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\n \n \n III 2020 42
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| \n Entscheid vom 18. Juni 2020
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
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| \n Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Monica Huber-Landolt, Richterin
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| \n MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n \n \n - Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) C.________,
\n Vorinstanz, \n - D.________,
\n Beschwerdegegner, \n | \n
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\n \n \n Gegenstand
| \n Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Kontaktaufbau / \n begleitetes Besuchsrecht)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. ________1991 in E.________) und D.________ (geb. ________1990 in F.________) sind die Eltern von G.________ (geb. ________2008). Die am 6. April 2009 vor dem Zivilstandsamt H.________ geschlossene Ehe der Eltern wurde mit Urteil des Bezirksgerichts I.________ vom 15. September 2011 geschieden. Gemäss Scheidungsurteil wurde die elterliche Sorge über den gemeinsamen Sohn G.________ der Kindsmutter zugeteilt (Vi-act. 126-131). Der zur Regelung des Sorgerechts und des Unterhaltsanspruches eingesetzte Beistand wurde von der (damaligen) Vormundschaftsbehörde I.________ mit Beschluss vom 24. Oktober 2011 aus dem Amt entlassen und die Beistandschaft aufgehoben (Vi-act. 138-140). Mit Beschluss vom 5. März 2012 errichtete die (damalige) Vormundschaftsbehörde I.________ für G.________ eine Besuchsrechtsbeistandschaft und setzte J.________ als Beistand ein, um die Besuche des Kindsvaters (zunächst im Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts) entsprechend den Voraussetzungen und Vorgaben gemäss der Scheidungskonvention zu überwachen (Vi-act. 155-157). In der Folge konnte das begleitete Besuchsrecht nicht aufgebaut werden, weil der Kindsvater kurz nach der Errichtung der Massnahme von der Polizei des Landes verwiesen wurde (Vi-act. 166).
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B. Am 24. Oktober 2014 meldete sich D.________ telefonisch bei der KESB C.________ und wünschte, seinen Sohn zu treffen, welchen er seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Er sei inzwischen wieder verheiratet, habe eine Tochter und lebe in K.________ (Vi-act. 170). Ein erster per 10. November 2014 vereinbarter Besprechungstermin scheiterte, weil der Kindsvater krank war (siehe Vi-act. 175). Bei der Besprechung vom 21. November 2014 bei der KESB C.________ erläuterte D.________ u.a., dass er seit 11. Dezember 2012 mit L.________ verheiratet sei, indessen mit M.________, welche in N.________ wohne, zusammen sei und mit ihr eine Tochter O.________ habe (Vi-act. 178-180). Die KESB C.________ versuchte, einen Termin mit der Kindsmutter A.________ zu vereinbaren (Vi-act. 185f.). Mit Email vom 23. Dezember 2014 lehnte es die Kindsmutter ab, dem Kindsvater ein Besuchsrecht für G.________ einzuräumen (Vi-act. 193). In der Folge liessen sich die Eltern je durch einen Anwalt bzw. eine Anwältin vertreten. Am 9. August 2015 wurde D.________ Vater eines weiteren Sohnes (P.________, vgl. Vi-act. 335). Am 12. Oktober 2015 fand ein Gespräch bei der KESB C.________ mit der Kindsmutter und ihrer Anwältin statt (Vi-act. 229). Mit Eingabe vom 2. März 2016 erläuterte der damalige Rechtsvertreter von D.________ u.a., dass die Ehe mit L.________ noch nicht geschieden sei, dass eine Entführungsgefahr für G.________ völlig auszuschliessen sei, da der Kindsvater seinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz habe und dass davon auszugehen sei, dass der Kindsvater die Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz behalten könne. Im Ergebnis wurde am Begehren, mit G.________ Besuchskontakte zu haben, festgehalten (Vi-act. 286). Ein von der KESB C.________ für 28. April 2016 vereinbartes Gespräch mit dem Kindsvater kam nicht zustande, weil D.________ krankgeschrieben war (Vi-act. 305). Mit Entscheid vom 9. Mai 2016 hat
\n das Q.________ einen Rekurs von D.________ gegen eine Verfügung des R.________ vom 8. August 2014, mit welcher die Aufenthaltsbewilligung von D.________ widerrufen und ihm eine Frist zum Verlassen der Schweiz angesetzt wurde, abgewiesen (Vi-act. 327-340). Am 14. Juni 2016 fand bei der KESB C.________ eine Besprechung mit der Kindsmutter sowie ihrer Anwältin statt (Vi-act. 345f.). Per 30. Juni 2016 ist M.________ mit ihren Kindern von N.________ nach S.________ umgezogen (Vi-act. 370). Am 7. Juli 2016 hat die KESB C.________ G.________ (via die damalige Rechtsvertreterin der Kindsmutter) für ein am 26. Juli 2016 vorgesehenes Gespräch eingeladen (Vi-act. 378). Infolge Ferienabwesenheit der Kindsmutter wurde dieses Gespräch auf den 23. August 2016 verschoben (Vi-act. 383). In der Folge kam es zu einem Anwaltswechsel bei den Eltern, was zu weiteren Verzögerungen führte. Am 21. September 2016 fand eine Besprechung bei der KESB C.________ mit dem Kindsvater statt (Vi-act. 451). Am 17. Oktober 2016 folgte die Anhörung der Kindsmutter (Vi-act. 465). Mit Eingabe vom 19. Oktober 2016 lehnte die Kindsmutter die vorgesehene Anhörung des Kindes (G.________) ab (Vi-act. 474). Am 27. Oktober 2016 konnte G.________ bei der KESB C.________ angehört werden (Vi-act. 496).
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C. Mit Beschluss Nr. IIA/001/44/2016 vom 15. November 2016 hat die KESB C.________ hinsichtlich G.________ im Dispositiv was folgt festgehalten:
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\n - In der Beistandschaft nach