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III 2020 71
 
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Entscheid vom 24. August 2020
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Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
 
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
 
gegen
 
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    \n
  1. Gemeinderat B.________,
  2. \n
  3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
    \n Postfach 1260, 6431 Schwyz,
  4. \n
Vorinstanzen,
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    \n
  1. C.________, c/o Carmela Erni,
    \n Oberschönenbuch 30a, 6438 Ibach,
    \n vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
  2. \n
  3. E.________,
  4. \n
  5. F.________,
  6. \n
  7. G.________, c/o Markus Schuler-Suter, Axenfels 18, 6443 B.________,
  8. \n
  9. I.________, vertreten durch J.________, c/o Isabelle Schwander, Axenstrasse 12, 6440 Brunnen,
  10. \n
Beigeladene,
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Gegenstand
Planungs- und Baurecht (Ausstandsbegehren)
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Sachverhalt:
\n A.1 Am 10. Februar 2015 erstattete A.________ Strafanzeige gegen jene Personen bzw. Behördenmitglieder der Gemeinde B.________, welche ein sie betreffendes Schreiben intern verbreitet hatten. Mit Nichtanhandnahmever­fügung vom 5. August 2016 eröffnete die Staatsanwaltschaft ________ keine Strafuntersuchung wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses (RR-act. II/02/ Beilage).
\n A.2 Am 19. August 2015 (und mit analoger Eingabe am 9.9.2015) reichten A.________ bei der Staatsanwaltschaft ________ Strafanzeige ein gegen L.________ (Gemeindeschreiber), M.________ (Rechtsanwalt), N.________ (Bausekretär) und \"Mitglieder des Gemeinderates\". Mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 9. Oktober 2015 verfügte die Staatsanwaltschaft ________, dass keine Strafuntersuchung durchgeführt wird (RR-act. I/01/12).
\n A.3 Des Weiteren reichten A.________ im Zeitraum vom 29. Mai 2015 bis 10. Oktober 2016 bei der Staatsanwaltschaft ________ mehrere Anzeigen wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses sowie Amtsmissbrauchs gegen namentlich nicht genannte Personen des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung B.________ ein. Die Anzeigen standen unter anderem im Zusammenhang mit Bauverfahren in der Gemeinde B.________. Ein Strafantrag vom 21. Januar 2016 richtete sich auch gegen D.________ wegen Nötigung und Erpressung im Zusammenhang mit einer schriftlichen Eingabe. Mit einer Strafanzeige vom 5. Oktober 2016 machte A.________ geltend, der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung hätten das kantonale Planungs- und Baugesetz und das kommunale Baureglement missachtet. Mit Nichtanhand­nahmeverfügung vom 27. Februar 2018 eröffnete die Staatsanwaltschaft ________ keine Strafuntersuchung (RR-act. II/02/Beilage).
\n A.4 Am 18. Oktober 2018 reichten A.________ bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz ein Wiedererwägungsgesuch betreffend Amtsmissbrauch und ungetreue Amtsführung gegen O.________ (Gemeinderat), P.________ (Gemeindepräsident), Q.________ (Gemeindeschreiber) und N.________ (Bausekretär) ein. Die Staatsanwaltschaft nahm dieses Gesuch als Strafanzeige entgegen und verfügte mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 2. Januar 2019, dass keine Strafuntersuchung durchgeführt wird (RR-act. I/01/9).
\n B. Mit Schreiben vom 2. April 2019 liessen P.________, O.________, Q.________ und N.________ bei der Staatsanwaltschaft ________ Straf­anzeige gegen A.________ erheben (namentlich betreffend strafbare Handlungen gegen die Ehre und den Geheim- oder Privatbereich; RR-act. I/01/4 bis 8).
\n C. Am 19. Juli 2019 reichte C.________ (Bauherrschaft) dem Gemeinderat B.________ das Baugesuch für den Abbruch und den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit offenem Velounterstand auf KTN R.________ und KTN S.________ B.________ ein. Gleichzeitig reichte er ein Gesuch um einen drittverbindlichen Vorentscheid betreffend \"Gebäudeabstand zwischen KTN T.________ und KTN R.________ und maximale Gebäude- und Firsthöhen auf KTN T.________\" ein. Diese Gesuche wurden im Amtsblatt Nr. 30 vom 26. Juli 2019 (S. 1781) publiziert und öffentlich aufgelegt. Gegen beide Gesuche erhoben neben anderen A.________ am 14. August 2019 Einsprache beim Gemeinderat B.________.
\n D. Mit Schreiben vom 9. Januar 2020 liess die Bauherrschaft das Bauamt B.________ um die Einberufung eines \"runden Tisches\" ersuchen. Auf die entsprechende Einladung vom 14. Januar 2020 hin vertraten A.________ mit Schreiben vom 18. Januar 2020 an die Gemeinde die Auffassung, \"die Strafkläger\" (d.h. P.________, O.________, Q.________ und N.________) seien befangen und hätten sich vertreten zu lassen.
\n E. Mit Zwischenbescheid vom 28. Januar 2020 beschloss der Gemeinderat unter Ausstand von P.________, O.________ und Q.________ was folgt:
\n 1. Es wird festgestellt, dass in den vorliegenden Baubewilligungs- und Vorentscheidverfahren keine Befangenheit (