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III 2025 122
III 2025 123
 
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Entscheid vom 26. Juni 2026
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Präsident
 
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
 
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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Parteien
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    \n
  1. Bezirk Einsiedeln, vertreten durch den Bezirksrat,
    \n Hauptstrasse 78, Postfach 161, 8840 Einsiedeln,
  2. \n
Beschwerdeführer III 2025 122,
\n
    \n
  1. A.________,
    \n vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
  2. \n
Beschwerdeführer III 2025 123
 
 
gegen
 
 
1. Bezirk Einsiedeln, Hauptstrasse 78, Postfach 161, 8840 Einsiedeln,
Vorinstanz III 2025 123,
2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,
\n Postfach 1186, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,
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    \n
  1. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz,
  2. \n
Vorinstanz,
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    \n
  1. Prof. Dr. C.________
  2. \n
Beschwerdegegner,
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    \n
  1. D.________
  2. \n
Beschwerdegegner,
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    \n
  1. E.________
  2. \n
vertreten durch F.________
Beschwerdegegner,
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    \n
  1. F.________,
  2. \n
Beschwerdegegner,
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    \n
  1. A.________,
  2. \n
vertreten durch Rechtsanwältin G.________
Beschwerdegegner III 2025 122,
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    \n
  1. H.________
  2. \n
Beigeladener,
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    \n
  1. I.________
  2. \n
Beigeladene,
 
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Gegenstand
Planungs- und Baurecht (Baubewilligung)
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Sachverhalt:
\n A. Am 4. März 2024 reichte A.________ beim Bezirksrat Einsiedeln ein Baugesuch für den Abbruch und Neubau des Wohnhauses \"J.________\" mit Tiefgarage, Erdsondenwärmepumpe und Photovoltaikanlage auf den in der Dorfkernzone mit speziellen Auflagen III liegenden Grundstücken KTN 001.________, 002.________, 003.________, 004.________ und 005.________ an der K.________strasse (…) in Einsiedeln ein. Die Baugrundstücke liegen im Leitbildperimeter \"Oberdorf Süd\". Das Bauvorhaben wurde am (…) publiziert (…) und öffentlich aufgelegt.
\n Dagegen erhoben am 21. März 2024 Prof. Dr. C.________ als Eigentümer der Liegenschaft KTN 006.________ (K.________strasse […]), am 24. März 2024 D.________ als Eigentümer der Liegenschaft KTN 007.________ (K.________strasse […]) sowie am 28. März 2024 der E.________ und der F.________ fristgerecht Einsprache beim Bezirksrat.
\n B. Am 3. April 2024 wies der Bezirksrat A.________ darauf hin, dass sich das Bauvorhaben im Gewässerschutzbereich Au befinde und bot ihm Gelegenheit, ein überarbeitetes und/oder ergänztes Projekt einzureichen.
\n Am 2. August 2024 wurde dem Bezirksrat der Bericht \"Untersuchung Baugrund und Hydrogeologie\" der L.________AG vom 31. Juli 2024 zugestellt. Dazu äusserten sich Prof. Dr. C.________ sowie der E.________ und der F.________ am 20. August 2024.
\n C. Am 5. Juli 2024 ersuchte der Bezirksrat die Kantonale Denkmalpflege (KDP) um Beurteilung der Eingriffsintensität des geplanten Bauvorhabens auf die Ortsbildqualitäten sowie um eine Beratung in denkmalpflegerischen Belangen.
\n Die Stellungnahme der KDP ging am 2. September 2024 beim Bezirksrat ein, worin sie dem Bezirk die Vornahme einer Interessenabwägung empfahl.
\n D. Mit Gesamtentscheid (Baugesuch-Nr. 01-24-066) vom 11. September 2024 erteilte das ARE die kantonale Baubewilligung für das Bauvorhaben im Sinne der Erwägungen sowie unter den Auflagen und Nebenbestimmungen der zuständigen Stellen gemäss Kap. II. Ziff. 2 ff. und wies die Einsprachen aus kantonaler Sicht ab.
\n Unter Eröffnung dieses Gesamtentscheides wies der Bezirksrat mit Beschluss (BRB) Nr. 2024.227 vom 16. Oktober 2024 (Versand 24.10.2024) die Einsprachen im Sinne der Erwägungen ab und erteilte die nachgesuchte Baubewilligung unter Bedingungen und Auflagen.
\n E.1 Dagegen erhob D.________ am 11. November 2024 fristgerecht Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz und beantragte, der BRB Nr. 2024.227 vom 16. Oktober 2024 sei aufzuheben und das Baugesuch sei in dieser Art nicht zu bewilligen (Verfahren II, VB 257/2024).
\n E.2 Am 12. November 2024 erhob Prof. Dr. C.________ ebenfalls fristgerecht Beschwerde beim Regierungsrat gegen den BRB Nr. 2024.227 vom 16. Oktober 2024 (Verfahren I, VB 256/2024) mit den Anträgen:
\n 1. Es sei der Beschluss des Bezirksrats Nr. 2024.227 vom 16.10.2024 (…) sowie der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung betreffend Abbruch und Neubau Wohnhaus \"J.________\" mit Tiefgarage, Erdsondenwärmepumpe und Photovoltaikanlage (indach), K.________strasse (…), 8840 Einsiedeln, Grundstück GB Nr. 002.________, 003.________, 535, 005.________, 001.________ gesamthaft aufzuheben und das Baugesuch der Beschwerdegegner nicht zu bewilligen.
\n 2. Es sei ein Gutachten der ENHK/EDK einzuholen.
\n 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner.
\n E.3 Am 13. November 2024 erhoben auch der E.________ und der F.________ fristgerecht Beschwerde beim Regierungsrat gegen den BRB Nr.  2024.227 (Verfahren III, VB 258/2024) mit inhaltlich denselben Anträgen wie tags zuvor Prof. Dr. C.________.
\n F. Der Regierungsrat vereinigte die Beschwerdeverfahren VB 256-258/2024, hiess mit Beschluss (RRB) Nr. 420/2025 vom 27. Mai 2025 (Versand: 3.6.2025) die Beschwerden gut, hob die angefochtene Baubewilligung (BRB Nr. 2024.227) vom 16. Oktober 2024 sowie den kantonalen Gesamtentscheid (Baugesuch-Nr. 01-24-066) vom 11. September 2024 auf und auferlegte die Verfahrenskosten (Fr. 2'000 inkl. Kanzleikosten) je hälftig dem Bezirk Einsiedeln und A.________.
\n G. Gegen diesen RRB Nr. 420/2025 vom 27. Mai 2025 erhebt der Bezirk Einsiedeln am 24. Juni 2025 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz (Verfahren III 2025 122) mit den Anträgen:
\n 1. Der Beschluss des Regierungsrates RRB Nr. 420/2025 vom 27. Mai 2025 sei aufzuheben und es sei der Bezirksratsbeschluss Nr. 2024.227 vom 16. Oktober 2024 sowie der kantonale Gesamtentscheid vom 11. September 2024 zu bestätigen.
\n 2. Unter solidarischen Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Vorinstanz und der Beschwerdegegner.
\n H. Am 24. Juni 2025 erhebt auch A.________ fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht (Verfahren III 2025 123) mit den folgenden Anträgen:
\n 1. Der Beschluss des Regierungsrates des Kantons Schwyz Nr. 42012025 vom 27.05.2025 sei aufzuheben.
\n 2.1.1 Der Beschluss des Bezirksrats Einsiedeln Nr. 2024.227 vom 16.10.2024 sei zu bestätigen.
\n 2.1.2 Das im Amtsblatt des Kantons Schwyz (…), publizierte Baugesuch für den Abbruch und den Neubau Wohnhaus \"J.________\" mit Tiefgarage, Erdsondenwärmepumpe und Photovoltaikanlage (indach), K.________strasse (…), GB Nr. 001.________ - 005.________, Einsiedeln, sei zu bewilligen.
\n 2.2 Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Durchführung des rechtskonformen Verfahrens zurückzuweisen.
\n 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) vor allen Instanzen zu Lasten der Beschwerdegegner, evtl. der Vorinstanzen.
\n I.1 Der Beschwerdeführer Ziff. 2 ersucht am 30. Juni 2025 um Vereinigung der Verfahren III 2025 122+123. Am 2. Juli 2025 verzichtet er im Hinblick auf die Verfahrensvereinigung im Verfahren III 2025 122 Anträge zu stellen und verweist im Übrigen auf die Ausführungen in seiner Beschwerdefrist vom 24. Juni 2025.
\n I.2 Das ARE verweist mit Schreiben vom 11. Juli 2025 auf seine Vernehmlassung in den vorinstanzlichen Verfahren Nr. VB 256-258/2024 vom 19. Dezember 2024 (inkl. Mitbericht des Amts für Umwelt und Energie [AUE] vom 13.12.2024) sowie den mitangefochtenen Gesamtentscheid vom 11. September 2024 und erklärt Verzicht auf die Einreichung einer weiteren umfangreichen Stellungnahme in den Verfahren III 2025 122 und III 2025 123.
\n I.3 Der Beschwerdegegner Ziff. 4 beantragt mit Vernehmlassung vom 14. Juli 2025 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde im Verfahren III 2025 122; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers Ziff. 1.
\n I.4 Das Sicherheitsdepartement ersucht am 15. Juli 2025 um Vereinigung der Verfahren III 2025 122+123 und beantragt die Abweisung der Beschwerde im Verfahren III 2025 122 unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers Ziff. 1.
\n I.5 Die Beschwerdegegner Ziff. 6 und 7 beantragen am 25. August 2025 die Abweisung der Beschwerde im Verfahren III 2025 122, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers Ziff. 1.
\n J.1 Der Beschwerdeführer Ziff. 1 ersucht am 9. Juli 2025 um Vereinigung der Verfahren III 2025 122+123 und beantragt die Gutheissung der Beschwerde im Verfahren III 2025 123, unter solidarischen Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Beschwerdegegner evtl. des Regierungsrats.
\n J.2 Der Beschwerdegegner Ziff. 4 beantragt mit Vernehmlassung vom 14. Juli 2025 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde im Verfahren III 2025 123; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers Ziff. 2.
\n J.3 Der Beschwerdegegner Ziff. 5 ersucht am 14. Juli 2025 um Ablehnung der Beschwerde im Verfahren III 2025 123 und des Baugesuchs Nr. 01-24-066; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers Ziff. 2.
\n J.4 Das Sicherheitsdepartement ersucht am 15. Juli 2025 um Vereinigung der Verfahren III 2025 122+123 und beantragt die Abweisung der Beschwerde im Verfahren III 2025 123 unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers Ziff. 2.
\n J.5 Die Beschwerdegegner Ziff. 6 und 7 beantragen am 25. August 2025 die Abweisung der Beschwerde im Verfahren III 2025 123, soweit darauf eingetreten werden könne, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers Ziff. 2.
\n K. Mit Verfügung vom 26. August 2025 vereinigt das Verwaltungsgericht die Verfahren III 2025 122+123.
\n L. Der Beschwerdeführer Ziff. 2 (mit Replik vom 12.9.2025) und der Beschwerdeführer Ziff. 1 (mit Replik vom 15.9.2025) erneuern die Anträge aus ihren Beschwerden vom 24. Juni 2025.
\n M. Der Beschwerdegegner Ziff. 4 (mit Duplik vom 25.9.2025) und die Beschwerdegegner Ziff. 6 und 7 (mit Duplik vom 29.10.2025) halten an ihren Begehren um kostenfällige Abweisung der Beschwerden in den Verfahren III 2025 122+123 fest.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
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    \n
  1.          Im Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 wird die Verfahrensvereinigung nicht ausdrücklich erwähnt. Nach konstanter Rechtsprechung können Beschwerden vereinigt werden, wenn die zuständige Behörde für zwei oder mehrere Verfahren in der gleichen Verfahrensart zuständig ist und sich die verschiedenen Beschwerden im Wesentlichen auf die gleichen Tatsachen (Sachverhalt) und die gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen)
    stützen (vgl. III 2022 63+64 vom 19.9.2022 E.1.1; VGE III 2019 55+59 vom 6.3.2020 E. 1.1; VGE III 2011 151+155 vom 18.1.2012 E. 1; VGE 1025+1026/99 vom 15.7.1999 E. 1; VGE 603+606/92 vom 23.9.1992 E. 1, Prot. 1018).
  2. \n
\n Die Beschwerden des Bezirks (VGE III 2025 122) und des Bauherrn (VGE III 2025 123) vom 24. Juni 2025 richten sich gegen denselben RRB Nr. 420/2025 vom 27. Mai 2025. Strittig ist in beiden Verfahren insbesondere die Bewilligungsfähigkeit des Abbruchs und Neubaus des Wohnhauses \"J.________\" auf KTN 001.________- 005.________. Es besteht daher ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen den beiden Beschwerden und es stellen sich ähnliche Rechtsfragen. Die Voraussetzungen für eine Verfahrensvereinigung sind vorliegend gegeben.
\n 1.2.1 Die Beschwerdegegner Ziff. 6 und 7 beantragen die Abweisung der Beschwerden vom 24. Juni 2025 in den Verfahren III 2025 122+123 unter dem Vorbehalt des Eintretens auf diese.
\n Vor Erlass einer Verfügung oder eines Entscheides prüft die Behörde von Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für eine Sachverfügung oder einen Sachentscheid erfüllt sind. Sie prüft u.a. insbesondere die Rechtsmittelbefugnis (