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\n \n \n III 2019 13
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| \n Entscheid vom 24. April 2019
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Monica Huber-Landolt, Richterin
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n \n \n - Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13,
\n Postfach 454, 6431 Schwyz, \n - Regierungsrat des Kantons Schwyz,
\n Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanzen, \n | \n
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\n \n \n Gegenstand
| \n Ausländerrecht (Gesuch um Kantonswechsel)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (Jg. 1984, türkischer Staatsangehöriger) heiratete am 5. Februar 2010 in der Türkei die türkische Staatsangehörige und Inhaberin einer Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) C.________ (AFM-act. 64) und reiste am 6. August 2010 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein (AFM-act. 76 u. 78). Hiernach erteilte ihm der Kanton Aargau am 20. August 2010 eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B; AFM-act. 79 f.). Am 13. März 2013 bewilligte das Bezirksgericht D.________ der Ehefrau das Getrenntleben der Ehegatten (AFM-act. 96; vgl. AFM-act. 117). Mit Entscheid vom 27. Oktober 2015 wurde die Ehe zwischen A.________ und C.________, welcher am ________ 2012 der gemeinsame Sohn E.________ entsprang, geschieden (RR-act. I/01/3 S. 2; vgl. AFM-act. 288).
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B. Nach der gerichtlich bewilligten Trennung bzw. Auflösung der Familiengemeinschaft, die weniger als drei Jahre dauerte, verlängerte das Amt für Migration und Integration Aargau (MIKA) die Aufenthaltsbewilligung von A.________ erstmals mit Gültigkeit ab 29. August 2013 aus wichtigen persönlichen Gründen im Sinne eines Härtefalles unter Auflagen (AFM-act. 165-167). Nachdem die vom MIKA am 10. Juni 2016 gegen A.________ verfügte Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz (AFM-act. 395) mit Einspracheentscheid des Rechtsdienstes des MIKA vom 18. April 2017 (AFM-act. 511 Dispositiv-Ziff. 1) aufgehoben worden war und der Rechtsdienst A.________ gleichzeitig (im Sinne einer \"allerletzte[n] Chance\") unter Androhung der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und der Wegweisung aus der Schweiz verwarnt hatte (AFM-act. 511 Erw. 8 und Dispositiv-Ziff. 2), verlängerte das MIKA die Aufenthaltsbewilligung letztmals mit Zustimmung des Staatssekretariats für Migration (SEM) und Gültigkeit bis 28. Februar 2018 (vgl. AFM-act. 528).
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C. Am 8. September 2017 reichte A.________ beim Einwohneramt der Gemeinde F.________ ein Gesuch um Kantonswechsel ein, welches beim Amt für Migration des Kantons Schwyz (AFM) am 20. September 2017 einging (AFM-act. 17). Am 8. November 2017 unterzeichnete A.________ einen Mietvertrag für eine 3-Zimmerwohnung an der G.________-strasse, H.________ (Ort), nachdem er offenbar schon zuvor in den Kanton Schwyz (I.________-strasse, J.________ [Ort]) gezogen war (AFM-act. 555). Das AFM liess die Akten ergänzen (AFM-act. 532, 575, 579) und verlangte vom MIKA das Aktendossier betreffend A.________ (AFM-act. 531).
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D. Mit Verfügung vom 31. Juli 2018 (AFM-act. 616) lehnte das AFM das Gesuch um Kantonswechsel von A.________ (nach Gewährung des rechtlichen Gehörs am 14. Mai 2018, AFM-act. 603) ab und wies ihn an, den Kanton Schwyz bis spätestens vier Wochen nach Rechtskraft der Verfügung zu verlassen. Die Kosten der Verfügung wurden auf Fr. 510.-- (Gebühr Fr. 500.-- und Auslagen Fr. 10.--) festgelegt.
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E. Gegen die Verfügung des AFM Schwyz vom 31. Juli 2018 liess A.________ am 22. August 2018 (Postaufgabe: 23.8.2018) Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erheben (RR-act. I/01). Mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 972/2018 vom 18. Dezember 2018 beschloss der Regierungsrat:
\n 1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
\n 2.
A.________ hat den Kanton Schwyz innert vier Wochen ab Rechtskraft dieses Beschlusses zu verlassen.
\n 3.
Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dessen Kostenvorschuss (Fr. 1500.--) verrechnet.
\n 4.
Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.
\n (5.-7. Rechtsmittelbelehrung, Zustellung, Zustellung elektronisch).
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F. Mit Eingabe vom 16. Januar 2019 lässt A.________ gegen den am 21. De-zember 2018 versandten RRB Nr. 972/2018 rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den Anträgen:
\n 1.
Es sei der Beschluss Nr. 972/2018 vom 18. Dezember 2018 des Regierungsrats betreffend Kantonswechsel vollumfänglich aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer die Bewilligung des Kantonswechsels Drittstaaten sowie eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.
\n 2.
Eventualiter sei die Verfügung vom 18. Dezember 2018 des Regierungsrats betreffend Kantonswechsel vollumfänglich aufzuheben und der Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
\n 3.
Es seien die Akten aus dem vorinstanzlichen Verfahren (Beschluss Nr. 972/2018) beizuziehen.
\n 4.
Es seien dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege und Prozessvertretung zu gewähren und es sei der Unterzeichnende als unentgeltlicher Rechtsbeistand des Beschwerdeführers einzusetzen.
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G. Der instruierende Richter setzt dem Beschwerdeführer am 17. Januar 2019 Frist bis 5. Februar 2019 an, um das Formular betreffend die unentgeltliche Rechtspflege ausgefüllt und unterzeichnet dem Gericht einzureichen. Das entsprechende Formular geht dem Gericht rechtzeitig am 31. Januar 2019 zu.
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H. Das AFM und das instruierende Sicherheitsdepartement des Kantons Schwyz beantragen am 28. Januar 2019 bzw. am 29. Januar 2019 vernehmlassend die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Wollen Personen mit einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung ihren Wohnort in einen anderen Kanton verlegen, müssen sie nach