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\n \n \n III 2020 79
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| \n Entscheid vom 18. Juni 2020
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Monica Huber-Landolt, Richterin
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| \n MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n 1. Volkswirtschaftsdepartement, Bahnhofstrasse 15, \n Postfach 1180, 6431 Schwyz, 2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, \n Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanzen,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Ausländerrecht (Aufenthaltsbewilligung; Umwandlung F in B)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. __1984, kosovarischer Staatsangehöriger, geschieden [Vi-act. II-01 375]) reiste am 23. April 2003 zusammen mit seiner damaligen Partnerin/Ehefrau in die Schweiz ein und stellte am 28. April 2003 ein Asylgesuch (Vi-act. II-01 24, 34). Am 5. Mai 2003 wurden sie dem Kanton Schwyz zugewiesen (Vi-act. II-01 32, 33).
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B. Mit Asylentscheid vom 4. November 2005 hat das ehem. Bundesamt für Migration (BFM) das Asylgesuch der Eheleute abgelehnt. Sie wurden aus der Schweiz weggewiesen, die Wegweisung indes infolge Unzumutbarkeit nicht vollzogen, sondern - namentlich wegen dem Gesundheitszustand mit komplexem Krankheitsbild der Ehefrau - zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben (Vi-act. II-01 77). Auf eine hiergegen von A.________ erhobene Beschwerde trat die damalige Schweizerische Asylrekurskommission mit Urteil vom 18. Januar 2006 nicht ein (Vi-act. II-01 70). Am 3. Mai 2013 bestätigte das BFM die vorläufige Aufnahme (Vi-act. II-01 283). Mit Beschluss (RRB) vom 3. September 2013 (Vi-act. II-01 372) wies der Regierungsrat eine Beschwerde von A.________ und seiner damaligen Ehefrau ab, die sich gegen eine Verfügung des Volkswirtschaftsdepartements richtete, welches deren Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abgewiesen hatte. Am 21. Februar 2014 wurde die Ehe geschieden.
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C. 2012 war der Beschwerdeführer erstmalig in der Psychiatrischen Klinik Zugersee hospitalisiert, wo im August der Verdacht auf eine schizotype Störung diagnostiziert wurde. Im Mai 2013 wurde die Diagnose paranoide Schizophrenie (F20.0) gestellt (sowie Verdacht auf PTBS, F43.1). Im Juli 2013 folgte die IV-Anmeldung. Nach persönlichem Untersuch stellte der RAD-Arzt am 21. März 2014 die Diagnosen paranoide Schizophrenie (F20.0; bestehend seit 4/12; schwerer, progredienter Verlauf) sowie subsyndromale PTBS (F43.1) (Bf-act. 11). Mit Verfügung vom 16. September 2014 sprach die IV A.________ mit Wirkung ab 1. März 2014 eine volle IV-Rente zu (Vi-act. II-01 474).
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D. Am 6. Juni 2019 liess A.________ beim Amt für Migration (AFM) erneut ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, Umwandlung F in B, stellen (Vi-act. II-01 498). Mit Schreiben vom 20. November 2019 teilte der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements mit, das Departement beabsichtige, das Gesuch von A.________ um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung dem SEM nicht zur Zustimmung zu unterbreiten (Vi-act. II-01 531). Hierzu liess A.________ am 3. Dezember 2019 Stellung nehmen und verlangen, das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten (Vi-act. II-01 535).
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E. Mit Verfügung Nr. 02/2020 vom 6. Februar 2020 lehnte der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung von A.________ ab (Vi-act. II-01 540). Hiergegen liess A.________ am 18. Februar 2020 Beschwerde beim Regierungsrat erheben (Vi-act. II-01 553).
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F. Mit RRB Nr. 264/2020 vom 7. April 2020 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab und erlegte die Verfahrenskosten von total Fr. 1'500.-- A.________ auf (Bf-act. 1).
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G. Gegen diesen RRB Nr. 264/2020 vom 7. April 2020 (Versand am 14.4.2020) lässt A.________ mit Eingabe vom 1. Mai 2020 (Postaufgabe am selben Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben, mit den folgenden Anträgen:
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\n - Der Beschluss Nr. 264/2020 des Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 7. April 2020 sei aufzuheben.
\n - Dem Beschwerdeführer sei die nachgesuchte Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.
\n - Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
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H. Mit Vernehmlassung vom 6. Mai 2020 beantragt das Sicherheitsdepartement die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Am 12. Mai 2020 teilt der Departementsvorsteher den Verzicht des Volkswirtschaftsdepartements auf die Einreichung einer Vernehmlassung mit.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Vorläufig aufgenommene Personen können jederzeit ein Gesuch um eine Aufenthaltsbewilligung stellen (Illes, in: Caroni/Gächter/Thurnherr, Handkommentar zum Ausländerrecht,