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\n \n \n III 2019 223
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| \n Entscheid vom 27. Mai 2020
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Monica Huber-Landolt, Richterin
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| \n lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n Gemeinderat Freienbach, Unterdorfstrasse 9, Postfach 140, 8808 Pfäffikon, \n Vorinstanz, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Verfahrensrecht (Baukontrolle / Ordnungsbusse)
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Sachverhalt:\n
A.1 Mit Beschluss (GRB) Nr. 195 vom 2. April 2009, Nr. 534 vom 23. September 2010 sowie Nr. 594 vom 21. Oktober 2010 erteilte der Gemeinderat Freienbach A.________ die Baubewilligung für den Abbruch des Wohnhauses und den Neubau eines Zweifamilienhauses mit Gartenhalle und Garagen an der ________
\n -strasse ________ (KTN D.________), für den Abbruch und Wiederaufbau des Schopfes (Assek.-Nr. ________) und des Badehauses (Assek.-Nr. ________) an der ________ -strasse ________ (KTN D.________ und KTN E.________) sowie für den Abbruch des Ferienhauses (Assek.-Nr. ________) und den Neubau eines Zweifamilienhauses an der ________-strasse ________ (KTN E.________) in ________ (vgl. GRB Nr. 400 vom 7.11.2019).
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A.2 Mit GRB Nr. 198 vom 24. März 2011 verlängerte der Gemeinderat die Gültigkeitsdauer der Baubewilligung GRB Nr. 195 vom 2. April 2009 bis zum 9. April 2012. Die Baufreigaben erfolgten am 8. März 2012. Daraufhin wurden die Bauarbeiten aufgenommen, kurze Zeit später wieder unterbrochen. Seither, d.h. seit dem 31. Juli 2013, stehen die Baustellen still (vgl. GRB Nr. 400 vom 7.11.2019).
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B. Infolge des mehrjährigen Stillstandes
ordnete der Gemeinderat mit GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 die Fortsetzung bzw. Fertigstellung des Äusseren der Bauten sowie der Umgebungsarbeiten auf den Grundstücken KTN D.________ und KTN E.________ bis spätestens 30. September 2019 an (Dispo.-Ziff. 1); gleichzeitig ordnete er eine Ordnungsbusse von Fr. 250.-- für jeden Tag der Nichterfüllung an (Dispo.-Ziff. 2). Auf die dagegen erhobene Beschwerde ist der Regierungsrat des Kantons Schwyz mit RRB Nr. 206 vom 20. März 2019 nicht eingetreten (vgl. Dispo.-Ziff. 1).
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C.1 Am 30. September 2019 reichten A.________ und B.________ beim Bauamt drei Baugesuche (Nr. ________, Nr. ________ und Nr. ________) für den Ersatz Rohbau auf KTN D.________ (________), für den Fenstereinbau beim Schopf auf KTN D.________ (________) und für die Änderung der Fassadenöffnung beim Wohnhaus auf KTN E.________ (________) in ________ ein; es handle sich um Projektänderungen zu den bereits bewilligten Baugesuchen (vgl. vorstehend Ingress A.1; Vi-act. 4).
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C.2 Mit Schreiben vom 10. Oktober 2019 wies das Bauamt B.________ darauf hin, dass die am 30. September 2019 eingereichten Baugesuche keinen Einfluss auf die mit GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 bis am 30. September 2019 angesetzte Frist hätten und dass ab dem 1. Oktober 2019 für jeden Tag der Nichterfüllung eine Ordnungsbusse von Fr. 250.-- wegen Nichterfüllung der Bauverpflichtung verfügt werde; über eine Verzeigung bei der Staatsanwaltschaft werde mit Inrechnungstellung des Bussenbetrages befunden (vgl. Vi-act. 4).
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D. Mit Beschluss Nr. 400 vom 7. November 2019 ordnete der Gemeinderat Freienbach - nach am 31. Oktober 2019 erfolgten Augenschein - die Vollstreckung der angedrohten Ordnungsbusse (vgl. Ingress Lit. B) wie folgt an:
\n 1.
A.________ wird wegen Nichterfüllung der Fertigstellungsverpflichtung gemäss Gemeinderatsbeschluss Nr. 282 vom 16. August 2018 für die Zeit vom 1. Oktober bis 30. Oktober 2019 mit einer Ordnungsbusse von Fr. 7'500.-- (30 Tage à Fr. 250.--) belegt.
\n 2.-5.
(Überweisungsmodalitäten; Verfahrenskosten; Rechtsmittel; Zufertigung)
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E. Gegen diesen Beschluss Nr. 400 vom 7. November 2019 (Versand am 14.11.2019) erhebt A.________ mit Eingabe vom 2. Dezember 2019 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen:
\n 1.
Es sei der Beschluss Nr. 400 des Gemeinderates Freienbach vom 7. November 2019 aufzuheben.
\n 2.
Eventuell sei der Beschluss Nr. 400 des Gemeinderates Freienbach vom
\n 7. November 2019 aufzuheben und die Streitsache zur Neubeurteilung an den Gemeinderat Freienbach zurückzuweisen.
\n 3.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.
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F. Mit Vernehmlassung vom 3. Januar 2020 beantragt der Gemeinderat Freienbach die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. Weitere Schriften liegen keine vor.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Die Beschwerdeführerin rügt vorab eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör; es sei am 31. Oktober 2019 vor Ort ein Augenschein durchgeführt worden. Da sie hierzu nicht vorgeladen worden sei, sei ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden; der angefochtene Beschluss sei bereits aus diesem Grund aufzuheben (vgl. Beschwerde vom 2.12.2019 S. 3 Ziff. 2).
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1.2 Die Vorinstanz hält vernehmlassend dagegen, dass anlässlich des Augenscheins vom 31. Oktober 2019 lediglich festgestellt worden sei, dass die Bauarbeiten auf den Grundstücken KTN D.________ und KTN E.________ entgegen dem GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 unverändert stillstehen würden und das Äussere der Bauten sowie die Umgebungsarbeiten nicht ausgeführt worden seien. Die diesbezüglich vorgebrachte Rüge der Beschwerdeführerin sei unbegründet, stelle sie doch das Resultat der am Augenschein gemachten Feststellung mit keinem Wort in Abrede; zu Recht behaupte die Beschwerdeführerin auch nicht, dass sie den Anordnungen gemäss rechtskräftigem Beschluss Nr. 282 vom 16. August 2018 nachgekommen sei; es werde nicht geltend gemacht, was sich durch die Teilnahme am Augenschein an den Feststellungen geändert hätte. Im Übrigen habe sich die Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingehend äussern können (vgl. Vernehmlassung vom 3.1.2020 S. 4f. Ziff. 2.1).
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1.3.1 Das rechtliche Gehör gemäss