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III 2024 135
 
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Entscheid vom 16. Dezember 2024
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
 
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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Parteien
1. A.________
2. B.________,
\n Beschwerdeführer,
\n beide vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________,
 
gegen
 
Gemeinderat Reichenburg, Kanzleiweg 1, Postfach 242, 8864 Reichenburg,
\n Vorinstanz,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,
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Gegenstand
Politische Rechte (Verletzung des Stimmrechts; Abschluss eines Baurechtsvertrages)
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Sachverhalt:
\n A. Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 20. April 2022 traktandierte der Gemeinderat Reichenburg das Sachgeschäft \"Genehmigung einer Ausgabenbewilligung für den kombinierten Neubau Wertstoffsammelstelle/Werkhof EW\" zur Beratung und Überweisung an die Urne. Geplant war die Errichtung einer Wertstoffsammelstelle/Werkhof EW auf der Liegenschaft KTN 00x, deren Eigentümer bereit sei, der Gemeinde hierfür Land im Baurecht abzutreten. Das Geschäft wurde an die Urne überwiesen und von den Stimmberechtigten an der Urnenabstimmung vom 15. Mai 2022 angenommen (vgl. Vi-act. 8-11).
\n B. Am 16. März 2023 schloss die Gemeinde Reichenburg mit dem Eigentümer der Liegenschaft KTN 00x einen Baurechtsvertrag ab (Vi-act. 2).
\n C. Am 14. August 2023 reichte die Gemeinde das Baugesuch für den Neubau \"Wertstoffsammelstelle/Werkhof EW\" ein; es wurde am 18. August 2023 publiziert und lag bis zum 7. September 2023 öffentlich zur Einsicht auf. Gegen das Bauvorhaben gingen drei Einsprachen ein, so u.a. eine von der E.________ AG (Eigentümerin der Nachbarliegenschaft KTN 00y). Am 6. Juni 2024 erteilte der Gemeinderat die Baubewilligung; die Einsprache der E.________ AG wurde abgewiesen. Hierauf erhob die E.________ AG am 1. Juli 2024 Verwaltungsbeschwerde (Vi-act. 4-6).
\n D. Mit Schreiben vom 3. Juli 2024 unterbreiteten A.________ und B.________ dem Gemeinderat Reichenburg folgende (Vi-act. 12)
\n I. Anträge
\n 1. Es sei die Einräumung des Baurechts gemäss dem Baurechtsvertrag vom 16. März 2023 zwischen F.________ und der Gemeinde Reichenburg den Stimmbürgern der Gemeinde Reichenburg zur Abstimmung vorzulegen.
\n 2. Der Gemeinderat Reichenburg wird ersucht, mitzuteilen, wann voraussichtlich die Urnenabstimmung durchgeführt werden wird.
\n 3. Eventualiter sei den Gesuchstellern ein anfechtbarer Entscheid zuzustellen.
\n 4. Unter Kostenfolge zu Lasten der Gemeinde Reichenburg.
\n Am 14. August 2024 teilte der Gemeinderat Reichenburg A.________ und B.________ mit, die verfolgten Begehrlichkeiten würden bereits Gegenstand des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens vor dem Regierungsrat bilden (weshalb dem Gemeinderat Abklärungen oder Anordnungen in der Sache verwehrt seien). Nach gemeinderätlichem Standpunkt hätten die Stimmberechtigten mit erfolgter Zustimmung zum Neubau der Wertstoffsammelstelle/EW Werkhof am 15. Mai 2022 zugleich auch der Einräumung eines Baurechts mit dem Eigentümer der Liegenschaft KTN 00z [recte KTN 00x] zugestimmt, weshalb sich eine nochmalige Urnenabstimmung erübrige (Vi-act. 3).
\n E. Am 30. August 2024 lassen A.________ und B.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Stimmrechtsbeschwerde einreichen mit den Anträgen:
\n 1. Es sei festzustellen, dass der am 16. März 2023 öffentlich beurkundete Vertrag zwischen F.________ und der Gemeinde Reichenburg, mit welchem zu Lasten des Grundstücks Nr. 00x, Reichenburg, und zu Gunsten der Gemeinde Reichenburg ein selbständiges und dauerndes Baurecht im Sinne von