\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
II 2022 59
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Urteil vom 14. Dezember 2022
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
A.________,
\n Klägerin,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
 
gegen
 
C.________,
\n Beklagte,
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Berufliche Vorsorge (Invalidenrente: Berechnung IV-Grad)
\n  
\n
Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. 1977) - verheiratet, Mutter von zwei Kindern (D.________, geb. 2001, und E.________, geb. 2006) - war vom 1. April 2013 bis 31. Dezember 2018 bei der F.________ GmbH als Verkäuferin in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis von 50% bzw. 60% erwerbstätig und insoweit bei der C.________ (nachfolgend: C.________) berufsvorsorgeversichert. Am 31. Mai 2017 wurde sie der C.________ als per Februar 2017 arbeitsunfähig gemeldet. Die Kollektiv-Krankenversicherung richtete bis zum 1. November 2018 Krankentaggelder aus (vgl. K-act. 2/3; Klage vom 6.7.2022 S. 6 Ziff. 1.1/S. 7 Ziff. 1.3/ S. 12 Ziff. 3/S. 25 Ziff. 7).
\n B. Am 26. Februar 2019 meldete sich A.________ bei der Invalidenversicherung zum IV-Leistungsbezug an; die IV-Stelle Schwyz sprach ihr verfügungsweise (Datum der Verfügung nicht aktenkundig) infolge verspäteter Anmeldung ab 1. August 2019 bei einem IV-Grad von 56.42% eine halbe Rente zu (vgl. K-act. 8/2).
\n C. In der Folge prüfte die C.________ den Anspruch auf eine IV-Rente aus beruflicher Vorsorge. Mit Schreiben vom 4. November 2021 verneinte sie einen Anspruch von A.________ ab 2. Februar 2019 auf eine IV-Rente aus beruflicher Vorsorge mit der Begründung, bezogen auf das versicherte Pensum von 60% betrage der Invaliditätsgrad lediglich 27.40% (vgl. K-act. 2).
\n D. A.________ äusserte sich mit E-Mail vom 28. April 2022 bzw. 4. Mai 2022 dahingehend, dass sie mit der Berechnungspraxis des Invaliditätsgrades bei Teilzeiterwerbstätigen im Bereich des BVG nicht einverstanden sei und ersuchte die C.________ - analog der eidgenössischen IV-Rente - um Ausrichtung einer halben IV-Rente aus beruflicher Vorsorge ab November 2018 (vgl. K-act. 7). Mit E-Mail vom 13. Mai 2022 hielt die C.________ an ihrer Auffassung fest, wonach der geltend gemachte Rentenanspruch von A.________ mangels berufsvorsorgerechtlich relevantem Invaliditätsgrades abgelehnt werde (vgl. K-act. 11).
\n E. Daraufhin liess A.________ mit Eingabe vom 6. Juli 2022 (Postaufgabe: gleichentags) beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Klage gegen die C.________ erheben mit den folgenden Begehren:
\n 1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, ihre Leistungspflicht zur Ausrichtung einer Invalidenrente zu anerkennen und der Klägerin ab 1. November 2018 eine halbe Invalidenrente von CHF 450.00 monatlich und zwei halbe Kinder-Invalidenrenten für D.________, geb. ________ 2001, und E.________ geb. ________ 2006, von je CHF 38.71 monatlich auszurichten, zzgl. 5% Zins ab jeweiligem Fälligkeitsdatum.
\n 2. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin die Kosten für die Erstellung des Kurzgutachtens von CHF 2'940.20 zu bezahlen.
\n 3.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWSt) zulasten der Beklagten.
\n F.  Mit Klageantwort vom 27. Juli 2022 beantragt die Beklagte, die Klage sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin abzuweisen. Mit Replik vom 19. August 2022 hält die Klägerin an ihren Anträgen fest. Am 2. September 2022 reichte die Beklagte eine Duplik ein, woraufhin sich die Klägerin mit Triplik vom 16. September 2022 erneut in der Angelegenheit äusserte.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Auseinandersetzungen zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten sind im Klageverfahren nach