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\n \n \n II 2021 100
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| \n Entscheid vom 15. Dezember 2021
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n \n \n - A.________ AG,
\n - B.________,
\n Beschwerdeführer, beide vertreten durch C.________,
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| \n gegen
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| \n Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Alters- und Hinterlassenenversicherung (Lohnbeiträge 2017 - 2019; Beitragsstatus)
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Sachverhalt:\n
A. Die am 12. Juli 2017 im Handelsregister eingetragene A.________ AG mit Sitz in D.________ bezweckt den Betrieb eines Architekturbüros, Beteiligung an Bauprojekten und Projektentwicklung im Immobilienbereich. Sie verfügt über ein voll liberiertes Aktienkapital von Fr. 100'000.--, eingeteilt in 100 Namenaktien zu je Fr. 1'000.--. Präsident des Verwaltungsrates ist B.________, Mitglied des Verwaltungsrates E.________, beide zeichnen mit Kollektivunterschrift zu zweien.
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B. Am 1. März 2021 führte die Suva Zentralschweiz im Auftrag der Ausgleichskasse Schwyz bei der A.________ AG eine Arbeitgeberkontrolle für den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2019 durch. Laut dem Revisionsbericht vom gleichen Tag (1.3.2021) verrichtete B.________, selbständigerwerbender Architekt, Arbeiten für die A.________ AG und stellte dieser monatlich seine Arbeitsstunden in Rechnung. Der Revisor erkannte auf ein Unterakkordanten-Verhältnis und rechnete für die Jahre 2017 bis 2019 Fr. 62'353.--, Fr. 125'366.-- sowie Fr. 127'570.--, total Fr. 315'289.--, auf (Vi-act. 1).
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C.1 Mit Nachzahlungsverfügungen vom 30. März 2021 (Vi-act. 2, 5 und 8) erhob die Ausgleichskasse Schwyz von der A.________ AG folgende Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO; ALV; FAK; zuzüglich Verwaltungskosten) (Beträge in Franken):
\n Jahr
Lohnsumme
Betrag
\n 2017
62'353.--
8'955.45
\n 2018
125'366.--
17'748.65
\n 2019
127'570.--
17'982.30
\n Total
315'289.--
44'686.40
\n Zudem wurden mit Verfügungen ebenfalls vom 30. März 2021 (Vi-act. 3, 6 und 9) von der A.________ AG folgende Verzugszinsen für auszugleichende Lohnbeiträge gefordert (Beträge in Franken):
\n Jahr
Zinspflichtiger Betrag
Verzugszins
\n 2017
8'955.45
1'330.90
\n 2018
17'748.70
1'750.25
\n 2019
17'982.30
874.15
\n Total
3'955.30
\n Mit Revisionsrechnungen ebenfalls vom 30. März 2021, welche die vorangegangenen Rechnungen für die jeweiligen Perioden (2017, 2018 und 2019) ersetzten, wurden von der A.________ AG die jeweiligen neuen Gesamtbeiträge gefordert (Vi-act. 4, 7 und 10).
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C.2 Mit Verfügung vom 30. März 2021 informierte die Ausgleichskasse Schwyz B.________, dass die A.________ AG als Arbeitgeberin verpflichtet worden sei, für ihn auf einer Lohnsumme von Fr. 315'289.-- total paritätische Beiträge von Fr. 39'253.45 (10.25% Arbeitnehmer/-geberbeiträge AHV/IV/EO; 2.2% ALV-Beiträge) zu bezahlen habe. B.________ wurde gleichzeitig ersucht, seine Geschäftsabschlüsse der Jahre 2017 bis 2019 einzureichen (Vi-act. 11).
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D. Mit Eingabe vom 16. April 2021 liessen die A.________ AG sowie B.________, gegen die Nachzahlungs- und Verzugszinsenverfügungen vom 30. März 2021 Einsprache erheben mit dem Antrag, diese \"ersatzlos aufzuheben resp. zu stornieren, da deren rechtliche Grundlage fehlt\" (Vi-act. 12). Die Ausgleichskasse holte hierauf eine Stellungnahme beim zuständigen Suva-Revisor sowie ergänzende Unterlagen beim Vertreter von B.________ sowie der A.________ AG ein (Vi-act. 15 f.).
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E. Mit Entscheid Nr. 1109/21 vom 30. August 2021 wies die Ausgleichskasse Schwyz die Einsprache ab unter gleichzeitiger Bestätigung der Verfügungen vom 30. März 2021 (Disp.-Ziff. 1). Kosten wurden infolge Kostenlosigkeit des Verfahrens keine erhoben (Disp.-Ziff. 2).
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F. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 30.8.2021) lassen die A.________ AG sowie B.________ mit Eingabe vom 18. September 2021 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit dem Antrag,
\n die gesamten Veranlagungen und Revisionsrechnungen 2017, 2018 + 2019 sind ersatzlos aufzuheben resp. zu stornieren, da deren rechtliche Grundlage fehlt.
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G. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 5. Oktober 2021 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.
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H. Die Beschwerdeführer reichen am 27. Oktober 2021 eine Replik ein. Die Vorinstanz teilt am 2. November 2021 Verzicht auf eine Duplik mit.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Die Beschwerdeführer thematisieren in ihrer Beschwerde auch \"ev. SUVA-Beiträge\" (Beschwerde S. 1). Solche sind jedoch nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügungen. Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
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1.2 Vorab rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil sie sich im Einspracheverfahren nicht zur Stellungnahme des Revisors vom 24. April 2021 (recte: 26.4.2021, vgl. Vi-act. 15) hätten äussern können (Beschwerde S. 2 oben).
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1.2.1 Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 sind auf die im ersten Teil des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) vom 20. Dezember 1946 geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht (