\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n II 2020 95
| \n
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n
| \n Entscheid vom 13. Juli 2021
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
| \n
\n \n
| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
| \n
\n \n
| \n MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer,
| \n
\n \n
| \n gegen
| \n
\n \n
| \n B.________, \n Vorinstanz,
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Gegenstand
| \n Krankenversicherung (Prämienausstände; Kostenbeteiligung; Rechtsöffnung)
| \n
\n \n
\n
\n
Sachverhalt:\n
A. A.________ (Jg. 1950) ist bei der B.________ (nachfolgend B.________) im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemäss Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) krankenversichert. Die Prämie für die Versicherungspolice KVG betrug per 1. Januar 2018 Fr. 425.90 (Jahresfranchise Fr. 500.--) und per 1. Januar 2019 Fr. 450.30 (Jahresfranchise Fr. 500.--) (vgl. Vi-act. 1.1).
\n
B.1 Am 18. Juni 2018 stellte die B.________ betreffend Dossier-Nr. ______ A.________ (gemäss Angaben im Schreiben nach mehreren Mahnungen) eine \"letzte Mahnung\" zu ausstehenden Prämien für die Monate April und Mai 2018 über Fr. 901.80 (inkl. Mahngebühr von Fr. 50.--) mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen (unter Androhung einer Dossiergebühr von Fr. 50.-- sowie der Betreibung bei Nichtbezahlen) zu (Vi-act. 1.3). Nach Eingang der individuellen Prämienverbilligung des Kantons C.________ für den Zeitraum vom 1. Mai 2018 bis 31. Dezember 2018 am 5. Dezember 2018 bestätigte die B.________ den Zahlungseingang von Fr. 425.90 für die Prämie Mai 2018 (Vi-act. 1.2). In der Zwischenabrechnung vom 12. Juli 2019 forderte sie von A.________ noch einen Betrag von Fr. 632.55 (Prämie von Fr. 425.90, Mahnspesen von Fr. 50.--, Bearbeitungsgebühr von Fr. 50.--, Betreibungskosten von Fr. 53.30 sowie Verzugszinsen von Fr. 53.35) (Vi-act. 1.4).
\n
B.2 Da seitens A.________ keine Zahlung erfolgte und nachdem die B.________ beim Betreibungsamt D.________ am 15. Oktober 2019 ein Betreibungsbegehren stellte, wurde A.________ am 21. Oktober 2019 in der Betreibung-Nr. ______ ein Zahlungsbefehl zugestellt über Fr. 425.90 zuzüglich Verzugszins von 5% ab 17. April 2018 für Prämien KVG April 2018, Fr. 50.-- für Mahnspesen und Fr. 50.-- für Bearbeitungsgebühren. Die Betreibungskosten beliefen sich auf Fr. 53.30. Hiergegen erhob A.________ am 23. Oktober 2019 Rechtsvorschlag (Vi-act. 1.5).
\n
B.3 Am 31. Juli 2020 verfügte die B.________ gegenüber A.________ die Aufhebung des Rechtsvorschlages sowie eine Zahlungspflicht über Fr. 425.90 zzgl. Zins zu 5% seit 17. April 2018, Mahnspesen von Fr. 50.--, Bearbeitungsgebühr von Fr. 50.-- sowie die Übernahme der Betreibungskosten von Fr. 53.30 (Vi-act. 1.6).
\n
C.1 Am 19. Juni 2019 stellte die B.________ betreffend Dossier-Nr. _____ A.________ (gemäss Angaben im Schreiben nach mehreren Mahnungen) eine \"letzte Mahnung\" zu ausstehenden Kostenbeteiligungen im Zeitraum vom 31. Dezember 2018 bis 14. Februar 2019 über Fr. 2'633.90 (Fr. 2'583.90 zuzügl. Mahngebühr von Fr. 50.--) mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen (unter Androhung einer Dossiergebühr von Fr. 50.-- sowie der Betreibung bei Nichtbezahlen) zu (Vi-act. 1.8).
\n
C.2 Nachdem am 8. Juli 2019 eine Verrechnung mit Fr. 12.80 erfolgte (Vi-act. 1, 1.7 und 1.9), stellte die B.________ beim Betreibungsamt D.________ am 9. September 2019 ein Betreibungsbegehren. Am 16. September 2019 wurde A.________ in der Betreibung-Nr. ______ ein Zahlungsbefehl zugestellt über Fr. 2'571.10 für Kostenbeteiligungen KVG im Zeitraum vom 31. Dezember 2018 bis 14. Februar 2019, Fr. 50.-- für Mahnspesen und Fr. 50.-- für Bearbeitungsgebühren. Die Betreibungskosten beliefen sich auf Fr. 73.30. Hiergegen erhob A.________ am 18. September 2019 Rechtsvorschlag (Vi-act. 1.10).
\n
C.3 Am 31. Juli 2020 verfügte die B.________ gegenüber A.________ die Aufhebung des Rechtsvorschlages sowie eine Zahlungspflicht über Fr. 2'571.10, Mahnspesen von Fr. 50.--, Bearbeitungsgebühr von Fr. 50.-- sowie die Übernahme der Betreibungskosten von Fr. 73.30 (Vi-act. 1.11).
\n
D. Gegen die Verfügungen vom 31. Juli 2020 betreffend Dossier Nrn. ____ (vorne Ingress Bst. C) und ____ (recte: ____; vorne Ingress Bst. B) erhob A.________ am 25. August 2020 Einsprache (Vi-act. 1.12), die mit Entscheid vom 16. September 2020 abgewiesen wurde (Vi-act. 1).
\n
E. Mit Eingabe vom 13. Oktober 2020 (Postaufgabe) reicht A.________ rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ein und beantragt die Aufhebung der Forderungen von Fr. 425.90 und Fr. 2'571.10 sowie den Rückzug der Betreibungen Nr. _____ und _____.
\n
F. Mit Vernehmlassung vom 30. Oktober 2020 beantragt die B.________ die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist und soweit keine Zugeständnisse enthalten sind - unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
\n
G. Am 12. November 2020 fordert das Gericht den Beschwerdeführer auf, Belege einzureichen, die seine Darstellung, das Istituto delle assicurazioni sociali (IAS) C.________ habe alle offenen Forderungen beglichen, belegen. Am 25. November 2020 reicht er sein Schreiben vom 15. Juli 2019 an das IAS sowie dessen Antwortschreiben vom 17. Juli 2019 ein (VG-act. 10). Hierzu lässt sich die B.________ nicht vernehmen. Nachdem das Antwortschreiben des IAS wenig Klarheit brachte, ersuchte das Gericht dieses mit Schreiben vom 21. Dezember 2020 direkt um Auskunft betreffend geleisteter Zahlungen zu Gunsten des Beschwerdeführers. Mit Schreiben vom 21. April 2021 verlangte das IAS C.________, das Gericht müsse eine Entbindungserklärung von A.________ vorlegen, damit die gewünschte Auskunft erteilt werden könne. Nachdem die geforderte Erklärung vorgelegt wurde, erteilte das IAS C.________ am 31. Mai 2021 die Auskunft (VG-act. 31). Am 14. Juni 2021 zeigte sich A.________ aufgrund der vom IAS erteilten Auskunft in seinem Rechtsbegehren bestätigt und er willigte in die Offenlegung der Auskunft gegenüber der B.________ ein. Mit Schreiben vom 21. Juni 2021 erklärte B.________, die Auskunft des IAS C.________ bestätige die Richtigkeit des angefochtenen Einspracheentscheides.
\n
Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz muss sich innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz für Krankenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise ihrer gesetzlichen Vertreterin versichern lassen (