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\n \n \n III 2021 159
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| \n Entscheid vom 20. Dezember 2021
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Monica Huber-Landolt, Richterin lic.iur. Karl Gasser, Richter
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| \n MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,
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| \n gegen
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| \n 1. Amt für Migration, Steistegstrasse 13, Postfach 454, 6431 Schwyz, 2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, \n Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Ausländerrecht (Widerruf der Aufenthaltsbewilligung; Wegweisung)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (Jg. 1982, tunesischer Staatsangehöriger) beantragte am 16. November 2016 ein Visum für den langfristigen Aufenthalt in der Schweiz zwecks Vorbereitung der Heirat (AFM-act. 24). Am 21. November 2016 ersuchte C.________ (Jg. 1967) um Familiennachzug bzw. Einreise von A.________ zwecks Vorbereitung Heirat (AFM-act. 48). Am 15. Dezember 2016 bestätigte die Zivilstandsbeamtin die beabsichtigte Eheschliessung zwischen C.________ und A.________ (AFM-act. 64). Am 13. März 2017 wurde die Einreiseerlaubnis erteilt (AFM-act. 93), worauf A.________ am 3. Juni 2017 in die Schweiz einreiste (AFM-act. 94). Am 3. November 2017 heirateten A.________ und C.________ (AFM-act. 99). In der Folge wurde A.________ am 10. November 2017 eine Aufenthaltsbewilligung als Familienangehöriger (Familiennachzug mit Erwerbstätigkeit), gültig bis 20. November 2019, ausgestellt (AFM-act. 103).
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B. Am 8. August 2018 meldete sich A.________ beim Einwohneramt der Gemeinde D.________ ab (AFM-act. 105). Am 19. August 2019 ersuchte C.________ um Bewilligung der Wiedereinreise von A.________. Dieser sei vor Jahresfrist nach Hause gereist, weil sein Vater krank gewesen sei. Da die Abwesenheitsdauer unbekannt gewesen sei, habe sie ihn bei der Gemeinde abgemeldet, um nicht Krankenkassenprämien bezahlen zu müssen. Nun habe sie selbst im Oktober eine Operation, weshalb sie ihren Mann an ihrer Seite haben möchte und weil sie sich alleine fühle (AFM-act. 112). Bereits tags zuvor ersuchte A.________ um Wiedereinreise mit derselben Begründung (AFM-act. 113). Am 26. September 2019 erfolgte das förmliche Gesuch um Familiennachzug (AFM-act. 136), am 14. Oktober 2019 wurde die Einreise bewilligt (AFM-act. 137) und am 20. November 2019 reiste A.________ wieder in die Schweiz ein (AFM-act. 141). Am 9. Dezember 2019 wurde A.________ die Aufenthaltsbewilligung (Familiennachzug mit Erwerbstätigkeit) erteilt, gültig bis 9. September 2024 (AFM-act. 146).
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C. Am 25. Februar 2021 wurde die Ehe zwischen A.________ und C.________ geschieden (AFM-act. 160). Am 29. März 2021 informierte A.________ das Amt für Migration (AFM), sich von seiner Frau getrennt zu haben und eine eigene Wohnung zu suchen (AFM-act. 158). Am 18. Mai 2021 teilte das AFM A.________ mit, den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und seine Wegweisung aus der Schweiz zu beabsichtigen (AFM-act. 164). Hierzu nahm A.________ am 31. Mai 2021 Stellung (AFM-act. 165). Mit Verfügung vom 7. Juni 2021 widerrief das AFM die Aufenthaltsbewilligung von A.________. Er wurde aus der Schweiz weggewiesen und verpflichtet, das Land spätestens 60 Tage nach Rechtskraft der Verfügung zu verlassen (AFM-act. 170). Eine am 28. Juni 2021 dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde (AFM-act. 186) wies der Regierungsrat mit RRB Nr. 570/2021 vom 24. August 2021 ab. A.________ wurde angewiesen, die Schweiz spätestens nach 60 Tagen seit Rechtskraft des Beschlusses zu verlassen (AFM-act. 198).
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D. Am 21. September 2021 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Rechtsbegehren:
\n 1.
Die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben.
\n 2.
Der Beschwerdegegner sei anzuweisen die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern.
\n 3.
Alles unter Entschädigungs- und Kostenfolge zulasten der Vorinstanz.
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E. Mit Vernehmlassung vom 1. Oktober 2021 beantragt das Sicherheitsdepartement die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Am 5. Oktober 2021 beantragt auch das Amt für Migration die Beschwerdeabweisung unter Kostenfolge. Zu den Vernehmlassungen lässt der Beschwerdeführer am 16. November 2021 Stellung nehmen.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 In der Verfügung vom 7. Juni 2021 führt das AFM aus (AFM-act. 170), nachdem der Beschwerdeführer am 3. Juni 2017 in die Schweiz eingereist sei, sich am 8. August 2018 erneut nach Tunesien begeben und sich bei der Gemeinde abgemeldet habe, sei die Aufenthaltsbewilligung erloschen. Bis dahin habe er während neun Monaten und fünf Tagen in ehelicher Gemeinschaft mit C.________ gelebt. Nach der Wiedereinreise am 20. November 2019 und Wiederausstellung einer Aufenthaltsbewilligung sei die Ehe am 25. Februar 2021 geschieden worden, womit die neuerliche eheliche Gemeinschaft 15 Monate und fünf Tage gedauert habe. Da weder eine ununterbrochene noch eine zusammengerechnete dreijährige Ehegemeinschaft in der Schweiz gemäss