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II 2020 121
 
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Entscheid vom 19. Mai 2021
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Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Karl Gasser, Richter
 
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.A.________ und B.A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch …,
 
gegen
 
Kantonale Steuerkommission/Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanzen,
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Gegenstand
Einkommens- und Vermögenssteuer (Veranlagung 2016:
\n Qualifikation einer Abgangsentschädigung)
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Sachverhalt:
\n A. A.A.________ (geb. xx.xx.1961) war vom 1. Dezember 1993 bis 29. Feb-ruar 2016 bei der X.________ Gruppe mit Hauptsitz in V.________/GE angestellt. Seit dem Jahr 2003 war er in der Funktion als General Counsel und Company Secretary tätig (vgl. Bf-act. 3 [= contrat cadre de travail date du 31 août 2010] und Bf-act. 4 [= addendum no 1 – 3 à contrat cadre de travail date du 31 août 2010]).
\n Aufgrund der unterschiedlichen Erwartung des Unternehmens an das Profil für die Funktion des Group General Counsel in der Zukunft wurde das Arbeitsverhältnis mit Aufhebungsvertrag vom 24. April 2015 mit Wirkung (bis spätestens) per 30. September 2015 aufgelöst, bzw. mit Änderungen vom 28./29. September 2015 bis 29. Februar 2016 verlängert. Der Aufhebungsvertrag sah weiter vor, dass die X.________SA A.A.________ neben der Auszahlung von Basislohn (\"base salary\"), 13. Gehalt auf pro rata temporis Basis (\"13th month pay\"), jährlichem (Cash-) Bonus pro rata temporis (\"Incentive\" bzw. \"CPI\"), Ferienguthaben (\"holiday entitlements\"), (Arbeitgeber-) Beiträgen für Rückkäufe in die berufliche Vorsorge (\"Pension buy backs and matching contribution\"), Phantom Stock Options (\"Phantom Stock Option Plan\"), und Weiteres mehr, eine ausserordentliche (Goodwill-) Entschädigung nach freiem Ermessen (\"exceptional discretionary goodwill indemnity\") in Höhe von Fr. 3'604'990 ausrichtet, wovon auch die Sozial-versicherungsbeiträge abzuziehen waren (vgl. Bf-act. 5 = \"Proposed agreement on the terms and conditions of the termination of your employment contract\" bzw. \"Proposed amendments to the Agreement on the terms and conditions of the termination of your employment contract signed on April 24th 2015\").
\n Die Entschädigung von Fr. 3'604'990 wurde von der X.________SA im Lohnausweis für das Jahr 2016 unter der Rubrik \"unregelmässige Leistungen\" (Ziff. 3) aufgeführt und im Zusatzblatt (neben \"Incentive\" Fr. 306’670, \"Paid holidays\" Fr. 12'382.85, \"Matching bonus\" Fr. 500’000, \"Special Bonus\" Fr. 482’145) mit dem Vermerk \"Departure lump sum\" versehen (vgl. Bf-act. 7 = Steuerakten 2016 act. 88 f. = Lohnausweis für das Jahr 2016).
\n B. Gemäss der im Kanton Schwyz eingereichten Steuererklärung 2016 verlegten A.A.________ und B.A.________ ihren Wohnsitz im Jahr 2016 (15.4.2016) nach U.________/SZ.
\n In der Steuererklärung 2016 (17.10.2017) deklarierten A.A.________ und
\n B.A.________ von dem im Lohnausweis aufgeführten Nettolohn in Höhe von insgesamt Fr. 4’739'413 (Bruttolohn Fr. 5'035'438) den Betrag von Fr. 1'488'043 als Haupterwerbseinkommen und den Betrag von Fr. 3'251'370 als separat zu versteuernde Kapitalleistungen Arbeitgeber (Abgangsentschädigungen) (vgl. Bf-act. 9 = Steuerakten 2016 act. 56 ff.).
\n Mit Schreiben an die Steuerbehörde vom 9. November 2017 (vgl. Steuerakten 2016 act. 15 [frz. Fassung] und act. 19 [dt. Übersetzung]) wurde zudem zur Steuererklärung 2016 eine Erklärung nachgereicht und dazu eine Bescheinigung der Vorsorgestiftung für die Mitglieder der Generaldirektion und des höheren Kaders der X.________SA (Y.________) vom 4. Juli 2017 beigelegt (vgl. Bf-act. 6 = Steuerakten 2016 act. 16), wonach A.A.________ durch die vorzeitige Beendigung seines Arbeitsvertrages eine zukünftige Vorsorgelücke in Höhe eines Gesamtbetrages von Fr. 3'251'370 entstanden sei, weshalb die vom früheren Arbeitgeber gewährte Abgangsentschädigung getrennt veranlagt werden sollte.
\n Die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz verneinte mit Veranlagungsverfügung 2016 vom 12. Juni 2018 die beantragte getrennte Besteuerung und berücksichtigte den im Lohnausweis aufgeführten Nettolohn als gesamthaft zu besteuerndes Haupterwerbseinkommen, und veranlagte A.A.________ und B.A.________ für das Steuerjahr 2016 (unter Berücksichtigung des geltend gemachten Abzugs von Fr. 2'685'000 für noch vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses getätigte Einkäufe in die 2. Säule entsprechend der Bescheinigung über Vorsorgebeiträge; vgl. Steuerakten 2016 act. 90) mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 1'931'400 (satzbestimmend: Fr. 1'016'500) bei den Kantons- und Gemeindesteuern bzw. von Fr. 1'942’600 bei der direkten Bundessteuer (vgl. Bf-act. 10 = Steuerakten 2016 act. 1 ff.).
\n C. Die von A.A.________ und B.A.________ gegen die Veranlagungsverfügung für das Jahr 2016 erhobene Einsprache vom 13. Juli 2018 (vgl. Bf-act. 11 = Einspracheakten 2016 act. 152 ff.) wies die Kantonale Steuer-kommission/Verwaltung für die direkte Bundessteuer mit Einspracheentscheid Nr. 64/2018 vom 13. November 2020 (Versand: 19.11.2020) ab (vgl. Bf-act. 2 = Einspracheakten 2016 act. 1 ff.).
\n D. Mit Eingabe vom 21. Dezember 2020 erheben A.A.________ und B.A.________ fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht Schwyz mit den Anträgen: 
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  1. Die Einspracheentscheide vom 13. November 2020 seien aufzuheben, soweit sie dieser Beschwerde widersprechen;
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  3. Die Abgangsentschädigung sei in Höhe der Vorsorgelücke von CHF 3‘251‘370 als Entschädigung mit Vorsorgecharakter i.S.v.