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III 2021 206
 
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Entscheid vom 23. Dezember 2021
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
 
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13,
\n Postfach 454, 6431 Schwyz,
2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
\n Postfach 1260, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanzen,
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Gegenstand
Ausländerrecht (Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA und Wegweisung; 2. Rechtsgang VGE III 2020 162 vom 21.12.2020)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1955) reiste am 26. August 2009 in die Schweiz ein und nahm Wohnsitz im Kanton C.________. 2015 zog er in den Kanton Schwyz. Er verfügt über eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA.
\n B. Am 25. September 2019 verfügte das Amt für Migration den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA von A.________ und wies ihn aus der Schweiz weg. Er habe die Schweiz innert vier Wochen nach Rechtskraft der Verfügung zu verlassen. Eine hiergegen erhobene Verwaltungsbeschwerde wies der Regierungsrat mit RRB Nr. 585/2020 vom 18. August 2020 ab.
\n C. Am 15. September 2020 liess A.________ gegen den Regierungsratsbeschluss beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:
\n A. Rechtsbegehren
\n 1. Es sei der Beschluss Nr. 585/2020 des Regierungsrats des Kantons Schwyz vom 18. August 2020 (Beschwerdeentscheid VB 230/2019) mit Ausnahme von Ziff. 4 (unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung) vollumfänglich aufzuheben, es sei die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers nicht zu widerrufen und es sei von einer Wegweisung aus der Schweiz abzusehen.
\n 2. Unter o/e-Kostenfolge. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechts-pflege und Verbeiständung mit dem Unterzeichneten als Advokaten zu bewilligen.
\n B. Verfahrensanträge
\n 1. Es seien die Verfahrensakten der Vorinstanz von Amtes wegen beizuziehen.
\n 2. Zu allfälligen Stellungnahmen der Vorinstanzen sei dem Beschwerdeführer das Replikrecht einzuräumen.
\n Der Regierungsrat und das Amt für Migration beantragten vernehmlassend je die Abweisung der Beschwerde.
\n D. Mit VGE III 2020 162 vom 21. Dezember 2020 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab und auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- A.________. Zudem wurde ihm die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und Advokat B.________, als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Diesem wurde zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) von Fr. 2'000.-- entrichtet. A.________ wurde verpflichtet, die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- und die Kosten der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung von Fr. 2'000.-- dem Gericht zurückzuerstatten, wenn er dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist.
\n E. Gegen diesen Verwaltungsgerichtsentscheid erhob A.________ am 17. Februar 2021 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht. In Beachtung der Besonderheiten des Einzelfalles gelangte das Bundesgericht mit Urteil BGer 2C_168/2021 vom 23. November 2021 zum Schluss, im Lichte der besonderen Zwangslage des Beschwerdeführers mit Blick auf Treu und Glauben (