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\n \n \n III 2021 68
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| \n Entscheid vom 7. Juni 2021
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n lic.iur. Karl Gasser, Richter Irene Thalmann, Richterin
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| \n MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n lic.iur. A.________, \n Beschwerdeführer,
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| \n gegen
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| \n \n \n - Präsident der Anwaltskommission des Kantons Schwyz, Kollegiumstrasse 28, Postfach 2265, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz, \n - B.________,
\n Beschwerdegegner, \n | \n
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\n \n \n Gegenstand
| \n Anwaltsrecht (Entbindung vom Berufsgeheimnis)
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Sachverhalt:\n
A. Mit Eingabe vom 10. März 2020 ersuchte Rechtsanwalt A.________ den Präsidenten der Anwaltskommission des Kantons Schwyz um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis mit der Begründung, er müsse wegen einer ehrverletzenden Äusserung eines Drittanwalts in einer Rechtsschrift bis am 16. März 2020 Strafantrag stellen, wobei den Strafverfolgungsbehörden drei Rechtsschriften zugänglich gemacht werden müssten, welche seinen ehemaligen Klienten B.________ (Beschwerdegegner) beträfen (vgl. Vi-act. AKP 20 6 1). Mit Verfügung vom 4. Juni 2020 trat der Präsident der Anwaltskommission mit der Begründung des nicht fristgerecht geleisteten Kostenvorschusses nicht auf das Gesuch ein. Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hiess mit VGE III 2020 112 vom 24. August 2020 die von Rechtsanwalt A.________ dagegen erhobene Beschwerde gut, da dieser die fristgerechte Bezahlung des Kostenvorschusses nachweisen konnte, hob die Verfügung vom 4. Juni 2020 auf und wies die Sache zur Beurteilung des Gesuchs um Entbindung vom Berufsgeheimnis an die Anwaltskommission zurück (vgl. VG-act. 7; VGE II 2020 112).
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B. Mit Mitteilung vom 20. November 2020 räumte die Anwaltskommission Rechtsanwalt A.________ Gelegenheit zur Stellungnahme ein, wovon er am 30. November 2020 Gebrauch machte (vgl. Vi-act.
AKP 2020 28 2;3). Am 2. Dezember 2020 forderte die Anwaltskommission Rechtsanwalt A.________ auf, zu erklären, ob er am Antrag, die Entbindung sei ohne Anhörung von B.________ vorzunehmen, festhalte, resp. dass B.________ ohne gegenteilige Mitteilung seitens Rechtsanwalt A.________ Frist zur Stellungnahme angesetzt werde (vgl. Vi.act.
AKP 2020 28 4). Rechtsanwalt A.________ teilte mit E-Mail vom 15. Dezember 2020 der Anwaltskommission mit, er halte diesen Antrag nicht aufrecht (vgl. Vi-act.
AKP 2020 28 5). Am 11. Januar 2021 stellte der Präsident der Anwaltskommission B.________ die relevanten Eingaben von Rechtsanwalt A.________ sowie den Entscheid VGE III 2020 112 vom 24. August 2020 zur Kenntnisnahme zu und er wurde aufgefordert, innert Frist zu erklären, ob er Rechtsanwalt A.________ direkt vom Berufsgeheimnis befreie, oder aber innert gleicher Frist zum Gesuch Stellung zu nehmen und insbesondere allfällige der Offenbarung des Geheimnisses entgegenstehende höhere Interessen geltend zu machen (vgl. Vi-act.
AKP 2020 28 6). B.________ äusserte sich mit Eingabe vom 14. Januar 2021 (vgl. Vi-act.
AKP 2020 28 7), welche Rechtsanwalt A.________ zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (vgl. Vi-act.
AKP 2020 28 8;9;10;11).
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C. Mit Verfügung vom 29. März 2021 trat der Präsident der Anwaltskommission mangels Rechtsschutzinteresses nicht auf das Gesuch von Rechtsanwalt A.________ um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis ein (vgl. VG-act. 7).
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D. Mit Eingabe vom 21. April 2021 (= Postaufgabe) erhebt Rechtsanwalt A.________ fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und beantragt:
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1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 29.3.2021 sei aufzuheben.
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2. Der Beschwerdeführer sei in dem Strafverfahren gegen Herrn RA C.________ vor Staatsanwaltschaft D.________ in Bezug auf die Mandatsbeziehung zu Herrn B.________ vom Anwaltsgeheimnis zu entbinden.
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3. Unter a/o-Kostenfolge zu Laster der Beschwerdegegnerin.
\n Der Präsident der Anwaltskommission verzichtet mit Eingabe vom 26. April 2021 auf eine Vernehmlassung.
\n B.________ verzichtet mit Eingabe vom 29. April 2021 auf eine Vernehmlassung, verweist auf seine Stellungnahme gegenüber der Anwaltskommission vom 14. Januar 2021 und lehnt die Entbindung von Rechtsanwalt A.________ ausdrücklich ab.
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E. Mit Schreiben vom 28. Mai 2021 reicht der Beschwerdeführer dem Verwaltungsgericht ergänzende Unterlagen ein.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft die Behörde bzw. das Gericht von Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für eine Sachverfügung oder einen Sachentscheid erfüllt sind. Das Gericht bzw. die Behörde prüft u.a. insbesondere die Zuständigkeit sowie die Rechtsmittelbefugnis (vgl. § 27 Abs. 1 lit. a und d Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 6.6.1974 [VRP; SRSZ 234.110]). Ist eine dieser Voraussetzungen nicht gegeben, trifft die Behörde bzw. das Gericht einen Nichteintretensentscheid (