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\n \n \n III 2023 50
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| \n Entscheid vom 25. Januar 2024
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
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| \n lic.iur. Karl Gasser, Richter Irene Thalmann, Richter
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| \n Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________ AG, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwalt …,
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| \n gegen
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| \n \n \n - Tiefbauamt, Postfach 1251, 6431 Schwyz,
\n - Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
\n Postfach 1260, 6431 Schwyz, \n Vorinstanzen, \n | \n
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\n \n \n Gegenstand
| \n Strassenverkehrsrecht (Benützungsgebühren)
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Sachverhalt:\n
A. Die A.________ AG betreibt unter anderem Gross-Lkw-Krane sowie Mobile Faltkrane für Dienstleistungen im Bereich von Transport und Kranarbeiten.
\n Am 14. Dezember 2022 informierte die A.________ AG das Tiefbauamt über einen geplanten Güterumschlag in U.________/SZ an der B.________strasse yyy, wofür am 10. Januar 2023 von 13.30 bis 16.30 Uhr eine Fahrspur geschlossen werden müsse.
\n Auf Verlangen des Tiefbauamtes reichte die A.________ AG am 3. Januar 2023 das Gesuch für die Inanspruchnahme von öffentlichem Strassenraum inklusive Planausschnitt und Situationsplan ein.
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B. Am 9. Januar 2023 erliess das Tiefbauamt folgende Verfügung Nr. 23.002 für die vorübergehende Inanspruchnahme von öffentlichem Strassenraum Hauptstrasse Nr. xxx, U.________/SZ, B.________strasse yyy, km 10.550:
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\"Die A.________ AG, wird die Bewilligung für die vorübergehende Inanspruchnahme im Fahrbahn- und Trottoirbereich der Hauptstrasse Nr. xxx, U.________/SZ, B.________strasse yyy, km 10.550 unter folgenden Bedingungen und Auflagen erteilt:\n
a)-k) (Auflagen und Bedingungen)\n
Der Bewilligungsnehmer hat zu bezahlen:\n
a) Grundgebühr Fr. 150.00\n
b) vorübergehende Inanspruchnahme des öff. Strassenraums\n
203 m2 à Fr. 2.80 * 1 Woche/n Fr. 113.70\n
c) Verwaltungsgebühr (Arbeitsaufwand Strassenmeister) Fr. 110.00\n
d) Schreibgebühr (Sekretariat) Fr. 100.00\n
Total: Fr. 473.70\n
1.-4. (Vorbehalt für Gebührenanpassung, Hinweis auf Strafbestimmung des StraG, Rechnungsstellung, Rechtsmittelbelehrung).\"\n
C. Der Güterumschlag erfolgte schliesslich am 13. Januar 2023.
\n Am 18. Januar 2023 erhob die A.________ AG gegen die Verfügung Nr. 23.002 des Tiefbauamts vom 9. Januar 2023 Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat (VB 18/2023) mit dem Antrag:
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\"1. Es sei die vorinstanzliche Verfügung vollumfänglich und einschliesslich Kostenverfügung aufzuheben.\n
Alles u.K.u.EF. zuzüglich MwSt. zu Gunsten der Beschwerdeführerin.\"\n
D. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Beschluss (RRB Nr. 181/2023) vom 7. März 2023 ab.
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E. Gegen den Entscheid des Regierungsrats (Versand 14. März 2023) erhebt die A.________ AG am 4. April 2023 fristgerecht Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag:
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\"1. Es sei der Beschluss Nr. 181/2023 des Regierungsrates des Kantons Schwyz und Beschwerdeentscheid (VB 18/2023) sowie die Verfügung Nr. 23.002 der Beschwerdegegnerin vom 09.01.2023 aufzuheben;\n
Alles u.K.u.EF. zuzüglich MwSt. zu Lasten der Beschwerdegegnerin.\"\n
F. Das vom Regierungsrat mit der Verfahrensinstruktion beauftragte Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 26. April 2023, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin abzuweisen.
\n Die Beschwerdeführerin hat am 2. Mai 2023 zu der Vernehmlassung repliziert.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Angefochten ist ein Entscheid des Regierungsrats über die Bewilligungspflicht und die Festsetzung von Gebühren für die vorübergehende Inanspruchnahme von öffentlichem Strassenraum. Die Beschwerdeführerin, der die Gebühren auferlegt wurden, hat vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen und ist als direkte Adressatin des angefochtenen Entscheids zur Beschwerde legitimiert (vgl. § 37 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Ob der Beschwerdeführerin ein weitergehendes Rechtsschutzinteresse zukommt, weil angenommen werden darf, dass sich die Frage der vorübergehenden Inanspruchnahme von öffentlichem Strassenraum für den Güterumschlag erneut stellen wird, kann hier dahinstehen. Anders als die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, ist dem angefochtenen Entscheid jedenfalls nicht zu entnehmen, dass künftig jeder zur Kenntnis gebrachte Güterumschlag bewilligungspflichtig ist.
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2.1 Der Kanton stützt die Bewilligungspflicht und die Gebührenerhebung auf Stufe des formellen Gesetzes auf das Strassengesetz (SRSZ 442.110; StraG) vom 15. September 1999. Kapitel V regelt die Strassenbenutzung und beinhaltet Vorschriften über den Gemeingebrauch (