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III 2024 45
 
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Entscheid vom 13. Februar 2025
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
 
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
\n und/oder Rechtsanwalt C.________,
 
gegen
 
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  1. Kantonale Schätzungskommission für Enteignungen,
    \n c/o Rechtsanwältin D.________,
  2. \n
Vorinstanz,
2. E.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt F.________,
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Gegenstand
Enteignungsrecht (Entschädigung für die Enteignung eines Durchleitungsrechts)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ ist Eigentümer der Grundstücke KTN 001.________ KTN 002.________ und KTN 003.________ in Freienbach. (…). Das Grundstück KTN 001.________, dessen nördlicher Teil der Freihaltezone zugeordnet ist, grenzt im Norden an den Zürichsee an. Westlich der Grundstücke KTN 001.________, KTN 002.________ und KTN 003.________ befindet sich ein Wäldchen. Östlich der Grundstücke befindet sich das Grundstück 004.________ in Freienbach im Eigentum des Zweckverbands E.________. E.________ betreibt auf diesem Grundstück die Kläranlage für die Gemeinden Freienbach, Wollerau und Feusisberg. Durch die Grundstücke KTN 002.________ und KTN 003.________ führt ein Hauptsammelkanal des E.________ in die Kläranlage auf Grundstück KTN 004.________, welcher im kommunalen Erschliessungsplan vom 26. April 2005 als orientierender Planinhalt aufgenommen worden war. Im Grundbuch der Gemeinde Freienbach war dagegen kein Durchleitungsrecht zugunsten des E.________ und zu Lasten der beiden Grundstücke eingetragen.
\n B. Mit Klage vom 16. September 2014 stellte A.________ beim Bezirksgericht Höfe das (Haupt)Begehren, E.________ sei zu verpflichten, den durch die Grundstücke KTN 002.________ und KTN 003.________ führenden Hauptsammelkanal zu entfernen. Der Bezirksgerichtspräsident trat mit Verfügung vom 1. Juni 2015 auf die Klage nicht ein. Das Kantonsgericht Schwyz hiess mit Beschluss ZK1 2015 32 vom 19. April 2016 eine dagegen angehobene Berufung gut und wies die als zivilrechtliche Streitigkeit qualifizierte Sache ans Bezirksgericht zurück (Vi-act. 4; bestätigt durch das Urteil BGer 5A_393/2016 vom 30.11.2016). In der Folge sistierte das Bezirksgericht Höfe am 11. Juli 2017 das Klageverfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss des Enteignungsverfahrens.
\n C. Am 13. Januar 2015 ersuchte E.________ den Regierungsrat des Kantons Schwyz um Erteilung des Enteignungsrechts für den Erwerb eines Durchleitungsrechts für den Hauptsammelkanal auf KTN 002.________ und KTN 003.________ gestützt auf § 42 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz (EGzGSchG; SRSZ 712.110) vom 19. April 2000. Mit Beschluss (RRB) Nr. 423/2015 vom 12. Mai 2015 erteilte ihm der Regierungsrat dieses Enteignungsrecht.
\n D. Am 17. Juli 2015 ersuchte A.________ den Gemeinderat Freienbach u.a., den Erschliessungsplan vom 26. April 2005 dahingehend zu korrigieren, dass der durch die Grundstücke KTN 002.________ und KTN 003.________ führende Hauptsammelkanal des E.________ nicht mehr durch die genannten Grundstücke verlaufe, sondern durch den öffentlichen Seeweg. Der Gemeinderat wies das Gesuch mit Beschluss (GRB) Nr. 397 vom 3. Dezember 2015 ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat mit RRB Nr. 228/2018 vom 27. März 2018 ab, soweit er auf die Beschwerde eintrat und diese nicht als gegenstandslos geworden abschrieb. Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz wies eine dagegen erhobene Beschwerde mit VGE III 2018 77 vom 6. November 2018 ab, soweit es darauf eintrat.
\n E. Nach ergebnislos verlaufener Einigungsverhandlung zwischen E.________ und A.________ verfügte der Vorstand des E.________ am 14. März 2018 (Vi-act. 1 Bel. 2):
\n 1. Für den Betrieb und Erhalt des Hauptsammelkanals 'J.________' wird A.________ (…) auf seinen Liegenschaften Grundbuch Freienbach, L Nr. 002.________ und 003.________, ein Durchleitungsrecht enteignet, und es wird dem E.________ zulasten dieser Liegenschaften die folgende Dienstbarkeit im Sinne von