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\n \n \n III 2023 172
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| \n Entscheid vom 15. Januar 2024
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n lic.iur. Karl Gasser, Richter Irene Thalmann, Richterin
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| \n lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n Dr.med. A.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
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| \n gegen
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| \n 1. Amt für Gesundheit und Soziales, Kollegiumstrasse 28, \n Postfach 2161, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz, 2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, \n Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Gesundheitsrecht (Berufsausübungsbewilligung)
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Sachverhalt:\n
A. Mit Schreiben vom 17. Mai 2023 liess Dr.med. A.________ [gemäss Identitätskarte, Vi-act. II-02/2-6, A.________] (Jg. 1966) beim Amt für Gesundheit und Soziales (AGS) das Gesuch um Erteilung einer Berufsausübungsbewilligung in eigener fachlicher Verantwortung (Injektionen zur ästhetischen Lokal- und Oberflächenbehandlung durch Kosmetikerin mit bei der MEBEKO registriertem Arztdiplom) einreichen. Die Bewilligung könne spezifiziert und explizit für Injektionen zur ästhetischen Lokal- und Oberflächenbehandlung erteilt werden (Vi-act. II-02/2). Am 16. Juni 2023 ersuchte das AGS Dr.med. A.________ um Einreichung des einschlägigen, unterzeichneten Antragsformulars (Vi-act. II-02/3). Am 23. bzw. 27. Juni 2023 reichte Dr.med. A.________ das Formular \"Gesuch Berufsausübungsbewilligung in eigener fachlicher Verantwortung/Zulassung zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung in einem universitären Medizinal-
\n oder Psychologieberuf\" als Ärztin ein (Vi-act. II-02/6).
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B. Mit Schreiben vom 3. Juli 2023 teilte das AGS Dr.med. A.________ mit, das Gesuch um Erteilung einer Berufsausübungsbewilligung in eigener fachlicher Verantwortung müsse abgelehnt werden (Vi-act. II-02/7), worauf Dr.med. A.________ den Erlass einer anfechtbaren Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung forderte (Vi-act. II-02/8, 9).
\n Am 18. Juli 2023 (Versand 19.7.2023) verfügte das AGS:
\n 1.
A.________ wird die Bewilligung zur Berufsausübung als Ärztin in eigener fachlicher Verantwortung nicht erteilt.
\n 2.
Für diese Verfügung wird eine Gebühr von Fr. 600.00 in Rechnung gestellt.
\n [3./4. Rechtsmittelbelehrung, Zustellung]
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C. Am 26. Juli 2023 erhob Dr.med. A.________ beim Regierungsrat Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 18. Juli 2023 und Erteilung einer Teilberufsausübungsbewilligung in eigener fachlicher Verantwortung für den Kanton Schwyz (Vi-act. II-01). Mit RRB Nr. 706/2023 vom 17. Oktober 2023 (Versand am 24.10.2023) wies der Regierungsrat die Beschwerde ab; die Verfahrenskosten von Fr. 1'500 wurden Dr.med. A.________ auferlegt (Bf-act. 2).
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D. Dr.med. A.________ lässt am 9. November 2023 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde einreichen und beantragen:
\n 1.
Es sei der Beschluss Nr. 706/2023 der Vorinstanz i.S. VB 164/2023 vom 17. Oktober 2023 vollumfänglich aufzuheben und es sei der Beschwerdeführerin eine (Teil-)Berufsausübungsbewilligung für Injektionen zur ästhetischen Lokal- und Oberflächenbehandlung in eigener fachlicher Verantwortung zu erteilen.
\n 2.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz bzw. zulasten des Staates.
\n Mit Vernehmlassung vom 13. November 2023 beantragt das Sicherheitsdepartement die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin. Auch das AGS beantragt mit Stellungnahme vom 30. November 2023 die Beschwerdeabweisung unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.
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E. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2023 wendet sich Dr.med. C.________ als ehemaliger Chefarzt Anästhesie im Spital D.________ ans Gericht und teilt seine Auffassung mit, wonach die Beschwerdeführerin medizinisch sehr gut qualifiziert und befähigt sei; es stehe ausser Diskussion, dass sowohl die Injektionen, die Kenntnisse der Substanzen als auch der Umgang mit allfälligen medizinischen Komplikationen durch sie bestens gemanagt werden könnten. Das Schreiben wurde den Parteien zugestellt. Eine Stellungnahme dazu reichte keine Partei ein.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung der Bewilligung zur Ausübung des Arztberufes in eigener fachlicher Verantwortung hat das AGS mit Verfügung vom 18. Juli 2023 abgelehnt, was der Regierungsrat mit dem angefochtenen RRB Nr. 706/2023 vom 17. Oktober 2023 bestätigte (Bf-act. 2). Hierzu verwies er auf die gesetzlichen Bewilligungsvoraussetzungen und stellte fest, die Beschwerdeführerin erfülle diese nicht. Namentlich verfüge sie weder über ein eidgenössisches oder ein anerkanntes ausländisches Diplom als Ärztin noch über einen eidgenössischen oder anerkannten ausländischen Weiterbildungstitel (