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\n \n \n III 2019 6
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| \n Entscheid vom 18. Dezember 2019
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Monica Huber-Landolt, Richterin
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| \n MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch RA lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n 1. C.________, \n vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. D.________, 2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, Vorinstanzen,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Enteignungsrecht (Enteignung für Durchleitungsrecht)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ ist seit anfangs der 1990-Jahre Eigentümer der Grundstücke KTN 001 (1'982 m2), 002 (916 m2) und KTN 003 (404 m2), ________ in G.________. Diese Grundstücke liegen nördlich der Bahnlinie E.________ in der (lärmvorbelasteten) Landhauszone L2. Das Grundstück KTN 001, dessen nördlicher Teil der Freihaltezone zugeordnet ist, grenzt im Norden an den F.________ (See) an. Westlich der Grundstücke KTN 001, 002 und 003 befindet sich ein Wäldchen. Östlich der Grundstücke betreibt der Zweckverband \"C.________ auf Grundstück KTN 004 (16'161 m2), ________ in G.________, die Kläranlage für die Gemeinden G.________, H.________ und I.________. Durch die Grundstücke KTN 002 und 003 führt ein Hauptsammelkanal des C.________ in die ARA.
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B. Der durch die Grundstücke KTN 002 und 003 führende Hauptsammelkanal des C.________ ist als Basiserschliessungsanlage im kommunalen Erschliessungsplan vom 26. April 2005 als orientierender Planinhalt aufgenommen (vgl. VGE III 2018 77 vom 6.11.2018 Erw. 4.1.3). Aus dem Grundbuch der Gemeinde G.________ ergibt sich, dass in diesem kein Durchleitungsrecht zugunsten des C.________ und zu Lasten der beiden Grundstücke eingetragen ist.
\n Im Zuge der Erweiterung der zentralen Abwasserreinigungsanlagen auf KTN 004 durch den C.________ ab ca. 2005 ergaben sich Differenzen zwischen diesem und A.________ betreffend baubedingte Schäden an den Liegenschaften von A.________ (vgl. Gesuch vom 17.7.2015, S. 5; diverse Unterlagen in act II-04/B10 zu RRB 228/2018). 2011 reichte A.________ ein Baugesuch ein (Abbruch und Neubau Garagentrakt), gegen welches der C.________ Einsprache erhob, da der Neubau auf KTN 002 und 003 über dem Hauptsammelkanal zu liegen kommen sollte. Nach Abschluss einer Vereinbarung zwischen den Parteien vom 3. September 2013 betreffend Schutzmassnahmen für den Hauptsammelkanal im Rahmen dieses Bauprojektes verzichtete der C.________ auf eine Einsprache gegen ein neu aufgelegtes Projekt (Vi-act. II-03/B3-3; vgl. auch Gesuch vom 17.7.2015, S. 5; act II-04/B10 zu RRB 228/2018). Auch wurden Gespräche betreffend eines Durchleitungsrechtes geführt; eine Einigung war indes nicht möglich. So war A.________ bereit, dem C.________ die Durchleitungsrechte zu gewähren gegen die von dipl. Arch. ETH/SIA J.________ in dessen (durch beide Parteien in Auftrag gegebenen) Gutachten vom 15. Dezember 2013 ermittelte Entschädigung von Fr. 682'000.-- plus Fr. 4'671.-- Baurechtszins pro Jahr. Das vom C.________ bei der K.________ AG in Auftrag gegebene Gutachten vom 17. März 2014 ermittelte eine Entschädigung von Fr. 4'250.-- (vgl. Beschluss GR G.________ vom 3.12.2015; act. I-02 zu RRB 228/2018).
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C. Am 16. September 2014 reichte A.________ beim Bezirksgericht L.________ Klage ein mit dem Hauptbegehren, der C.________ sei zu verpflichten, den durch die Grundstücke KTN 002 und 003 führenden Hauptsammelkanal zu entfernen. Mit der Begründung, die Sache sei öffentlichrechtlicher Natur, trat der Bezirksgerichtspräsident mit Verfügung vom 1. Juni 2015 auf die Klage nicht ein. Im Berufungsverfahren entschied das Kantonsgericht Schwyz am 19. April 2016 gegenteilig und es wies die als zivilrechtliche Streitigkeit qualifizierte Sache ans Bezirksgericht zurück. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht am 30. November 2016 ab, soweit es darauf eintrat (Urteil BGer
5A_393/2016 vom 30.11.2016). In der Folge sistierte das Bezirksgericht L.________ den Zivilprozess am 11. Juli 2017 bis zum rechtskräftigen Abschluss des Enteignungsverfahrens (Vi-act. II-03/B3-10).
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D. Am 13. Januar 2015 ersuchte der C.________ den Regierungsrat um Erteilung des Enteignungsrechts für den Erwerb eines Durchleitungsrechts für den Hauptsammelkanal auf den Liegenschaften KTN 002 und 003, Gemeinde G.________, gestützt auf § 42 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz (EGzGSchG; SRSZ 712.110) vom 19. April 2000. Mit RRB Nr. 423/2015 vom 12. Mai 2015 erteilte ihm der Regierungsrat dieses (Vi-act. II-03/B3-13.2).
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E. Am 17. Juli 2015 ersuchte A.________ den Gemeinderat G.________ u.a. um Korrektur des Erschliessungsplanes vom 26. April 2005 dahingehend, dass der Verlauf des westlichen Hauptsammelkanals, der durch die Grundstücke KTN 002 und 003 führt, nicht mehr durch die genannten Grundstücke verläuft, sondern durch den öffentlichen M.________ (Strasse) (act II-04/B10 zu RRB 228/2018 vom 27.3.2018). Der Gemeinderat wies das Gesuch ab (GRB Nr. 397 vom 3.12.2015); die dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat ab, soweit er darauf eintrat und sie nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wurde (RRB Nr. 228/2018 vom 27.3.2018). Am 6. November 2018 wies das Verwaltungsgericht die dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab, soweit es darauf eintrat (VGE III 2018 77 vom 6.11.2018).
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F 1. Mit Einschreiben vom 14. März 2017 informierte der C.________ den Rechtsvertreter von A.________ über den Vorstandsbeschluss, wonach gegen letzteren ein Enteignungsverfahren eröffnet werde, um das Durchleitungsrecht für den Hauptsammelkanal auf den Grundstücken KTN 002 und 003 im Grundbuch eintragen zu können.
\n Am 16. Mai 2017 nahm A.________ hierzu Stellung mit dem Antrag, von einer Enteignung sei abzusehen. Seinerseits schlug er - unter Beibringung eines Gutachtens N.________ AG vom 3. Mai 2017 - vor, den Hauptsammelkanal aus den Grundstücken KTN 002 und 003 in den M.________(Strasse) zu verlegen (Vi-act. II-03/B3-11).
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F 2. Am 3. Januar 2018 fand zwischen dem C.________ und A.________ eine Einigungsverhandlung gemäss