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III 2021 86
 
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Entscheid vom 30. September 2021
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
 
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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Parteien
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  1. A.________,
  2. \n
  3. B.________,
  4. \n
  5. C.________,
  6. \n
  7. D.________,
  8. \n
Beschwerdeführer,
alle vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. E.________,
 
gegen
 
F.________,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Einbürgerungen (Erteilung Gemeindebürgerrecht)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. ________1981 in H.________ mit Niederlassungsbewilligung C) reiste am 8. Mai 1989 in die Schweiz ein. Sie ist verheiratet mit I.________ und die Mutter von B.________ (geb. ________2005 in J.________ (SZ)), C.________ (geb. ________2012 in J.________ (SZ)) und D.________ (geb. ________2014 in J.________ (SZ)) (alle mit Niederlassungsbewilligung C). A.________ war von 1989 bis 1991 in K.________ (SZ), 1991 bis 2004 in L.________ (SZ) und 2004 bis 2005 in M.________ (SZ) wohnhaft. Am 1. Mai 2005 zog A.________ nach N.________ (SZ). Sie besuchte von 1989 bis 1991 die 1. bis 3. Primarschule in K.________ (SZ) und ab der 3. Primarschule bis und mit der 2. Realschulklasse die Bezirksschule L.________ (SZ). Über eine Berufsausbildung verfügt sie nicht. Von September 1997 bis Juni 1999 war A.________ bei der O.________ AG in L.________ (SZ) als Fabrikangestellte und vom Juli 1999 bis Dezember 2005 bei der P.________ AG in K.________ (SZ) in der Verpackungsabteilung tätig. Seit Januar 2006 ist A.________ als Hausfrau tätig. Zudem arbeitete sie im Juni 2008 bis Oktober 2009 im Gasthaus Q.________ in L.________ (SZ) als Küchenangestellte und vom August 2011 bis Oktober 2018 temporär bei R.________ bzw. als Fabrikangestellte bei S.________.
\n Die Kinder besuchen bzw. besuchten alle die Primarschule in N.________ (SZ) sowie B.________ die Realschule an der T.________ (Bezirksschule) J.________. B.________ hat mit der U.________ AG (Sanitär/Heizungen, V.________) einen Lehrvertrag für die Ausbildung als Sanitärinstallateur EFZ. Der Ehemann und Vater I.________ arbeitet seit 2007 bei der W.________ GmbH (Akkordunternehmen) als Hilfsarbeiter.
\n B. Im Zusammenhang mit einem beabsichtigten Einbürgerungsgesuch gelangte A.________ gemäss Beschluss Nr. 2 vom 10. September 2020 an die F.________ und informierte diese, dass sie an der Krankheit Multiple Sklerose leide, und dass es für sie sehr schwierig sei, aufgrund ihrer Krankheit Gespräche zu führen und ihr Wissen wiederzugeben. Ein entsprechendes Arztzeugnis liege vor. Demgemäss hatte die Einbürgerungsbehörde zu entscheiden, ob A.________ die schriftliche Prüfung abzulegen hat, oder ob sie aufgrund von