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\n \n \n III 2019 92
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| \n Entscheid vom 29. August 2019
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Monica Huber-Landolt, Richterin
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| \n MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n \n \n - AA.________,
\n - BA.________, Staatsangehörige von Ghana,
\n - BB.________, Staatsangehörige von Ghana,
\n alle vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________ \n | \n
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| \n gegen
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| \n \n \n - Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, Postfach 454, 6431 Schwyz,
\n - Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanzen, \n | \n
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\n \n \n Gegenstand
| \n Ausländerrecht (Familiennachzug)
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Sachverhalt:\n
A. AA.________ (geb. 1967 in Accra/Ghana; von Wattwil SG) heiratete am 14. Januar 2013 in Accra/Ghana BA.________ (geb. 1969 in Accra/Ghana, von Ghana). Bereits am 2000 wurde die gemeinsame Tochter BB.________ (von Ghana) in Accra/Ghana geboren. Es folgten die Kinder BC.________ (geb. 2002 in Accra/Ghana, von Wattwil SG), BD.________ (geb. 2005 in Accra/Ghana, von Wattwil SG) und BE.________ (geb. 2008 in Accra/Ghana, von Wattwil SG) (vgl. den Familienausweis vom 19.12.2017, AFM-act. 7-12 betreffend Bf Ziff. 2; sowie Familienausweis vom 25.4.2019, Bf-act. 3.1 des Zivilstandesamtes des Kantons St. Gallen).
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B. Am 27. März 2018 (Posteingang am 28.3.2018) reichten BA.________ und BB.________ beim Staatssekretariat für Migration (SEM) je einen Antrag auf Erteilung eines Visums für den langfristigen Aufenthalt (Visum D) ein, welche am 12. April 2018 beim Amt für Migration (AFM) eingegangen sind (AFM-act. 24 betr. Bf Ziff. 2 bzw. 12 betr. Bf Ziff. 3). Mit Schreiben vom 25. April 2018 bestätigte das AFM den Eingang des Antrags zwecks Familiennachzugs und forderte von AA.________ die Einreichung des Gesuchs um Familiennachzug Drittstaaten sowie weiterer Unterlagen (AFM-act. 26 betr. Bf Ziff. 2 bzw. 14 betr. Bf Ziff. 3). Am 4. Juli 2018 gingen beim AFM das Gesuch um Familiennachzug Drittstaaten für BA.________ und BB.________ sowie zusätzliche Unterlagen ein (AFM-act. 44 betr. Bf Ziff. 2 bzw. 31 betr. Bf Ziff. 3).
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C. Mit Schreiben vom 28. August 2018 gewährte das AFM AA.________ das rechtliche Gehör und stellte ihm die Ablehnung des Familiennachzugsgesuchs in Aussicht (AFM-act. 48 betr. Bf Ziff. 2 bzw. 34 betr. Bf Ziff. 3). Am 26. Oktober 2018 liess AA.________ beim AFM eine Stellungnahme sowie weitere Unterlagen (u.a. Akten aus dem Kanton Zug) einreichen (AFM-act. 54ff. betr. Bf Ziff. 2).
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D. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2018 beschloss das AFM was folgt (AFM-act. 124 betr. Bf Ziff. 2 bzw. 44 betr. Bf Ziff. 3):
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\n - Das Gesuch um Familiennachzug Drittstaaten von AA.________ für BA.________, geb. 1969, Staatsangehörige von Ghana und BB.________, geb. 2000, Staatsangehörige von Ghana, wird abgelehnt.
\n - Die Kosten dieser Verfügung setzen sich zusammen aus einer Gebühr von Fr. 800.00 sowie Auslagen von Fr. 10.00 (total Fr. 810.00) und werden AA.________ nach Eintritt der Rechtskraft in Rechnung gestellt.
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\n (3./4. Rechtsmittelbelehrung/Zustellung)
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E. Dagegen liessen AA.________, BA.________ und BB.________ am 24. Dezember 2018 Beschwerde beim Regierungsrat einreichen. Der Beschluss des Regierungsrates Nr. 238/2019 vom 2. April 2019 (Versand am 9. April 2019) lautete wie folgt:
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\n - Die Beschwerde wird abgewiesen.
\n - Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- werden den Beschwerdeführern 1 bis 3 auferlegt und mit deren Kostenvorschuss (Fr. 1500.--) verrechnet.
\n - Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.
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\n (4.-6. Rechtsmittelbelehrung und Zustellung)
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F. Am 30. April 2019 lassen AA.________, BA.________ und BB.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde einreichen mit folgenden Anträgen:
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\n - Der Beschluss der Vorinstanz sei aufzuheben.
\n - Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, den Beschwerdeführerinnen 1 und 2 die Einreise zu bewilligen und Aufenthaltsbewilligungen im Familiennachzug zu erteilen.
\n - Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an das Migrationsamt zurückzuweisen.
\n - Alles unter Entschädigungs- und Kostenfolge zulasten der Vorinstanz.
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G. Mit Schreiben vom 13. Mai 2019 lassen die Beschwerdeführer weitere Akten einreichen. Mit Vernehmlassung vom 21. Mai 2019 beantragt das den Regierungsrat instruierende Sicherheitsdepartement die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer. Am 6. Juni 2019 beantragt das AFM, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer (Bf) abzuweisen, unter Verweis auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung, an welchen vollumfänglich festgehalten wird.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Die Beschwerdeführer machen geltend, der Regierungsrat habe gewisse Vorbringen unberücksichtigt gelassen bzw. seinen Entscheid ungenügend begründet und damit den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt sowie den Sachverhalt unrichtig festgestellt bzw. den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 30.4.2019 S. 9 und 11).
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1.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von