\n
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
III 2019 29
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Entscheid vom 24. Oktober 2019
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
 
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
\n
    \n
  1. Bezirksrat Küssnacht, Seeplatz 2/3, Postfach 176, 6403 Küssnacht,
  2. \n
  3. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,            Postfach 1186, 6431 Schwyz,
  4. \n
  5. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,      Postfach 1260, 6431 Schwyz,
  6. \n
Vorinstanzen,
\n
    \n
  1. C.________,
    \n Beschwerdegegner,
    \n vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
  2. \n
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Planungs- und Baurecht (Baubewilligung)
\n  
\n Sachverhalt:
\n A. Das im Eigentum von A.________ stehende Grundstück KTN E.________ am J.________weg in K.________ befindet sich in der Wohnzone W2B (Wohnzone mit mittlerer Ausnützung und zwei Vollgeschossen).
\n B.  Mit Baueingabe vom 27./28. August 2015 (Eingang bei der Baubehörde: 2.9.2015) ersuchten A.________ um Erteilung einer Baubewilligung auf dem Grundstück KTN E.________ für den Abbruch der bestehenden Doppelgarage und die Erstellung eines zweigeschossigen Anbaus (Wohnung, Balkon, Photovoltaikanlage und Treppe umfassend), wobei der Anbau direkt unterhalb und fassadenversetzt an das bestehende Einfamilienhaus angeschlossen werden soll, sodass ein zweites Untergeschoss zur Wohnnutzung sowie ein drittes Untergeschoss als Garage figurieren soll (vgl. Baugesuch Nr. 2015/92). Das Bauvorhaben wurde im Amtsblatt (Nr. __) publiziert und öffentlich aufgelegt, woraufhin unter anderem C.________ am 8. Oktober 2015 öffentlich-rechtliche Einsprache beim Bezirksrat Küssnacht erhob mit dem Antrag, die Baubewilligung sei zu verweigern (vgl. Einsprache vom 8.10.2015).
\n C.  Mit Gesamtentscheid vom 8. Mai 2017 (B2015-1307) erteilte das Amt für Raumentwicklung (nachfolgend: ARE) die kantonale Baubewilligung im Sinne der Erwägungen sowie unter Auflagen und Nebenbestimmungen (vgl. Disp.-Ziff. 1). Der Bezirksrat Küssnacht wies daraufhin die Einsprache von C.________ mit Beschluss Nr. 415 vom 5. Juli 2017 ab (vgl. Disp.-Ziff. 2), erteilte die Baubewilligung für den Anbau des Einfamilienhauses mit Photovoltaikanlage auf dem Grundstück KTN E.________ unter Bedingungen und Auflagen (vgl. Disp.-Ziff. 3) und erklärte den kantonale Gesamtentscheid vom 8. Mai 2017 (B2015-1307) zum integrierten Bestandteil der kommunalen Baubewilligung (vgl. Disp.-Ziff. 5).
\n D. Dagegen reichte C.________ am 7. August 2017 beim Regierungsrat des Kantons Schwyz Beschwerde ein mit den Anträgen auf Aufhebung des kommunalen Beschlusses Nr. 415 vom 5. Juli 2017 und des kantonalen Gesamtentscheides des ARE vom 8. Mai 2017 (B2015-1307), auf Abweisung des Baugesuchs sowie auf Verweigerung der Baubewilligung (vgl. Anträge Ziff. 1-3 [S. 2]).
\n Mit Vernehmlassung vom 6. September 2017 beantragte der Bezirksrat Küssnacht die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer. Gleichzeitig wies er den Regierungsrat darauf hin, dass zwecks Klärung der Sachlage und Bereinigung der abweichenden Planunterlagen die genaue Lage des im Bereich des Bauvorhabens liegenden Gewässers Nr. L.________ mittels Kanal-TV ermittelt und die entsprechende Auswertung dem den Regierungsrat instruierenden Rechts- und Beschwerdedienst alsbald nachgereicht werde (vgl. Vernehmlassung vom 6.9.2017, S. 3 Abs. 1). Mit ergänzender Vernehmlassung vom 22. September 2017 teilte der Bezirksrat Küssnacht mit, dass der Leitungskataster und mithin die Planungsgrundlage im Bereich des Gewässers Nr. L.________ nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entspreche. Die bestehende Garage wie auch das Bauprojekt würden sich auf dem eingedolten Gewässer Nr. L.________ bzw. mindestens in dessen Abstandsbereich von 3 m befinden.
\n Daraufhin ersuchte der Rechts- und Beschwerdedienst das kantonale Amt für Wasserbau (nachfolgend: AWB) zur Einreichung eines Fachberichts. Dieses liess sich mit Stellungnahme vom 31. Juli 2018 dahingehend vernehmen, als es die Gutheissung der Beschwerde beantragte im Wesentlichen mit der Begründung, der kantonale Gewässerabstand von 3 m ab Mittelachse des Baches Nr. L.________ werde für die geplante Anbaute unterschritten; eine Ausnahmesituation nach