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\n \n \n III 2020 215
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| \n Entscheid vom 25. Februar 2022
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n lic.iur. Karl Gasser, Richter Irene Thalmann, Richterin
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| \n lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n \n \n - Schweizer Heimatschutz, Villa Patumbah, Zollikerstrasse 128, 8008 Zürich,
\n - Schwyzer Heimatschutz, A.________,
\n - Pro Natura-Schweizerischer Bund für Naturschutz,
\n Dornacherstrasse 192, Postfach, 4018 Basel, \n - Pro Natura Schwyz, Rossbergstrasse 27, 6410 Goldau,
\n Beschwerdeführer, (Beschwerdeführer Ziffer 1, 3 und 4 vertreten durch den Beschwerdeführer Ziffer 2)
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| \n gegen
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| \n \n \n - Gemeinderat Arth, Rathausplatz 6, Postfach 263, 6415 Arth,
\n - Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,
\n Postfach 1186, 6431 Schwyz, \n - Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
\n Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanzen, \n \n - B.________,
\n Beschwerdegegnerin, \n vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. C.________, \n | \n
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\n \n \n Gegenstand
| \n Planungs- und Baurecht (Baubewilligung: Neubau Ferienresidenz mit Restaurant und Verlegung einer Hauszufahrt)
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Sachverhalt:\n
A. D.________ ist Eigentümer der Liegenschaften KTN F.________ und KTN G.________ (________) in der Gemeinde Arth.
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B.1 Mit Eingang vom 21. April 2017 ersuchte die B.________ (seit 19.7.2021 als \"O.________ AG\" firmierend) - mit D.________ als einzigem Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift - die Gemeinde Arth um Bewilligung für den Neubau einer Ferienresidenz mit Restaurant auf den Grundstücken KTN F.________ und KTN G.________. Das Baugesuch (Nr. ________) wurde im Amtsblatt Nr. ________ publiziert und öffentlich aufgelegt. Innert Frist erhoben u.a. der Schweizer Heimatschutz, der Schwyzer Heimatschutz, der VCS Verkehrsclub der Schweiz, die VCS Sektion Schwyz, die Pro Natura - Schweizerischer Bund für Naturschutz und die Pro Natura Schwyz öffentlich-rechtliche Einsprache. Mit Beschluss vom 16. Dezember 2019 (Postaufgabe: 17.12.2019) wies der Gemeinderat Arth die Einsprachen ab, insofern überhaupt darauf eingetreten wurde, und erteilte gestützt auf den Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 5. Juli 2019 die Baubewilligung für den Neubau einer Ferienresidenz mit Restaurant unter Auflagen und Bedingungen (vgl. RR-act. III/01 B1/B2).
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B.2 Mit Eingang vom 12. August 2019 ersuchte die B.________ die Gemeinde Arth zudem um Bewilligung für die Verlegung der Hauszufahrt auf
den Grundstücken KTN F.________ und KTN G.________ zu den Grundstücken KTN J.________ und KTN K.________. Dieses Baugesuch (Nr. ________) wurde im Amtsblatt Nr. ________ publiziert und öffentlich aufgelegt. Auch dagegen erhoben u.a. der Schweizer Heimatschutz, der Schwyzer Heimatschutz, der VCS Verkehrsclub der Schweiz, die VCS Sektion Schwyz, die Pro Natura - Schweizerischer Bund für Naturschutz und die Pro Natura Schwyz innert Frist öffentlich-rechtliche Einsprache (vgl. RR-act. II/02 [nicht nummeriert] Baugesuch). Mit Beschluss vom 16. Dezember 2019 (Postaufgabe: 17.12.2019) wies der Gemeinderat die Einsprachen ab und erteilte die Bewilligung für die Verlegung der Haus-zufahrt auf den Grundstücken KTN F.________ und KTN G.________ zu den Grundstücken KTN J.________ und KTN K.________ (vgl. RR-act. II/02 [nicht nummeriert]).
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C. Gegen diese beiden, oberwähnten Beschlüsse des Gemeinderates Arth vom 16. Dezember 2019 erhoben der Schweizer Heimatschutz, der Schwyzer Heimatschutz, die Pro Natura - Schweizerischer Bund für Naturschutz - und die Pro Natura Schwyz am 8. Januar 2020 Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den Anträgen, die Beschlüsse vom 16. Dezember 2019 sowie der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 5. Juli 2019 seien aufzuheben und die entsprechenden Baugesuche seien nicht zu bewilligen (Anträge Ziff. 1 und 2). Zudem beantragten sie die Einholung eines Gutachtens der ENHK (Eidg. Natur- und Heimatschutzkommission)/EKD (Eidg. Kommission für Denkmalpflege) (Antrag Ziff. 3).
\n Mit Beschluss RRB Nr. 890/2020 vom 1. Dezember 2020 entschied der Regierungsrat wie folgt:
\n 1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.
\n 2.
Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt (…).
\n 3.
Die Beschwerdeführer haben der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von Fr. 1200.-- zu bezahlen (unter solidarischer Haftbarkeit).
\n (4.-6. Rechtsmittelbelehrung; Zustellung).
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D. Gegen diesen Beschluss Nr. 890/2020 vom 1. Dezember 2020 (Postaufgabe: 7.12.2020) lassen der Schweizer Heimatschutz, der Schwyzer Heimatschutz, die Pro Natura - Schweizerischer Bund für Naturschutz und die Pro Natura Schwyz mit Eingabe vom 29. Dezember 2020 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den folgenden Anträgen:
\n 1.
Es sei in Gutheissung der Beschwerde der Beschluss der Regierung des Kt. Schwyz vom 1. Dezember 2020 (RRB 890/2020) aufzuheben und damit die Beschlüsse des Gemeinderats Arth vom 16. Dezember 2019 betreffend Fe-rienresidenz mit Restaurant, ________, KTN F.________ und G.________, Kt. Reg.-Nr.: ________, Baupro-Nr. ________, und betreffend Verlegung Hauszufahrt zu KTN F.________ und G.________, ________, Baupro-Nr. ________ sowie der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung Kt. Schwyz vom 5. Juli 2019 gesamthaft aufzuheben und das Baugesuch der Beschwerdegegnerin sei nicht zu bewilligen.
\n 2.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
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E. Mit Vernehmlassung vom 5. Januar 2021 verzichtet das kantonale Amt für Raumentwicklung (ARE) ausdrücklich auf eine Antragsstellung zur Beschwerdesache. Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 13. Januar 2021 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer, soweit darauf überhaupt einzutreten sei. Die Beschwerdegegnerin lässt mit Vernehmlassung vom 8. April 2021 beantragen, die Beschwerde sei - soweit darauf überhaupt einzutreten sei - abzuweisen, und die nachgesuchte Baubewilligung sei zu erteilen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer.
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F. Mit Eingabe vom 9. Juni 2021 nehmen die Beschwerdeführer zu den Vernehmlassungen Stellung bzw. halten an ihren Beschwerdeanträgen fest. Die Beschwerdegegnerin lässt sich hierzu mit Duplik vom 19. November 2021 vernehmen. Am 3. Januar 2022 nehmen die Beschwerdeführer hierzu Stellung. Hierzu äussert sich die Beschwerdegegnerin mit Quadruplik vom 31. Januar 2022. Die Beschwerdeführer haben sich innert nicht weiter erstreckbarer Frist (16.2.2022) nicht mehr vernehmen lassen.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Die beiden Baugrundstücke KTN F.________ und KTN G.________ befinden sich gemäss aktuellem, kommunalem Teilzonenplan Rigi vom 16. September 1997 innerhalb der Bauzonen in der Wohn- und Gewerbezone mit vier Geschossen (WG4). Sie gehören dem im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN; Anhang 1 zur Verordnung über das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler [SR 451.11; VBLN] vom 29.3.2017) als Objekt Nr. 1606 'Vierwaldstättersee mit Kernwald, Bürgenstock und Rigi' ausgewiesenen Gebiet an. Die auf KTN F.________ und KTN G.________ derzeit bestehende und abzubrechende Baute ' E.________ ' ist weder im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) noch im Kantonalen Inventar geschützter Bauten und Objekte (KIGBO; per 1.1.2020 abgelöst vom Kantonalen Schutzinventar [KSI]) und auch nicht in einem anderweitigen Schutzinventar (als Einzelobjekt) enthalten.
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1.2 Die Bauherrschaft beabsichtigt, einerseits die auf KTN F.________ derzeit noch bestehende, dem traditionellen Stil der Belle Epoque entsprechende Baute 'E.________' abzubrechen und durch zwei neue, kubische - über das Erdgeschoss miteinander verbundene - Neubauten mit Flachdach, grossen Fensterfronten und Solaranlage auf KTN F.________ sowie KTN G.________ zu ersetzen (vgl. u.a. 'Situationsplan' MST 1:500 Nr. 03.001 vom 20.1.2017 sowie Pläne 'Süd- und Westfassaden' MST 1:100 Nr. 03.300 und Pläne 'Nord- und Ostfassaden' MST 1:100 Nr. 03.301 vom 11.4.2017). Andererseits ist geplant, die Hauszufahrt zu KTN J.________ und KTN K.________ auf den Grundstücken KTN F.________ und KTN G.________ gegen Norden hin zu verlegen und mit Stütz- und Schutzmauer zu versehen (vgl. 'Katasterplan' vom 7.8.2019 sowie 'Situationsplan' 1:250 vom 22.5.2019).
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1.3 Mit seinen vorliegend mitangefochtenen Beschlüssen vom 16. Dezember 2019 erteilte der Gemeinderat Arth - gestützt auf den Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 5. Juli 2019 - der Beschwerdegegnerin die Bewilligung für die oberwähnten Baugesuche auf KTN F.________ und KTN G.________; gleichzeitig prüfte er die Einwände der Einsprecher in materieller Hinsicht (vgl. S. 3ff.).
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1.4 Mit dem angefochtenen RRB Nr. 890/2020 vom 1. Dezember 2020
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- nahm der Regierungsrat eine Verfahrensvereinigung vor (vgl. Erw. 1);
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- machte er Ausführungen zur Frage der Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführer, die letztlich offengelassen werden könne (vgl. Erw. 2);
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- bestätigte er die Auffassung des Gemeinderates, dass kein Anlass bestehe, den Teilzonenplan \"Rigi\" in den beiden Baubewilligungsverfahren einer akzessorischen Prüfung zu unterziehen, und erachtete eine raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung nach