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\n \n \n III 2021 167
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| \n Entscheid vom 21. September 2022
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Irene Thalmann, Richterin
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| \n MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG B.________
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| \n gegen
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| \n \n \n - Hochbaukommission Ingenbohl, Parkstrasse 1,
\n Postfach 254, 6440 Brunnen, \n - Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,
\n Postfach 1186, 6431 Schwyz, \n - Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
\n Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanzen, \n \n - C.________,
\n Beschwerdegegner, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________, \n - E.________,
\n Beigeladene, \n | \n
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\n \n \n Gegenstand
| \n Planungs- und Baurecht (Baubewilligung)
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Sachverhalt:\n
A. E.________ sind (seit 30.4.2020, vgl. Bf-act. 4; zuvor die H.________ AG, vgl. RR-act. II/01 Baugesuch) die Grundeigentümer des in der Wohnzone W2 gelegenen Grundstücks KTN 001 Ingenbohl (424 m2). Am 27. Oktober 2017 reichte die A.________ AG (Bauherrin) bei der Gemeinde Ingenbohl das Baugesuch für den Neubau eines zweigeschossigen Einfamilienhauses mit Schrägdach ein (RR-act. II/01), welches im Amtsblatt Nr. xy publiziert und öffentlich aufgelegt wurde (Abl F.________). Innert Frist sind keine Einsprachen eingegangen.
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B. Mit Gesamtentscheid vom 7. Dezember 2017 erteilte das Amt für Raumentwicklung (ARE) die kantonale Baubewilligung für das Baugesuch B2017-1397 der A.________ AG im Sinne der Erwägungen und unter den Auflagen und Nebenbestimmungen der zuständigen Stellen gemäss Kap. II, Ziffern 1 ff. (RR-act. II/01).
\n Der Gemeinderat Ingenbohl erteilte mit Beschluss (GRB) Nr. 102 vom 23. Januar 2018 die Ausnahmebewilligung für die Unterschreitung des Strassenabstandes sowie die Bewilligung für den Abbruch der bestehenden Garage und den Neubau des Einfamilienhauses auf KTN 001 unter Auflagen, Bedingungen und Vorbehalten sowie u.a. unter gleichzeitiger Eröffnung des Gesamtentscheides des ARE (RR-act. II/01). Der Beschluss ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Mit GRB Nr. 1366 vom 4. November 2019 wurde die Gültigkeitsdauer der Baubewilligung Nr. 102 vom 23. Januar 2018 um ein Jahr verlängert (RR-act. II/01).
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C. Am 10. Dezember 2019 reichte die Bauherrschaft ein Baugesuch für eine Projektänderung des mit GRB Nr. 102 vom 23. Januar 2018 bewilligten Bauvorhabens ein (RR-act. II/01). Die kantonale Baubewilligung wurde mit Gesamtentscheid vom 10. Januar 2020 erteilt. Mit Beschluss Nr. 236 vom 21. Januar 2020 erteilte die Hochbaukommission der Gemeinde Ingenbohl die Bewilligung für die Projektänderung zum bewilligten Einfamilienhaus auf dem Grundstück KTN 001 Ingenbohl unter Bedingungen und Auflagen sowie unter gleichzeitiger Eröffnung des kantonalen Gesamtentscheides. Mit Schreiben vom 25. März 2020 erteilte die Gemeinde Ingenbohl der Bauherrschaft die Baufreigabe. Am 13. Mai 2020 wurde der Gemeinde der Baubeginn gemeldet (RR-act. II/01).
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D. Mit Schreiben vom 21. September 2020 liess C.________ (hälftiger Miteigentümer des benachbarten Grundstücks KTN 002 Ingenbohl) der Gemeinde Ingenbohl mitteilen, dass die Baugesuchstellerin auf KTN 001 nicht nach den baubewilligten Plänen gebaut habe (RR-act. II/01).
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E. Am 29. September 2020 führte die Gemeinde Ingenbohl eine Rohbaukontrolle durch (RR-act. II/01).
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F. Am 28. Oktober 2020 teilte die Gemeinde Ingenbohl C.________ bzw. dessen Rechtsvertreter mit, dass der von ihm erwähnte Raum im Erdgeschoss nicht bis an die bewilligte Stützmauer erstellt worden sei, sondern den bewilligten Plänen entspreche. Dasselbe gelte bezüglich der von ihm erwähnten Terrasse. Die Baukontrolle habe keine baurechtlich relevanten Abweichungen ergeben, weshalb seitens der Gemeinde kein Anlass bestehe, Massnahmen zu ergreifen (RR-act. II/01).
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G. Mit Schreiben vom 14. Dezember 2020 liess C.________ das Vorliegen einer Baubewilligung betreffend Hohlraum und Erweiterung der Terrasse bestreiten und rügte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs betreffend die angeblich erteilte Baubewilligung zur Erweiterung eines Nebenbaus. Der ausgeführte Hohlraum halte den massgebenden Grenzabstand gemäss