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II 2021 51
 
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Entscheid vom 20. September 2021
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Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführerin,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
 
gegen
 
Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Ergänzungsleistungen (Vermögensverzicht)
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Sachverhalt:
\n A. Am 20. August 2020 meldete sich A.________ (geb. 19__) bei der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz zum Bezug von Ergänzungsleistungen zur AHV an (vgl. AK-act. 1). Aufforderungen der Ausgleichskasse Schwyz vom 27. August 2020, einige Fragen zu beantworten und Unterlagen einzureichen (AK-act. 13), kam sie nach zweimaliger Fristerstreckung (AK-act. 14 und 15) mit Schreiben vom 17. September 2020 nach (AK-act. 17).
\n B. Mit Verfügung vom 25. September 2020 stellte die Ausgleichskasse aufgrund der ihr vorliegenden Akten fest, dass die Voraussetzungen für die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen sowie die Prämienpauschale Krankenversicherung nicht erfüllt seien und A.________ ab dem 1. August 2020 bei einem Einnahmenüberschuss keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen habe (AK-act. 27 und 28). Beim Vermögen wurde unter anderem ein Darlehen von Fr. 320'000.-- von A.________ an ihren Bruder berücksichtigt.
\n C. Gegen diese Verfügung erhob A.________ mit Schreiben vom 15. Oktober 2020 Einsprache bei der Ausgleichskasse Schwyz mit den folgenden Anträgen (AK-act. 33):
\n 1. Die angefochtene Verfügung der Ausgleichskasse Schwyz vom 25. September 2020 sei dahingehend abzuändern, dass der Einsprecherin Ergänzungsleistungen (nebst Prämienpauschale Krankenversicherung) zustehen.
\n 2. In Aufhebung der angefochtenen Verfügung der Ausgleichskasse Schwyz vom 25. September 2020 habe die Einsprachegegnerin eine entsprechende Neuberechnung für die Ergänzungsleistungen der AHV/IV vorzunehmen, insbesondere unter Verzicht auf Anrechnung eines Darlehens an Dritte (inkl. Erträge).
\n 3. Eventualiter seien ergänzende Abklärungen anzuordnen.
\n 4. Unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Einsprachegegnerin.
\n Unter anderem machte A.________ geltend, das Darlehen an ihren Bruder von mehr als Fr. 300'000.-- sei uneinbringlich (AK-act. 33-5/7 Rz. 14 ff.). Mit Schreiben vom 13. Januar 2021, 17. Februar 2021 und 16. März 2021 forderte die Ausgleichskasse Schwyz A.________ auf, weitere Fragen zu beantworten und Unterlagen nachzureichen (AK-act. 38, 40 und 47), woraufhin A.________ am 26. Januar 2021, 25. Februar 2021 und am 23. März 2021 weitere Informationen und Unterlagen nachreichte (AK-act. 39, 41 und 48).
\n D. Mit Einspracheentscheid Nr. 1317/20 vom 21. April 2021 wies die Ausgleichskasse die Einsprache im Sinne der Erwägungen ab (AK-act. 55-8/10 Disp.-Ziff. 1). Unter anderem bestätigte sie zwar die Uneinbringlichkeit des Darlehens, sah hierin aber einen Vermögensverzicht im Jahr 1991 in der Höhe von Fr. 330'000.-- (AK-act. 55-3/10 Ziff. 10 und AK-act. 55-4/10 Ziff. 15).
\n E. Gegen diesen Einspracheentscheid lässt A.________ mit Eingabe vom 7. Mai 2021 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen:
\n 1. Der angefochtene Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Schwyz vom 21. April 2021 (Nr. 1317/20) sei dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin bereits ab 1. August 2020 Ergänzungsleistungen zustehen.
\n 2. In Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides der Ausgleichskasse Schwyz vom 21. April 2021 (Nr. 1317/20) habe die Beschwerdegegnerin eine entsprechende Neuberechnung für die Ergänzungsleistungen der AHV/IV vorzunehmen, insbesondere unter Verzicht auf Anrechnung von Vermögen (da nach Abzug des Freibetrages kein anrechenbares Vermögen resultiert).
\n 3. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides der Ausgleichskasse Schwyz vom 21. April 2021 (Nr. 1317/20) zu ergänzenden Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen oder es seien selber ergänzende Abklärungen vorzunehmen.
\n 4. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung für das Einspracheverfahren zuzusprechen.
\n 5. Unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
\n F. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 24. Juni 2021 Folgendes:
\n 1. In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 7. Mai 2021 sei per 1. August 2020 ein Vermögensverzicht von Fr. 58'038.-- (Zins: Fr. 17.--) anzurechnen.
\n 2. Die Sache sei zur Berechnung der Ergänzungsleistungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
\n G. Mit Replik vom 13. Juli 2021 hält die Beschwerdeführerin vollumfänglich an den Anträgen gemäss Beschwerdeschrift vom 7. Mai 2021 fest.
\n H. Die Vorinstanz beantragt mit Duplik vom 11. August 2021 was folgt:
\n 1. In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 7. Mai 2021 sei per 1. August 2020 ein Vermögensverzicht von Fr. 55'000.-- (Zins: Fr. 16.--) anzurechnen.
\n 2. Die Sache sei zur Berechnung der Ergänzungsleistungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
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\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. In casu geht es um den Anspruch auf Ergänzungsleistungen während der Zeitperiode vom 1. August 2020 bis 31. Dezember 2020. Wie die Vorinstanz bereits im Rahmen der Vernehmlassung ausgeführt hat, finden die Bestimmungen des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) vom 6. Oktober 2006 und der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) in der bis und mit 31. Dezember 2020 geltenden Fassung (nachfolgend ELG, ELV) Anwendung (Vernehmlassung, Ziff. 3).
\n 2.1 Gemäss