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\n \n \n II 2021 73
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| \n Entscheid vom 17. August 2021
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8, \n Postfach 1181, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-berechtigung)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (Jg. 19__) arbeitete seit dem 15. September 2004 als technisch-kaufmännischer Angestellter/Allrounder bei der C.________ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) in D.________ (Vi-act. 70 S. 171). Am 22. April 2020 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis ordentlich per 31. Juli 2020 (Bf-act. 7). Während der Kündigungsfrist wurde A.________ verwarnt und es wurde ihm für den Fall von Verfehlungen die fristlose Kündigung angedroht (Bf-act. 8). Nach einem Streit mit Vorgesetzten wurde A.________ am 4. Juni 2020 freigestellt und mit einem Hausverbot belegt (Bf-act. 9; Vi-act. 46 S. 95 Ziff. 3). Am 1. August 2020 wurde A.________ zur Arbeitsvermittlung angemeldet (Vi-act. 74 S. 181) und ab 1. August 2020 beantragte er auch Arbeitslosenentschädigung (Vi-act. 72 S. 175).
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B. In der Arbeitgeberbescheinigung nannte die Arbeitgeberin am 12. August 2020 als Grund für die Kündigung \"teilweise Arbeitsverweigerung + unangemessenes Verhalten\" (Vi-act. 70 S. 171 Frage 13). Am 21. August 2020 wurde die Arbeitgeberin angehalten, den \"Fragebogen für Arbeitgeber\" auszufüllen, damit die Arbeitslosenkasse abklären könne, ob A.________ die Arbeitslosigkeit selbstverschuldet herbeigeführt habe (Vi-act. 64 S. 157). Nach Eingang der Antworten wurde A.________ das rechtliche Gehör gewährt (Vi-act. 63 S. 154), wovon er am 2. September 2020 Gebrauch machte (Vi-act. 60 S. 143).
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C. Mit Verfügung Nr. 610 vom 16. September 2020 stellte die Arbeitslosenkasse Schwyz A.________ ab 1. August 2020 wegen teilweiser selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 28 Tage in der Anspruchsberechtigung ein (Vi-act. 59 S. 141 f.). Dagegen liess A.________ am 19. Oktober 2020 Einsprache erheben (Vi-act. 46 S. 93 ff.), welche die Arbeitslosenkasse mit Einspracheentscheid Nr. 34/2021 vom 14. Mai 2021 abwies (Vi-act. 2 S. 16 ff.).
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D. Gegen diesen Entscheid lässt A.________ am 15. Juni 2021 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben und beantragen:
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\n - Die Verfügung vom 16. September 2020 und der Einspracheentscheid vom 14. Mai 2021 seien ersatzlos aufzuheben.
\n - Dem Beschwerdeführer seien mit Wirkung ab 1. August 2020 die gesetzlichen Leistungen der Arbeitslosenversicherung ohne Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu erbringen.
\n - Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwST) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
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E. Mit Vernehmlassung vom 30. Juni 2021 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Vorliegend ist unbestritten, dass der Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung grundsätzlich gegeben ist. Streitig ist, ob die Einstellung in der Anspruchsberechtigung des Beschwerdeführers aufgrund teilweiser selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit rechtens und falls ja, ob die Einstellung für die Dauer von 28 Tagen gerechtfertigt ist.
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2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um eine
\n Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; vgl.
BGE 139 V 524 Erw. 4.2,
141 V 365 Erw. 4.1, Urteil BGer
8C_778/2019 vom 11.3.2020 Erw. 5.1). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen (VGE II 2020 91 vom 16.10.2020 Erw. 2.1 mit Hinweis auf