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II 2021 68
 
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Entscheid vom 17. August 2021
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführerin,
\n vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
Familienausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst,
\n Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Familienzulagen (Leistungsanspruch)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1967) meldete sich am 12. April 2019 bei der Familienausgleichskasse Schwyz zum Bezug von Familienzulagen als Nichterwerbstätige ab Oktober 2017 an (Vi-act. 1). Mit Verfügung vom 23. Dezember 2019 erkannte die Familienausgleichskasse Schwyz, durch den Bezug von Ergänzungsleistungen bestehe ab 1. Juni 2019 kein Anspruch auf Kinderzulagen. Für die Zeit davor führte die Ausgleichskasse Schwyz in der Verfügungsbegründung aus, dass vom 25. Januar 2011 bis 30. September 2017 der (am 9. August 2018 verstorbene) Kindsvater über seine Arbeitgeberin und vom 1. Oktober 2017 bis 31. Mai 2019 A.________ die Kinderzulagen von der C.________AG erhielt (Vi-act. 8).
\n B. Am 29. Januar 2020 erhob A.________ Einsprache mit den Anträgen
\n 1. Die Verfügung der Familienausgleichskasse Schwyz vom 23. Dezember 2019 sei aufzuheben und es seien A.________ Familienzulagen in der Höhe von CHF 4'800.00 zu bezahlen.
\n 2. Eventualiter seien die Familienzulagen für A.________ ab 1. Oktober 2017 bis 31. Mai 2019 neu zu prüfen und zu berechnen.
\n Am 13. Februar 2020 hat A.________ die Einspracheanträge angepasst bzw. ergänzt:
\n 1. Die Verfügung der Familienausgleichskasse Schwyz vom 23. Dezember 2019 sei aufzuheben.
\n 2. Es seien A.________ vom 1. Oktober 2017 bis 31. Mai 2019 Familienzulagen in der Höhe von CHF 4'800.00 zu bezahlen.
\n  Eventualiter seien die Familienzulagen für A.________ ab 1. Oktober 2017 bis 31. Mai 2019 neu zu prüfen und zu berechnen.
\n 3. Es seien A.________ rückwirkend ab 1. Oktober 2019 monatliche Familienzulagen gemäss Gesetz zu bezahlen.
\n C. Mit Entscheid vom 29. April 2021 erkannte die Familienausgleichskasse Schwyz:
\n 1. Die Einsprache vom 29. Januar 2020 wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen unter gleichzeitiger Bestätigung der angefochtenen Verfügung vom 23. Dezember 2019.
\n 2. Das Verfahren ist kostenlos.
\n 3./4. Rechtsmittelbelehrung und Zustellung
\n D. Am 1. Juni 2021 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:
\n 1.  Der Einspracheentscheid vom 29. April 2021 und die Verfügung vom 23. Dezember 2019 der Vorinstanz seien ersatzlos aufzuheben.
\n 2.  Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2017 als Erwerbstätige Anspruch auf Familienzulagen hat.
\n 3.  Es sei festzustellen, dass für die Auszahlung der Familienzulagen im Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 31. Mai 2019 die Ausgleichskasse D.________ und ab 1. Juni 2019 die Vorinstanz zuständig ist.
\n 4.  In Bezug auf die Prüfung des Anspruchs auf Familienzulagen für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 31. Mai 2019 sei die Vorinstanz zu verpflichten, die gesamten Unterlagen wie die Anmeldungen, Gesuche und Eingaben der Beschwerdeführerin an die Ausgleichskasse D.________ weiterzuleiten.
\n 5.  Die Ausgleichskasse D.________ sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 31. Mai 2019 Familienzulagen in der Höhe von CHF 4'800.-- zu bezahlen.
\n 6.  Die Vorinstanz sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 1. Juni 2019 monatliche Familienzulagen gemäss Gesetz zu bezahlen.
\n 7.  Eventualiter sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2017 in Bezug auf die nicht bezahlten Familienzulagen als Nichterwerbstätige Anspruch auf Familienzulagen hat und die Vorinstanz sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 1. Oktober 2017 Familienzulagen gemäss Gesetz zu bezahlen, soweit die Familienzulagen nicht bereits bezogen wurden.
\n 8.  Subeventualiter sei die Sache mit den erforderlichen Weisungen an die Vor-instanz zur Neubeurteilung und zum Erlass eines neuen Entscheids zurückzuweisen.
\n 9.  Unter Entschädigungsfolge zulasten der Vorinstanz zuzüglich MWSt.
\n E. Mit Vernehmlassung vom 30. Juni 2021 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit die Anträge die Vorinstanz betreffend.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. die Zuständigkeit, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie die Rechtshängigkeit oder das Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides in der gleichen Sache (vgl.