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\n \n \n II 2021 29
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| \n Entscheid vom 26. Mai 2021
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________ GmbH, \n Beschwerdeführerin,
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| \n gegen
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| \n Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Alters- und Hinterlassenenversicherung (Lohnbeiträge 2019)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ GmbH (nachstehend A.________ GmbH), im Handelsregister eingetragen am _____ 2015, mit Sitz in B.________, bezweckt den Betrieb von Onlineshops sowie den Handel mit Waren aller Art. 191 bzw. 9 der insgesamt 200 Stammanteile zu je Fr. 100.-- halten seit dem 14. Mai 2020 die Gesellschafter C.________, gleichzeitig Vorsitzender der Geschäftsführung mit Einzelunterschrift, bzw. D.________, gleichzeitig Geschäftsführer mit Kollektiv-unterschrift zu zweien. Zuvor (bis 14.5.2020) war E.________ einziger Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift.
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B. Infolge Sitzverlegung (F.________) war die A.________ GmbH vom 1. April 2019 bis 31. Dezember 2019 der Ausgleichskasse Schwyz angeschlossen. Mit Lohndeklaration 2019 vom 28. Januar 2020 (Eingang bei der Vorinstanz am 30.1.2020) meldete die A.________ GmbH der Ausgleichskasse in der Zeitspanne von August 2019 bis Dezember 2019 ausbezahlte beitragspflichtige Löhne von insgesamt Fr. 326'708.95 für 24 angestellte Personen (Vi-act. 1).
\n Mit Schlussrechnung vom 3. Februar 2020 setzte die Ausgleichskasse Schwyz der A.________ GmbH Frist bis spätestens 4. März 2020 an, um die Beiträge von Fr. 33'984.70 (Fr. 46'923.60 minus \"Umbuchung Wartekonto\" von Fr. 12'885.90 minus Rückverteilung CO2-Abgabe an Unternehmen von Fr. 53.--) zu bezahlen (Vi-act. 2). Hierauf teilte die A.________ der Ausgleichskasse mit Schreiben vom 12. Februar 2020 mit, sie sei \"Pay roller\" für die G.________ AG (I.________) gewesen. Diese sei seit dem 25. November 2019 zahlungsunfähig und seit dem 12. Dezember 2019 in Nachlassstundung. Es sei unmöglich, dass die Rechnung der A.________ GmbH für die Begleichung der AHV-Beitragsausstände beglichen werde. A.________ GmbH sei ein Startup und habe keine Liquidität; trotzdem wolle man eine Lösung erarbeiten. A.________ GmbH ginge davon aus, ab März (2020) monatlich Fr. 500.-- amortisieren zu können (Vi-act. 3).
\n Die Ausgleichskasse antwortete mit Schreiben vom 18. Februar 2020, man könne einen Ratenplan erstellen. Die Schuld müsse aber innerhalb eines Jahres beglichen werden, was einer monatlichen Ratenhöhe von Fr. 5'665.-- entspreche, und mit sofortigem Beginn der Zahlungen (Vi-act. 4). In der Folge kam es zu keiner diesbezüglichen Einigung (Vi-act. 5 bis 7). Indes teilte die A.________ GmbH der Ausgleichskasse mit E-Mail vom 8. April 2020 mit, dass sie inzwischen (im Rahmen der Covid-Massnahmen) auch habe stillgelegt werden müssen (Vi-act. 8).
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C. Am 5. Mai 2020 wurde das Konkursverfahren über die G.________ AG (bis 24.6.2019 G.________ GmbH) mangels Aktiven eingestellt, und am 17. August 2020 wurde die G.________ AG im Handelsregister gelöscht. Die G.________ AG bezweckte den Betrieb von Beauty-Studios, die Vergabe von Lizenzen für den Betrieb von Beauty-Studios, die Herstellung, Lizenzierung und den Handel von eigenen und fremden Beauty-Produkten, Beauty-Schulung und Beauty-Marketing. Präsident des Verwaltungsrates mit Kollektivunterschrift zu zweien war C.________; Mitglied des Verwaltungsrates war neben anderen E.________ (vom 24.6.2019 bis 8.5.2020).
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D. Am 11. August 2020 leitete die Ausgleichskasse das Betreibungsbegehren gegen die A.________ GmbH ein (Vi-act. 9). Gegen den Zahlungsbefehl Nr. ______ des Betreibungsamtes H.________ vom 11. August 2020 über Fr. 33'984.70 samt Zins zu 5.0% seit dem 12. August 2020 zuzüglich Verzugszins von Fr. 415.35 und Mahngebühr von Fr. 200.-- sowie Betreibungskosten von Fr. 103.30 (Vi-act. 10) erhob die A.________ mit Schreiben vom 13. August 2020 Rechtsvorschlag (Vi-act. 11).
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E. Mit Verfügung vom 22. September 2020 forderte die Ausgleichskasse von der A.________ GmbH Fr. 35'033.75 (Fr. 33'984.70 zuzüglich Verzugszins von Fr. 415.35, Mahngebühr von Fr. 200.--, Betreibungskosten von Fr. 103.30 sowie Zinsen von Fr. 330.40) (Disp.-Ziff. 1). Gleichzeitig wurde der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ______ des Betreibungsamtes H.________ aufgehoben (Disp.-Ziff. 2).
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F. Mit Schreiben vom 17. Oktober 2020 nahm die A.________ GmbH Stellung zur Verfügung vom 22. September 2020 (Vi-act. 13). Hierauf wies die Ausgleichskasse Schwyz die A.________ GmbH am 2. November 2020 darauf hin, dass eine Einsprache gegen die Verfügung explizit als solche zu bezeichnen ist (Vi-act. 14). Mit Schreiben vom 9. November 2020 erhob die A.________ GmbH Einsprache ohne einen konkreten Antrag zu stellen (Vi-act. 15).
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G. Mit Entscheid Nr. 1333/20 vom 17. Februar 2021 wies die Ausgleichskasse Schwyz die Einsprache ab.
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H. Mit Schreiben vom 3. März 2021 erhebt die A.________ bei der Ausgleichskasse Schwyz \"Einspruch gegen Entscheid 1333/20\" mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung des Einspracheentscheides oder eventualiter Zustimmung zu einer monatlichen Ratenzahlung von Fr. 500.--.
\n Am 9. März 2021 leitete die Vorinstanz den \"Einspruch\" vom 3. März 2021 zur Behandlung als Beschwerde ans Verwaltungsgericht weiter.
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I. Mit Vernehmlassung vom 31. März 2021 beantragt die Ausgleichskasse Schwyz die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
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J. Nach einer ersten gerichtlichen Beratung forderte das Verwaltungsgericht die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 20. April 2021 auf, verschiedene Fragen unter Beilage von Beweismitteln zu beantworten. Dieser Aufforderung kam die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 24. April 2021 nach.
\n Mit Eingabe vom 6. Mai 2021 reicht die Vorinstanz eine Stellungnahme zum Schreiben der Beschwerdeführerin vom 24. April 2021 ein.
\n Der Beschwerdeführerin wurde hierauf mit Verfügung vom 7. Mai 2021 eine nicht weiter erstreckbare Frist bis spätestens 21. Mai 2021 zur Einreichung von Bemerkungen zur Stellungnahme der Vorinstanz vom 6. Mai 2021 ein unter Androhung der Verzichtsannahme für den Unterlassungsfall. Dieses Schreiben wurde von der Post am 20. Mai 2021 ans Verwaltungsgericht retourniert. Mit Post A-Plus nahm das Verwaltungsgericht am 20. Mai 2021 eine Zweitzustellung vor mit dem Hinweis, dass die Verfügung vom 7. Mai 2021 gemäss