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III 2022 176
 
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Entscheid vom 26. Januar 2023
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
 
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
 
gegen
 
Gemeinde B.________,
\n Vorinstanz,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________,
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Gegenstand
Politische Rechte (Stimmrechtsbeschwerde Gemeindeversammlung vom [...] 2022)
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Sachverhalt:
\n A. Der Gemeinderat B.________ lud die kommunal Stimmberechtigten auf den (…) 2022 zur Gemeindeversammlung ein. Traktandiert waren unter anderem die 'Festsetzung des Steuerfusses und Genehmigung des Voranschlages der Gemeinde für das Jahr 2023' (Traktandum 2) sowie die 'Entscheidung über Teilprojekt \"Strassenraumgestaltung Dorfkern\" - Genehmigung eines Projektierungskredites von CHF 125'000.-- (inkl. MwSt)' (Traktandum 6).
\n B. Gemäss Protokoll der Gemeindeversammlung vom (…) 2022 (vom Gemeinderat am […]2022 genehmigt) beschloss die Gemeindeversammlung zu Traktandum 2:
\n Der vorliegende Voranschlag mit einem Aufwandüberschuss von CHF 61'300.-- inklusive Senkung des Steuerfusses von 149 Prozent auf 139 Prozent einer Einheit sowie Nettoinvestitionen von CHF 894'000.-- werden mit 56 zu 55 Gegenstimmen genehmigt. (Sektorenaufteilung 19, 10, 16, 11 gegen 4, 18, 24, 9)
\n Der Projektierungskredit von CHF 125'000.-- für das Teilprojekt \"Strassenraumgestaltung Dorfkern\" wurde nach Abschluss der Beratung an den Urnengang vom 12. März 2023 überwiesen (vgl. Protokoll, Vi-act. 2).
\n C. Mit Eingabe vom 30. November 2022 erhebt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Stimmrechtsbeschwerde betreffend Traktandum 2 und Traktandum 6 der Gemeindeversammlung vom (…) 2022. Er ersucht das Verwaltungsgericht zu prüfen, ob
\n -  die Genehmigung des Budgets 2023 rechtens ist oder wegen Fehler der Versammlungsleitung (Verweigerung der Auskunftspflicht, keine Nachzählung bei der Abstimmung) ganz oder teilweise zu kassieren sei;
\n -  die Überweisung des Projektierungskredites Teilprojekt \"Strassenraumgestaltung Dorfkern\" wegen Nichteinhaltung der Vorschriften gemäss FHG, § 18 Abs. 3, als ungültig zu erklären sei.
\n D. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 22. Dezember 2022:
\n 1. Die Stimmrechtsbeschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
\n 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers.
\n Mit Replik vom 6. Januar 2023 nimmt der Beschwerdeführer Stellung zum Protokoll der Gemeindeversammlung und zur Vernehmlassung der Vorinstanz.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. die Zuständigkeit, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie die Rechtshängigkeit oder das Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides in der gleichen Sache (vgl.