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\n \n \n III 2024 59
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| \n Entscheid vom 27. November 2024
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Monica Huber-Landolt, Richterin lic.iur. Karl Gasser, Richter
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| \n MLaw Marco Lacher, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer,
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| \n gegen
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| \n 1. Wuhrkorporation Rütibach, \n Vorinstanz, \n vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. F.________ 2. Bezirksrat March, Bahnhofplatz 3, Postfach 149, 8853 Lachen, \n Beigeladener,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Korporationsrecht (Wuhrgenossenversammlung: Beschlussfassungen)
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Sachverhalt:\n
A. Der Wuhrrat lud mit Einladung vom 26. März 2024 die Wuhrbürgerinnen und Wuhrbürger zur 42. ordentlichen Wuhrgenossenversammlung vom 24. April 2024 ein (Vi-act. 3). Traktandiert war u.a. der Antrag von A.________ und drei weiteren Wuhrgenossen auf Abtretung des sich im Eigentum der Wuhrkorporation Rütibach befindenden Grundstücks GB Nr. 101 Reichenburg an die Flurgenossenschaft Giselrüti (Trakt. 12; Vi-act. 3).
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B. Die Wuhrgenossenversammlung wurde gemäss Protokoll vom 14. Mai 2024 von 59 Wuhrbürgerinnen und Wuhrbürgern inkl. Wuhrrat besucht (Vi-act. 11, S. 2; vgl. auch Präsenzlisten 1-5; Vi-act. 7). Mit einer Vollmacht liessen sich 24 Wuhrbürgerinnen und Wuhrbürger durch vier Wuhrgenossen vertreten (Vi-act. 11, S. 2; Vi-act. 8). Das Total der anwesenden Wuhrbürgerinnen und Wuhrbürger inkl. der übernommenen Vertretungen ergab 83 Stimmen, womit das einfache Mehr bei 42 Stimmen lag.
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C. A.________ stellte an der Wuhrgenossenversammlung den Antrag Traktandum 12 vor. Anschliessend gab die Präsidentin Hintergrundinformationen dazu aus dem Wuhrrat; im Anschluss eröffnete sie die Diskussion. Nach einer kurzen Unterbrechung der Versammlung zogen die Antragssteller ihren Antrag zurück (Vi-act. 11, S. 18 ff.). Eine Abstimmung über das Traktandum 12 fand dementsprechend nicht statt (Vi-act. 11, S. 22; vgl. auch Vi-act. 10, S. 2).
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D. Mit Eingabe vom 29. April 2024 (Postaufgabe am gleichen Tag) erhebt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Beschwerde mit dem Antrag, die Beschlussfassungen/Abstimmungen an der Wuhrgenossenversammlung vom 24. April 2024 seien für ungültig zu erklären resp. aufzuheben. Zudem stellt er den Antrag um Edition sämtlicher Unterlagen betreffend die Wuhrgenossenversammlung vom 24. April 2024 beim Wuhrrat.
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E. Mit Verfügung vom 30. April 2024 lud der verfahrensleitende Richter den Bezirksrat March ins Verfahren bei, da der Beschwerdeführer eine Abschrift seiner Beschwerde auch beim Bezirksrat March (als Aufsichtsbehörde über die Wuhrkorporation Rütibach) eingereicht hatte.
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F. Mit Vernehmlassung vom 22. Juli 2024 lässt die Vorinstanz beantragen:
\n 1. Auf die Beschwerde vom 29. April 2024 sei nicht einzutreten.
\n 2. Eventuell sei die Beschwerde vom 29. April 2024 abzuweisen.
\n 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers.
\n Der beigeladene Bezirksrat March lässt sich innert Frist nicht vernehmen.
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G. Der Beschwerdeführer nimmt mit Replik vom 18. September 2024 Stellung und ersucht um Gutheissung der Beschwerde; zudem seien die Verfahrenskosten der Wuhrkorporation Rütibach aufzuerlegen. Am 14. Oktober 2024 lässt die Vorinstanz die Duplik einreichen, mit welcher sie an ihren Anträgen festhält.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft unter anderem insbesondere die Zuständigkeit, die Rechtsmittelbefugnis und die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruchs (vgl. § 27 Abs. 1 lit. a, d und f des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Verneint die Behörde ihre Zuständigkeit, so erlässt sie einen Nichteintretensentscheid. Bleibt dieser unangefochten, so leitet sie die Sache an die zuständige Instanz weiter, nötigenfalls nach vorangegangenem Meinungsaustausch (