\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
II 2019 52
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Entscheid vom 19. August 2019
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
MLaw Philipp Mazenauer, a.o. Gerichtsschreiber
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
 
gegen
 
Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Ergänzungsleistungen (Kosten Zahnbehandlung)
\n  
\n
Sachverhalt:
\n A. A.________, geboren ________ 1963, ist mit B.________, geboren ________ 1975, verheiratet. Er bezieht seit 2004 eine volle Invalidenrente der IV-Stelle Schwyz sowie Ergänzungsleistungen.
\n B. Am 17. September 2018 ging bei der Ausgleichskasse Schwyz eine Rechnung über Fr. 606.30 der Zahnarztpraxis C.________ AG, Luzern, von B.________ ein (Vi-act. A 33/2). Am 9. und 10. Oktober 2018 gingen bei der Ausgleichskasse Schwyz zwei Kostenvoranschläge über Fr. 2'060.80 und Fr. 1'077.80 (Vi-act. A 36) der Zahnarztpraxis C.________ AG, Luzern, und ein weiterer Kostenvoranschlag über Fr. 1'452.45 der D.____ (Zahnarztpraxis AG), Luzern, ein (Vi-act. A 37). Zusätzlich wurde auch noch eine Rechnung über Fr. 710.15 derselben Zahnarztpraxis eingereicht (Vi-act. A 38). Am 24. Oktober 2018 schliesslich erreichte die Ausgleichskasse Schwyz nochmals eine Rechnung über Fr. 631.10 für eine Zahnbehandlung bei PD Dr. Dr. E.________ (Vi-act. A 40).
\n C. Die Ausgleichskasse Schwyz ersuchte mit Schreiben vom 15. Oktober 2018 ihren Vertrauenszahnarzt Dr. med. dent. F.________ um Beurteilung der eingereichten Rechnungen und der Kostenschätzungen. Mit Schreiben vom 8. November 2018 bat die Ausgleichskasse Schwyz A.________ um Mitteilung, in welcher Zahnarztpraxis die geplanten Behandlungen seiner Ehefrau durchgeführt werden (Vi-act. A 43). Mit E-Mail vom 13. November 2018 teilte dieser mit, dass seine Ehefrau die Behandlungen bei der D.____ (Zahnarztpraxis AG) vornehmen lassen werde (Vi-act. A 44/49).
\n D. Dr. med. dent. F.________ nahm daraufhin mit Schreiben vom 17. No­vember 2018 Stellung zu den Rechnungen und den Kostenschätzungen (Vi-act. A 46). Dabei kam er zum Schluss, dass von den bereits durchgeführten Zahnbehandlungen und den noch geplanten nicht alle Kosten durch die Ausgleichskasse Schwyz zu übernehmen seien, da es bei gewissen Behandlungen an der Einfachheit, Notwendigkeit und Zweckmässigkeit fehle. Er empfahl deshalb der Ausgleichskasse Schwyz eine Kostenübernahme von Fr. 2'488.90. Die Ausgleichskasse Schwyz sprach mit Verfügung vom 23. November 2018 A.________ eine Kostengutsprache im Umfang von Fr. 2'488.90 zu und übernahm bereits Fr. 1'086.35 (Vi-act. A 47).
\n E. Gegen diese Verfügung erhob A.________ mit Schreiben vom 6. Dezember 2018 Einsprache bei der Ausgleichskasse Schwyz (Vi-act. B 1) und beantragte:
\n 1. Die Verfügung vom 23.11.18 sei (bis auf die Kostengutsprache für die Weiterbehandlung bei der D.____ (Zahnarztpraxis AG), Luzern, vgl. Dispositivziffer 4) aufzuheben.
\n 2. Die Rechnung Nr. 184151 der Zahnarztpraxis C.________ AG vom 6.9.18 im Betrag von Fr. 606.30 sei vollumfänglich anzuerkennen und es sei dem Einspracheführer die Differenz (Fr. 606.30 minus Fr. 414.60) von Fr. 191.70 nachzuzahlen.
\n 3. Die Rechnung N. 11238-218074868 der D.____ (Zahnarztpraxis AG), Luzern, vom 9.10.18 im Betrag von Fr. 710.15 sei vollumfänglich anzuerkennen und es sei dem Einspracheführer die Differenz (Fr. 710.15 minus Fr. 671.75) von Fr. 38.40 nachzuzahlen.
\n 4. Der Betrag von Fr. 631.10 der Rechnung Nr. 181338 vom 15.10.18 sei direkt auf das Konto der Kieferchirurgischen Praxis PD Dr. Dr. med. dent. E.________, Luzern, zu überweisen.
\n 5. Das Verfahren sei kostenfrei.
\n F. Mit Einspracheentscheid Nr. 12077/18 vom 28. Mai 2019 erkannte die Ausgleichskasse Schwyz was folgt:
\n 1. In teilweiser Gutheissung der Einsprache vom 6. Dezember 2018 wird im Sinne der Erwägungen dem Einsprecher der Betrag von Fr. 191.70 (Rechnung vom 6. September 2018 der Zahnarztpraxis C.________; Fr. 606.30 abzgl. Fr. 414.60) zugesprochen. Im Übrigen wird die Einsprache in Bestätigung der angefochtenen Verfügung vom 23. November 2018 abgewiesen.
\n 2. Der Einsprecher hat Anspruch auf eine Nachzahlung von Fr. 191.70.
\n 3. Das Verfahren ist kostenlos.
\n 4.-5. [Rechtsmittelbelehrung, Zustellung]
\n G. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ mit Schreiben vom 25. Juni 2019 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden Rechtsbegehren:
\n 1. Der beiliegende Einspracheentscheid des Rechtsdienstes der Ausgleichskasse Schwyz vom 28.5.19 sei bis auf die Nachzahlung von Fr. 191.70 (vgl. Dispositivziffer 1 und 2) aufzuheben.
\n 2. Der Betrag von Fr. 631.10 der Rechnung Nr. 181338 vom 15.10.18 sei von der Ausgleichskasse Schwyz direkt auf das Konto der Kieferchirurgischen Praxis PD Dr. Dr. med. dent. E.________, Luzern zu überweisen.
\n 3. Es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren bzw. das Verfahren sei kostenfrei.
\n H. Die Ausgleichskasse Schwyz beantragt am 17. Juli 2019 mit Verweis auf den Einspracheentscheid Nr. 12077/18 vom 28. Mai 2019 (Vi-act. B 7) die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Nebst der jährlichen Ergänzungsleistung kennt das Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) vom 6. Oktober 2006 als weitere Leistungsart die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (