 3.
Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege, unter Beiordnung des unterzeichneten Anwalts, zu gewähren
\n
- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -
\n Mit Vernehmlassung vom 2. Februar 2018 bzw. 5. Februar 2018 schliessen das Sicherheitsdepartement bzw. das AFM auf Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.
\n
Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Die Vorinstanzen begründen die Ablehnung des Familiennachzuges im Wesentlich mit dem vom Staatssekretariat für Migration (SEM) erlassenen Einreiseverbot und dem damit verbundenen erheblichen öffentlichen Interesse an der Fernhaltung von C.________ von der Schweiz. Auch erweise sich die Fernhaltung von C.________ im Hinblick auf seine familiären Beziehungen zur Beschwerdeführerin und seinem Sohn als verhältnismässig.
\n Demgegenüber wendet die Beschwerdeführerin ein, dass keine schwerwiegenden Straftaten des Ehemannes vorliegen, die im Vergleich zu den privaten Interessen der gesamten Familie eine weitere Fernhaltung rechtfertigen würden. Es gäbe auch keine Anhaltspunkte dafür, dass ihr Ehemann in Zukunft wiederholt gegen die schweizerische Rechtsordnung vorstossen würde.
\n Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet mithin die Frage, ob das Gesuch der Beschwerdeführerin um Familiennachzug von C.________ zu Recht abgelehnt wurde.
\n
2.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf (