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II 2022 20
 
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Entscheid vom 21. Juni 2022
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführerin,
\n vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________
 
gegen
 
Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Arbeitsmarktliche Massnahmen;
\n Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen Nichtbefolgung einer Weisung)
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Sachverhalt:
\n A.1 Nachdem A.________ (Jg. 198_; Mutter eines Kindes [Jg. 20__]; alleinerziehend) am 17. März 2021 per 31. Mai 2021 gekündigt wurde, und sie am 31.  Mai 2021 einen Antrag auf Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung stellte, fand sie per 9. Juli 2021 eine neue - bis 31. Dezember 2021 befristete - Anstellung (vgl. Vi-act. 1b).
\n A.2 Noch während der Probezeit wurde ihr am 22. Juli 2021 auf den 28. Juli 2021 gekündigt; am 29. Juli 2021 stellte sie Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 29. Juli 2021 (vgl. Vi-act. 1c), nachdem sie bereits am 26. Juli 2021 zur Arbeitsvermittlung für eine Vollzeitstelle angemeldet wurde (vgl. Vi-act. 2c).
\n B.1 Am 3. November 2021 forderte das RAV X.________ A.________ auf, sich innert zwei Arbeitstagen zwecks Beginn einer arbeitsmarktlichen Massnahme (nachfolgend: AMM) beim Verein Impuls in X.________ (nachfolgend: Verein) zu melden; die Aufforderung erging unter Hinweis, dass eine Missachtung zu einer Kürzung von Taggeldern führen könne (vgl. Vi-act. 3). Nachdem A.________ dieser Aufforderung nachkam, lud der Verein sie mit Schreiben vom 16. November 2021 zum Vorstellungsgespräch per 23. November 2021 ein (vgl. Vi-act. 4). Ferner informierte der Verein A.________ mit Schreiben vom 22. November 2021 über ihren Antritt per 29. November 2021 (vgl. Vi-act. 5). Am 23. November 2021 erschien A.________ zwar zum Vorstellungsgespräch, gab indes bekannt, sie werde am 29. November 2021 nicht zum Einsatz erscheinen (vgl. Vi-act. 6/7).
\n B.2 Mit E-Mail vom 29. November 2021 teilte der Verein dem RAV mit, A.________ sei nicht erschienen und es habe auch keine Abmeldung vorgelegen (vgl. Vi-act. 6). Mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 forderte der Verein A.________ auf, unverzüglich ihrer Einsatzverpflichtung nachzukommen und sich spätestens am 7. Dezember 2021 einzufinden, andernfalls eine ärztliche Bescheinigung nachzureichen wäre (vgl. Vi-act. 8).
\n B.3 Am 6. Dezember 2021 lud das Amt für Arbeit A.________ zur Stellungnahme ein, namentlich bezüglich der Absicht, sie wegen der Nichtteilnahme an der ihr zugewiesenen AMM in der Anspruchsberechtigung einzustellen (vgl. Vi-act. 9). Mit Schreiben vom 20. Dezember 2021 erklärte sich A.________ in der Angelegenheit (vgl. Vi-act. 10).
\n C. Mit Verfügung vom 4. Januar 2022 verfügte das Amt für Arbeit die Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 21 Tagen ab dem 30. November 2021 (vgl. Vi-act. 14). Dagegen liess A.________ am 11. Januar 2022 Einsprache erheben (vgl. Vi-act. 15), welche das Amt für Arbeit mit Einspracheentscheid Nr. 104/22 vom 26. Januar 2022 abwies (vgl. Vi-act. 17).
\n D. Gegen den Einspracheentscheid Nr. 104/22 vom 26. Januar 2022 (Postaufgabe: gleichentags) lässt A.________ mit Eingabe vom 28. Februar 2022 (Postaufgabe: gleichentags) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:
\n 1. Es sei der Einspracheentscheid Nr. 104/22 vom 26.01.2022 aufzuheben und auf jede Einstellung der Anspruchsberechtigung zu Lasten der Versicherten A.________ zu verzichten.
\n 2. Eventualiter sei der Einspracheentscheid Nr. 104/22 vom 26.01.2022 abzuändern und die Einstellung der Anspruchsberechtigung im Rahmen eines leichten Verschuldens angemessen zu beurteilen.
\n 3. Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege und die Rechtsvertretung durch den Unterzeichneten zu gewähren.
\n 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für das gesamte Verfahren zulasten des Staates.
\n E. Mit Vernehmlassung vom 18. März 2022 beantragt das Amt für Arbeit die Abweisung der Beschwerde. Mit Schreiben vom 25. März 2022 nimmt die Beschwerdeführerin hierzu Stellung. Weitere Stellungnahmen liegen nicht vor.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Einspracheentscheid Nr. 104/22 vom 26. Januar 2022 (vgl. Erw. 5/8/11) die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen und Grundsätze zum Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, insbesondere hinsichtlich der (Schadenminderungs-)Pflichten der Versicherten, der Zumutbarkeit von arbeitsmarktlichen Massnahmen sowie der Einstellung in der Anspruchsberechtigung (