\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
III 2020 45
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Entscheid vom 28. Mai 2020
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
 
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
 
gegen
 
1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, Postfach 454, 6431 Schwyz,
2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
\n Postfach 1260, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Ausländerrecht (Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und
\n Wegweisung)
\n  
\n
Sachverhalt:
\n A. A.________, geb. am ___ 19__ in Kosovo, reiste am 24. September 2017 zwecks Vorbereitung der Heirat in die Schweiz ein, wofür ihm vom Kanton Glarus eine Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt wurde (AFM-act. 74, 76). Am 27. Oktober 2017 heiratete A.________ die Schweizer Staatsangehörige BA.________ in Glarus (AFM-act. 82-84), worauf ihm die Migrationsbehörde des Kantons Glarus im Rahmen des Familiennachzuges eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) bis 26. Oktober 2018 erteilte (AFM-act. 85).
\n B. Nach Prüfung eines Gesuches um Kantonswechsel vom 16. Januar 2018 (vgl. AFM-act. 14) erteilte das Amt für Migration des Kantons Schwyz (nachfolgend AFM) A.________ eine Aufenthaltsbewilligung bis 26. Oktober 2018 zwecks Verbleibs bei seiner schweizerischen Ehefrau (AFM-act. 90). Sie wurde vor Ablauf verlängert bis 26. Oktober 2020 (AFM-act. 94).
\n C. Am 13. Mai 2019 teilte BA.________ der Glarner Migrationsbehörde mit, dass sie sich von A.________ scheiden lassen wolle. Mit E-Mail desselben Tages informierte die Glarner Migrationsbehörde das AFM entsprechend (AFM-act. 96, 98). Mit einem weiteren Schreiben vom 30. August 2019 leitete die Glarner Migrationsbehörde dem AFM eine E-Mail von BA.________ vom 29. August 2019 weiter, worin letztere bekannt gab, dass sie sich von A.________ getrennt habe, sie ab \"1.9.2019 nach Glarus ziehen\" werde und A.________ weiterhin in C.________, indes an neuer Adresse, wohne. Mit Schreiben vom 11. September 2019 teilte das AFM A.________ (an die bisherige Adresse) namentlich mit, das AFM ziehe in Erwägung, seine Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen, da er mit seiner Frau \"weniger als 3 Jahre verheiratet\" gewesen sei. A.________ wurde das rechtliche Gehör eingeräumt, sich zu dem in Erwägung gezogenen Bewilligungswiderruf zu äussern (AFM-act. 101, 104). Nachdem dieses Schreiben an der bisherigen Adresse A.________ nicht zugestellt werden konnte, wurde ihm das rechtliche Gehör mit Schreiben vom 27. September 2019 (an die neue Adresse) erneut gewährt (AFM-act. 109 f.). Am 11. Oktober 2019 ging dem AFM eine Stellungnahme von A.________ zu (AFM-act. 114). Im Sinne einer Sachverhaltsabklärung stellte das AFM mit Schreiben vom 15. Oktober 2019 BA.________ einen Fragenkatalog zu (AFM-act. 116), den sie am 17. Oktober 2019 beantwortete (AFM-act. 117).
\n D. Mit Verfügung vom 25. November 2019 widerrief das AFM die Aufenthaltsbewilligung von A.________. Er wurde angewiesen, das Land bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft dieser Verfügung zu verlassen (AFM-act. 127).
\n E. Gegen diese Verfügung vom 25. November 2019 erhob A.________ am 14. Dezember 2019 (Poststempel [vgl. Zustellcouvert, in: Vi-act. I-01]) Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz (vgl. AFM-act. 132). Mit RRB Nr. 84/2020 vom 4. Februar 2020 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab und er wies A.________ an, die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des Beschlusses zu verlassen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde abgewiesen und die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- wurden A.________ auferlegt, zahlbar innert 30 Tagen (Bf-act. 1; AFM-act. 148).
\n F. Gegen den RRB Nr. 84/2020 vom 4. Februar 2020 (Versand am 11.2.2020) erhebt A.________ mit Eingabe vom 2. März 2020 (Postaufgabe am 3.3.2020) rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen:
\n
    \n
  1. Es sei mir die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, und ich sei durch RA.________, zu verbeiständigen.
  2. \n
  3. Der angefochtene Entscheid sei ersatzlos aufzuheben.
  4. \n
  5. Eventual sei der Entscheid aufzuheben und zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
  6. \n
  7. Alles unter Kosten & Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.
  8. \n
\n G. Mit Schreiben vom 4. März 2020 setzt der verfahrensleitende Richter dem Beschwerdeführer Frist an, um das Formular \"Auskünfte zur Erlangung der unentgeltlichen Rechtspflege\" (URP-Formular) ausgefüllt und unterzeichnet einzureichen. Am 25. März 2020 (Postaufgabe am 26.03.2020) reicht der Beschwerdeführer das URP-Formular sowie weitere Unterlagen ein.
\n H. Mit Schreiben vom 9. März 2020 verzichtet das AFM unter vollumfänglicher Festhaltung an den Ausführungen in der Verfügung vom 25. November 2019 sowie der Vernehmlassung vom 8. Januar 2020 im regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren. Mit Vernehmlassung vom 13. März 2020 beantragt das Sicherheitsdepartement des Kantons Schwyz, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers abzuweisen.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Die Aufenthaltsbewilligung wird für Aufenthalte mit einer Dauer von mehr als einem Jahr erteilt (