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\n \n \n II 2019 40
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| \n Entscheid vom 16. Oktober 2019
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer,
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| \n gegen
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| \n Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8, \n Postfach 1181, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Arbeitslosenversicherung (kontrollfreie Bezugstage / \n unbezahlte Ferien)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geboren am ________1976) absolvierte vom 1. Juni 2017 bis zum 31. Mai 2018 im B.________, Direktion C.________, im Rahmen einer
\n Massnahme der Invalidenversicherung (IV) eine Umschulung zum (IT-)
\n Applikationsentwickler (Vi-act. 222; vgl. Vi-act. 132). Anschliessend war A.________ vom 1. Juni 2018 bis 30. September 2018 ebenfalls beim B.________, Direktion C.________, in einem befristeten Praktikum im Bereich medizinische Applikationen und Services tätig (Vi-act. 212). Das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) D.________ hat A.________ am 24. August 2018 zur Arbeitsvermittlung angemeldet (Vi-act. 216). A.________ stellte ab 1. Juni 2018 bzw. 1. Oktober 2018 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (Vi-act. 108, wobei das Datum 1.10.2018 auf dem entsprechenden Antragsformular durchgestrichen ist).
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B. Am 3. September 2018 zeigte A.________ dem RAV D.________ eine Ferienabwesenheit vom 17. Oktober 2018 bis 9. November 2018 an (Vi-act. 205, 210).
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C. Am 5. November 2018 verfügte das Amt für Arbeit ab dem 1. Oktober 2018 die Einstellung von A.________ in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 11 Tagen wegen ungenügenden Arbeitsbemühungen (Vi-act. 89). Eine hiergegen von A.________ erhobene Einsprache hiess das Amt für Arbeit mit Einspracheentscheid Nr. 245/18 vom 16. April 2019 insofern gut, als dass es das Einstellmass von 11 auf 3 Tage reduzierte. Im Übrigen bestätigte es die Verfügung vom 5. November 2018 (Vi-act. 34).
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D. Mit Verfügung Nr. 645 vom 21. November 2018 (Vi-act. 82) verfügte das Amt für Arbeit \"keine Zahlung von Taggeldern für den Monat Oktober 2018\". Es verneinte den Anspruch von A.________ auf kontrollfreie Bezugstage vom 17. Oktober 2018 bis 9. November 2018. Gegen diese Verfügung Nr. 645 erhob A.________ am 17. Dezember 2018 Einsprache (Vi-act. 66).
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E. Mit Einspracheentscheid Nr. 12/2019 vom 15. April 2019 wies das Amt für Arbeit die Einsprache vom 17. Dezember 2018 ab und bestätigte die Verfügung Nr. 645 vom 21. November 2018 (Vi-act. 36).
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F. Am 21. Mai 2019 erhebt A.________ gegen den Einspracheentscheid Nr. 12/2019 vom 15. April 2019 rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit dem folgenden Rechtsbegehren:
\n Ich bin für die Zeitspanne von 17.10. bis 09.11.2018 als vermittlungsfähig einzustufen, und die Taggelder der Arbeitslosenversicherung für die betroffenen Tage sind mir auszuzahlen.
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G. Mit Vernehmlassung vom 27. Mai 2019 beantragt die Vorinstanz unter Verweis auf die Begründung im angefochtenen Einspracheentscheid die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Nach konstanter Praxis erwächst grundsätzlich nur das im Dispositiv eines Entscheides Festgehaltene in Rechtskraft. Erwägungen sind hingegen nur verbindlich und damit anfechtbar, wenn im Dispositiv ausdrücklich darauf verwiesen wird. Durch den Verweis im Dispositiv auf die Erwägungen wird dieser Konnex Teil des Dispositivs und hat Anteil an der Rechtskraft des Beschlusses (vgl. VGE III 2013 185 vom 18.12.2013 Erw. 1.4 mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts
1P.348/2003 vom 4.11.2003 Erw. 2.2 und u.a. Kölz/Bosshart/Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl. § 28 N 5 bzw. Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar VRG-ZG, 3. Aufl., Zürich 2014, § 28 N 7; siehe auch Urteil des Bundesgerichts
2C_711/2013 vom 7.1.2014 Erw. 3 in fine, wonach der Grundsatz gilt, dass nur das Dispositiv, nicht aber die Begründung eines Entscheides anfechtbar ist, mit Verweis auf
BGE 120 V 233 Erw. 1a S. 237).
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1.2 Der Beschwerdeführer beantragt u.a., er sei für die Periode vom 17. Oktober 2018 bis 9. November 2018 als vermittlungsfähig einzustufen (Beschwerde S. 1; vgl. Einsprache vom 17.12.2018 S. 1).
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1.3 Die dem angefochtenen Einspracheentscheid zugrundeliegende Verfügung Nr. 645 vom 21. November 2018 hält in der Begründung zwar fest, dass \"die Ferien vom 17.10.2018 bis 09.11.2018 als unbezahlt\" gelten würden. Indes wurde im Dispositiv (\"wird verfügt\") lediglich festgehalten, dass keine Zahlungen von Taggeldern für den Monat Oktober 2018 zu erfolgen hätten. Im entsprechenden Dispositiv wird nicht auf die Erwägungen bzw. Begründung verwiesen. Mithin wurden mit der Verfügung die Tage ferienbedingter Abwesenheit des Beschwerdeführers insoweit nicht verbindlich geregelt, als sie den November 2018 betreffen (namentlich 1.11.2018 - 9.11.2018). Nämliches gilt für den angefochtenen Einspracheentscheid Nr. 12/2019 vom 15. April 2019.
\n Damit ist rechtsprechungsgemäss (vgl. vorstehend Erw. 1.1) auf die Beschwerde insoweit einzutreten, als die Prüfung des beschwerdeführerischen Anspruchs auf Zahlung von Taggeldern für die Periode vom 17. Oktober 2018 bis Ende Oktober 2018 anbegehrt wird. Soweit im Übrigen auch die Überprüfung von im November 2018 liegenden Tagen beantragt wird, kann hierauf nicht eingetreten werden.
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2.1.1 Die versicherte Person hat nach