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\n \n \n III 2019 75
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| \n Entscheid vom 21. November 2019
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Monica Huber-Landolt, Richterin
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| \n lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n \n \n - A.________ AG,
\n - B.________ AG,
\n Beschwerdeführerinnen, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________,
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| \n gegen
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| \n \n \n - Gemeinderat Unteriberg, Waagtalstrasse 27,
\n Postfach 46, 8842 Unteriberg, \n - Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,
\n Postfach 1186, 6431 Schwyz, \n - Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
\n Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanzen, \n \n - D.________,
\n Beschwerdegegner, \n vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. E.________, \n | \n
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\n \n \n Gegenstand
| \n Planungs- und Baurecht (Rechtsverweigerung; nachträgliches \n Baubewilligungsverfahren)
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Sachverhalt:\n
A. Am 10. August 2018 beschwerte sich D.________ beim Gemeinderat Unteriberg (nachfolgend: Gemeinderat) über den Zimmereibetrieb der A.________ AG an der I.________strasse in Unteriberg wegen unerträglichem Lärm der lauten Maschinen bei offenen Toren sowie feinem Staub, welcher durch die offenen Tore einfach aus der Zimmerei nach draussen geblasen werde (Vi-act. I.-01 Bel. 6). Am 4. September 2018 forderte D.________ den Gemeinderat auf, gestützt auf § 87 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes (PBG, SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 die unverzügliche Einstellung der betrieblichen Tätigkeit an der I.________strasse zu verfügen. Weiter verlangte er die Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens, da die Inbetriebnahme der Zimmerei und Schreinerei an der I.________strasse durch die A.________ AG eine bewilligungspflichtige Zweckänderung darstelle (Vi-act. I.-01 Bel. 8).
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B. Die Baukommission der Gemeinde Unteriberg teilte D.________ mit Schreiben ohne Rechtsmittelbelehrung vom 10. September 2018 mit, sie sehe keine Grundlage, um den gewerblichen Betrieb der A.________ AG an der I.________strasse in Unteriberg mit einem Nutzungsverbot zu untersagen; zur Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens äusserte sie sich nicht (vgl. Vi-act. I.-01 Bel. 9). Daraufhin liess D.________ am 21. September 2018 beim Regierungsrat des Kantons Schwyz eine als \"Aufsichtsbeschwerde\" bezeichnete Rechtsverweigerungsbeschwerde einreichen mit den Anträgen (Vi-act. I.-01):
\n 1.
Die Gemeinde Unteriberg sei anzuhalten in Bezug auf die Zweckänderung bzw. baurechtlich relevanten Tätigkeiten und Immissionen der A.________ AG als Betreiberin sowie der B.________ AG als Grundeigentümerin bezüglich deren neu in Betrieb genommenen Sägerei auf dem Grundstück GB 001.________ (I.________strasse, 8842 Unteriberg) ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren zu eröffnen und durchzuführen.
\n 2.
a) Es sei gegenüber der A.________ AG, ein Nutzungsstopp für den Betrieb der genannten Sägerei zu erlassen. Einer Beschwerde hiergegen sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen und für den Widerhandlungsfall sei auf