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III 2019 28
 
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Entscheid vom 24. April 2019
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
 
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
 
gegen
 
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  1. Volkswirtschaftsdepartement, Bahnhofstrasse 15,
    \n Postfach 1180, 6431 Schwyz,
  2. \n
  3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
    \n Postfach 1260, 6431 Schwyz,
    \n Vorinstanzen,
  4. \n
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Gegenstand
Ausländerrecht (Erteilung Aufenthaltsbewilligung durch
\n Umwandlung F in B; unentgeltliche Rechtspflege)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. 1988 in Pakistan; afghanischer Staatsangehöriger) verliess seine Heimat 2007 und gelangte via Pakistan, Iran und die Türkei 2008 nach Griechenland. 2013 fuhr er nach Italien und reiste am 13. März 2013 in die Schweiz ein, wo er in Chiasso gleichentags um Asyl ersuchte (Vi-act. II-01 15). Am 5. Mai 2013 wurde A.________ dem Kanton Schwyz zugewiesen (Vi-act. II-01 18).
\n B. Am 8. September 2014 unterzeichnete A.________ einen Anstellungsvertrag als Küchengehilfe im B.________ (Vi-act. II-01 40), was vom Amt für Arbeit am 9. Oktober 2014 bewilligt wurde (Vi-act. II-01 41). Mit Asylentscheid vom 28. November 2014 hat das ehem. Bundesamt für Migration (BFM) das Asylgesuch abgelehnt. A.________ wurde aus der Schweiz weggewiesen, die Wegweisung indes infolge Unzumutbarkeit nicht vollzogen, sondern zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben (Vi-act. II-01 54).
\n C. Am 12. März 2018 stellte A.________ beim Amt für Migration persönlich das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, Umwandlung von F in B (Vi-act. II-01 113). Zur Prüfung des Gesuches ersuchte das Amt für Migration A.________ am 14. März 2018 um ein schriftliches, begründetes Gesuch sowie weitere Unterlagen (Vi-act. II-01 118). Am 28. März 2018 reichte A.________ das begründete Gesuch mit Unterlagen ein (Vi-act. II-01 147).
\n D. Mit Schreiben vom 18. Juni 2018 teilte der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes A.________ mit, das Departement beabsichtige, sein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung dem Staatssekretariat für Migration (SEM) nicht zur Zustimmung zu unterbreiten (Vi-act. II-01 150). Hierzu nahm A.________ am 27. Juni 2018 Stellung und ersuchte um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung.
\n E. Am 10. September 2018 lehnte der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung von A.________ ab (Vi-act. II-01 158). Hiergegen erhob A.________ am 1. Oktober 2018 Beschwerde beim Regierungsrat (Vi-act. II-01 171). Nach Eingang der Beschwerde wurde A.________ zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 1'500.-- aufgefordert (Vi-act. II-01 173). Am 8. Oktober 2018 wehrte sich A.________ gegen die Kostenvorschusspflicht und er ersuchte um deren Erlass (Vi-act. I-02), worauf er am 9. Oktober 2018 aufgefordert wurde, entweder den Kostenvorschuss zu begleichen oder das ausgefüllte Gesuchsformular für die Beurteilung der unentgeltlichen Rechtspflege einzureichen (Vi-act. II-01 175). In der Folge reichte A.________ am 16. Oktober 2018 das Gesuch um unentgelt­liche Rechtspflege ein (Vi-act. I-03).
\n F. Mit Beschluss Nr. 23/2019 vom 15. Januar 2019 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde abgelehnt und die Verfahrenskosten von total Fr. 1'500.-- wurden A.________ auferlegt.
\n G. Am 8. Februar 2019 reicht A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde ein gegen den Regierungsratsbeschluss Nr. 23/2019 vom 15. Januar 2019 mit den Anträgen:
\n 1. Die Rechnung RRB Nr. 23 vom 15. Januar 2019 sei zu stornieren.
\n 2. Mein Anliegen (Umwandlung meiner Aufenthaltsbewilligung) sei noch einmal zu prüfen.
\n H. Mit Vernehmlassung vom 19. Februar 2019 beantragt das Sicherheits­departement die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Das Volkswirtschaftsdepartement verzichtet mit Schreiben vom 4. März 2019 auf die Einreichung einer Vernehmlassung. Am 12. März 2019 reicht der Beschwerdeführer einen neuen Arbeitsvertrag ein.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Der Beschwerdeführer rügt zum einen, die Vorinstanzen hätten sein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Umwandlung F in B) zu Unrecht abgelehnt. Und zweitens sei es nicht gerechtfertigt, ihm für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren Verfahrenskosten aufzuerlegen und sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen. Mithin ist im vorliegenden Verfahren neben der materiellen Frage der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung die Kostenauf­lage des angefochtenen Regierungsratsbeschlusses strittig und zu prüfen.
\n 2.1 Nach der Einreise in die Schweiz am 13. März 2013 ersuchte der Beschwerdeführer um Asyl. Sein Asylbegehren wurde mit Asylentscheid vom 28. November 2014 abgewiesen und der Beschwerdeführer aus der Schweiz weggewiesen. Obwohl das BFM keine Anhaltspunkte erkennen konnte, dass dem Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beacht­licher Wahrscheinlichkeit eine durch