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\n \n \n III 2024 199
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| \n Urteil vom 28. März 2025
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n lic.iur. Karl Gasser, Richter Irene Thalmann, Richterin
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| \n MLaw Marco Lacher, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________ AG, \n Klägerin, \n vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n C.________ GmbH, \n Beklagte,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Vollstreckungsrecht (Forderung aus Stromlieferungsvertrag)
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Sachverhalt:\n
A. Mit Eingabe vom 9. Dezember 2024 (Postaufgabe am gleichen Tag) erhebt die A.________ AG Klage gegen die C.________ GmbH betreffend Forderung aus Stromlieferungsvertrag mit den folgenden Anträgen:
\n 1.
Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin CHF 51'383.95 nebst Zins zu 5 %
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- auf den Betrag von CHF 36'416.75 vom 10.08.2023 bis 29.02.2024, zu 5 % auf den Betrag von CHF 32'829.90 vom 01.03.2024 bis 02.04.2024, zu 5 % auf den Betrag von CHF 28'129.15 vom 03.04.2024 bis 02.05.2024, zu 5 % auf den Betrag von CHF 13'488.35 vom 03.05.2024 bis 03.06.2024 und zu 5 % auf den Betrag von CHF 10'436.60 seit 04.06.2024;
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- auf den Betrag von CHF 33'509.25 seit 12.09.2024;
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- auf den Betrag von CHF 7'438.10 seit 07.11.2024 zu bezahlen.
\n 2.
Es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ____ des Betreibungsamtes D.________ gegen den Zahlungsbefehl vom 09.10.2024 im Umfang von CHF 51'383.95 zu beseitigen.
\n 3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8.1 % MwSt.) zulasten der Beklagten.
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B. Mit Verfügung vom 10. Dezember 2024 setzte der verfahrensleitende Richter der Beklagten Frist zur Einreichung einer Klageantwort bis spätestens 3. Januar 2025 an. Diese Verfügung wurde von der Post ans Verwaltungsgericht retourniert mit dem Vermerk \"nicht abgeholt\". Eine zweite Zustellung per A-Post plus wurde ans Verwaltungsgericht retourniert mit dem Vermerk, dass der Empfänger nicht ermittelbar sei. Hierauf wurde die Fristansetzung zur Einreichung einer Klageantwort im Amtsblatt Nr. ____ vom ____ 2025 (S. ____) publiziert. Nachdem innert Frist (30.1.2025) die Klageschrift beim Verwaltungsgericht nicht abgeholt und keine Klageantwort eingereicht wurde, wurde der Beklagten im Amtsblatt Nr. ____ vom ____ 2025 (S. ____) eine nicht erstreckbare Nachfrist (bis spätestens 27.2.2025) angesetzt unter Androhung des Ausschlusses mit der Klageantwort im Säumnisfall. Auch auf diese Publikation hin zeigte die Beklagte keinerlei Reaktion. Androhungsgemäss bleibt sie daher mit ihrer Klageantwort ausgeschlossen.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Die seit dem 2. Juli 2002 als Aktiengesellschaft im Handelsregister eingetragene Klägerin bezweckt laut ihren Statuten namentlich die Sicherstellung der Elektrizitätsversorgung (Art. 2 Abs. 1). Sie ist im Vollzug öffentlicher Aufgaben im Rahmen der Energiegesetzgebung von Bund, Kanton und Gemeinde tätig.
\n Die am 14. Juni 2019 im Handelsregister eingetragene Beklagte bezweckt die Produktion und den Vertrieb von Hanf-Produkten, verfügt über ein Stammkapital von Fr. 20'000.--, eingeteilt in 200 Stammanteile zu je Fr. 100.--. Seit der Sitzverlegung von E.________ nach F.________ per 2. Mai 2024 ist G.________ (kosovarischer Staatsangehöriger) einziger Gesellschafter und Geschäftsführer (mit Einzelunterschrift), zuvor war H.________ (belarussische Staatsangehörige) einzige Gesellschafterin und Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift.
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2.1.1