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II 2016 11
 
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Entscheid vom 15. Dezember 2016
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Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
 
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber
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Parteien
Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
\n Abteilung Recht, Eigerstrasse 65, 3003 Bern,
\n Beschwerdeführerin,
 
 
gegen
 
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    \n
  1. Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer,
    Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 6431 Schwyz,
    Vorinstanz,
  2. \n
  3. A.________,
  4. \n
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
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Gegenstand
Einkommens- und Vermögenssteuer (Sondersteuer auf
\n Liquidationsgewinne 2013)
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Sachverhalt:
\n A. Der Steuerpflichtige, A.________, war als selbständiger Landwirt tätig und bewirtschaftete in der Gemeinde H.________ einen landwirtschaftlichen Betrieb mit 4.00 Hektaren Eigenland und 2.70 Hektaren Pachtland. Auf dem (zum Eigenland gehörenden) landwirtschaftlichen Grundstück GB-Nr. C.________ H.________ mit 5'100 m2 Land stehen Wohnhaus, Stall und Remise. Auf dem landwirtschaftlichen Grundstück GB-Nr. D.________ H.________ mit 14'000 m2 Land steht ein Weidestall. Auf den übrigen landwirtschaftlich genutzten (eigenen) Grundstücken (GB-Nrn. E.________ [1'970 m2], 67 [10'730 m2] und 81 [10'500 m2] H.________) stehen keine Gebäude. Nach dem Wegfall des Direktzahlungsanspruchs (bei Erreichen des 65. Altersjahres bzw. des ordentlichen AHV-Alters) und einer starken Reduktion der landwirtschaftlichen Tätigkeit erfolgte per Ende 2013 die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit und die Überführung des landwirtschaftlichen Betriebs (Liegenschaften und Inventar) vom Geschäftsvermögen in das Privatvermögen.
\n B. Mit Veranlagungsverfügung 2013 vom 12. Januar 2016 legte die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz (Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer) bei den direkten Bundessteuern den steuerbaren Liquidationsgewinn auf Fr. 36'200 fest und berechnete als Sondersteuer Bund auf dem Liquidationsgewinn (fiktiver Einkauf Fr. 36'200 und übriger Liquidationsgewinn Fr. 0) einen Steuerbetrag von Fr. 34.45 (vgl. Steuerakten 2013 act. 3 f.). Hierbei nahm die Steuerverwaltung für die Berechnung des Liquidationsgewinns bzw. der wiedereingebrachten Abschreibungen bei der Überführung der land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke vom Geschäftsvermögen in das Privatvermögen eine Einzelbewertung (Wohnhaus, Scheune, Land usw.) auf der Basis des detaillierten Verkehrswerts der zum landwirtschaftlichen Grundstück gehörenden Einzelobjekte vor:
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Anlagewert
Kumulierte
Abschreib.
Buchwert
Verkehrs-wert
Wiedereingebr. Abschreib.
Wohnhaus
93'481
19'651
73'830
93'481
19'651
Jauche/Stall
210'262
152'231
58'031
76'000
17'969
Remise/Öko-Gebäude
55'512
30'354
25'158
41'000
15'842
Land GB-Nr. C.________
561
-
561
561
-
Weidestall
2'400
1'976
424
2'400
1'976
Land GB-Nr. D.________
4'089
 
4'089
4'089
-
Total
366'305
204'212
162'093
217'531
55'438
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\n C. Gegen die Veranlagungsverfügung vom 12. Januar 2016 erhebt die Eidg. Steuerverwaltung fristgerecht mit Datum vom 3. Februar 2016 (Postaufgabe) Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit folgenden Anträgen:
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    \n
  1. Die Veranlagungsverfügung vom 12. Januar 2016 der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz für das Jahr 2013 in Sachen A.________, 8864 H.________, betreffend die direkte Bundessteuer sei aufzuheben.
  2. \n
  3. Der steuerbare Liquidationsgewinn aus der Überführung des Grundstücks GB Nr. F.________ [und GB Nr. G.________] sei auf Fr. 204'212.-- festzusetzen und die direkte Bundessteuer 2013 für A.________ auf Fr. 1'934.-- festzusetzen.
  4. \n
  5. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz zurückzuweisen.
  6. \n
\n - unter Kostenfolgen -
\n Im Unterschied zur Steuerverwaltung des Kantons Schwyz geht die Eidg. Steuerverwaltung bei der Überführung der land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke vom Geschäftsvermögen in das Privatvermögen davon aus, dass die Ermittlung des Liquidationsgewinns bzw. der wiedereingebrachten Abschreibungen (bis zur Höhe der Anlagekosten) aufgrund einer Gesamtbewertung (ohne Aufteilung in die Einzelobjekte Land und Gebäude) auf der Basis des gesamten Verkehrswerts resp. des tieferen gesamten Anlagewerts des jeweiligen landwirtschaftlichen \"Grundstückes\" (GB Nr. F.________ und GB Nr. G.________) zu erfolgen hat:
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Landw. Grundstück
Anlagewert
 
Kumulierte
Abschreib.
Buchwert
Verkehrswert
(>Anlagewert)
Wiedereingebr. Abschreib.
GB-Nr. C.________
359'816
202'236
157'580
366'529
202'236
GB-Nr. D.________
6'489
1'976
4'513
2'400
1'976
Total
366'305
204'212
162'093
368'929
204'212
\n  
\n D. Die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz und A.________ als Beschwerdegegner beantragen in ihren Vernehmlassungen vom 24. März 2016 bzw. 31. Mai 2016 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Nach Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.14) vom 14. Dezember 1990 sind alle Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit, insbesondere auch jene aus einem Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, steuerbar. Einkünfte aus einem land- oder forstwirtschaftlichen Gewerbe beruhen auf einer selbständigen Erwerbstätigkeit und unterliegen als solche der Einkommenssteuer (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_1155/2014 vom 1.2.2016 Erw. 3.2.5; 2A.22/2004 vom 5.10.2004 Erw. 2.1). Nach