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\n \n \n III 2020 12 III 2020 18
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| \n Entscheid vom 19. Oktober 2020
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Monica Huber-Landolt, Richterin Irene Thalmann, Richterin
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| \n MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n 1. A.________ (verstorben am 18.01.2020), \n Beschwerdeführerin (Verfahren III 2020 12), 2.1 B.________, 2.2 C.________, 2.3 D.________, Beschwerdeführer (Verfahren III 2020 18), Beschwerdeführer Ziff. 2.1 bis 2.3 kraft ihrer Stellung als Erben von A.________ auch Beschwerdeführer im Verfahren \n III 2020 12 alle Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. E.________,
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| \n gegen
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| \n \n \n - Gemeinderat Lachen, Alter Schulhausplatz 1, Postfach 263, 8853 Lachen,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. F.________, \n - Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,
\n Postfach 1186, 6431 Schwyz, \n - Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
\n Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanzen (Verfahren III 2020 12+18), \n \n - G.________,
\n Beschwerdegegnerin (Verfahren III 2020 12+18), \n vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. H.________, \n - B.________,
\n - C.________,
\n - D.________,
\n Beigeladene (Verfahren III 2020 12), vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. E.________,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Planungs- und Baurecht (Baubewilligung für Fenster)
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Sachverhalt:\n
A. B.________ und C.________ sowie D.________ sind Gesamteigentümer (als [reduzierte] Erbengemeinschaft I.________ nachstehend Geschwister J.________) der in der Kernzone 1 gelegenen Liegenschaft KTN 001. Das \"Haus K.________\" ist im kantonalen Inventar geschützter und schützenswerter Bauten (KIGBO; bzw. seit 1.1.2020 kantonales Schutzinventar [KSI]) als Nr. xy erfasst. Zudem befindet sich das Haus im ISOS-Perimeter (ISOS: Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz) Lachen Gebiet Nr. 1 (\"kompakter Ortskern mit Hauptgassen und zwei Plätzen\"), für welches das Erhaltungsziel A (\"Erhalten der Substanz - Integrales Erhalten aller Bauten, Anlageteile und Freiräume, Beseitigung störender Eingriffe\") gilt. A.________ (verstorben am 18.1.2020) verfügte über ein Nutzniessungsrecht an KTN 001. Im Jahr 2012 wurden an diesem Haus ohne Baubewilligung die Fenster mit Holzumrahmung durch solche aus Kunststoffumrahmung sowie im Jahr 2014 die Holzfensterläden durch Aluminiumfensterläden ersetzt.
\n Auf eine Meldung und auf Verlangen von G.________, Eigentümerin der östlich angrenzenden Liegenschaft KTN 002 vom 23. März 2017 forderte die kommunale Abteilung Bau und Umwelt die Geschwister J.________ mit Schreiben vom 11. April 2017 auf, für die Kunststofffenster und für den Ersatz der Holzfensterläden durch Aluminiumläden ein Baugesuch einzureichen. Dieser Aufforderung kam A.________ am 24. April 2017 nach. Auf Ersuchen der Abteilung Bau und Umwelt reichte sie am 4. Mai 2017 vier Fotos ein. Das Baugesuch wurde im Amtsblatt Nr. yz publiziert und öffentlich aufgelegt. Hiergegen erhob G.________ am 31. Mai 2017 Einsprache. Am 13. Juli 2017 führte der damalige Denkmalpfleger zusammen mit dem Leiter der kommunalen Abteilung Hochbau sowie D.________ eine Begehung durch und erstellte Fotos.
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B. Am 6. September 2017 stellten die Geschwister J.________ bei der Gemeinde das Gesuch um Entlassung des \"Hauses K.________\" aus dem KIGBO. Am 28. Mai 2018 zogen die Geschwister J.________ dieses von der Gemeinde zuständigkeitshalber an den Regierungsrat überwiesene Schreiben wieder zurück, worauf der Gemeinderat dieses Verfahren mit Beschluss (GRB) Nr. 154 vom 7. Juni 2018 als gegenstandslos geworden abschrieb.
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C. Mit Gesamtentscheid vom 13. September 2017 verweigerte das kantonale Amt für Raumentwicklung (ARE) die kantonale Baubewilligung im Sinne der Erwägungen (Disp.-Ziff. 1). Die Einsprache wurde aus kantonaler Sicht gutgeheissen (Disp.-Ziff. 2). Die Gemeinde wurde mit der Anordnung und dem Vollzug der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes beauftragt (Disp.-Ziff. 4). Unter Eröffnung dieses Gesamtentscheides entschied der Gemeinderat mit GRB Nr. 368 vom 12. Dezember 2018 unter Ausstand der Gemeinderäte L.________ und M.________ wie folgt:
\n 1
Die nachträgliche Baubewilligung für die Kunststofffenster und Metallläden am Hause 001, wird nicht erteilt.
\n 2
A.________ und die Mitglieder der reduzierten Erbengemeinschaft I.________, bestehend aus B.________, C.________ und D.________, werden solidarisch verpflichtet, die Kunststofffenster und Metallläden am Hause 001, zu entfernen und durch Fenster mit Holzumrandung und äusseren rahmenbündigen festmontierten Sprossen sowie Fensterläden aus Holz mit Horizontalbrettern zu ersetzen. Hiefür wird ihnen eine Frist von sechs Monaten ab Eintritt der Rechtskraft dieses Beschlusses angesetzt.
\n 3
Erfüllen die Pflichtigen die Anordnungen gemäss Ziffer 2 nicht oder nicht fristgerecht, erfolgt:
\n a)
Ersatzvornahme auf ihre Kosten;
\n b)
Ordnungsbusse von CHF 100.00 für jeden Tag der Nichterfüllung;
\n c)
Anzeige gemäss